Auf der Überholspur beim Red Bull GRC Barbados

Die Global Rally Cross-Premiere in Barbados lieferte ein ganzes Wochenende mit packender Action.
Scott Speed winkt nach seinem Sieg im ersten Rennen der Red Bull Global Rallycross-Saison am 18. Mai auf dem Bushy Park Circuit in Barbados ins Publikum.
Scott Speed winkt den Fans in Barbados zu © Alison Padron/Red Bull Content Pool
Von Nate Hoppes

Action auf der Strecke, Spannung hinter den Kulissen. So kann man das erste Rennen der Red Bull Global Rallycross-Saison 2014 zusammenfassen: Von Scott Speeds Sieg über Joni Wimans Anfängerfehler bis zu Ken Blocks wilder Aktion im Finale. Wir fassen die Hintergrundgeschichten zusammen:

Scott Speed kommt beim ersten Rennen der Red Bull Global Rallycross-Saison am 18. Mai 2014 auf Bushy Park Circuit in Barbados als Erster über die Ziellinie.
Scott Speed sieht die Zielflagge © Alison Padron/Red Bull Content Pool

Der Neuling

Joni Wiman von Red Bull/Bluebeam OMSE fuhr das ganze Wochenende wie ein routinierter Veteran. Selbst als es im Finale richtig zur Sache ging, blieb Wiman gelassen und überholte Block in der ersten Runde. Wiman behauptete sich während des Neustarts nach Blocks Unfall, bei dem auch der Wagen des 20-jährigen Neulings beschädigt wurde.

Wimans Unerfahrung zeigte sich im Finale aber schließlich doch noch, als er zwei mal die Joker Lap fuhr. Das brachte ihm eine Zehn-Sekunden-Strafe ein, so dass er das Podium verpasste. Doch Wiman ließ sich davon nicht unterkriegen, sondern verdiente sich den Respekt seiner Konkurrenten. Nach dem Rennen munterte Bucky Lasek vom Subaru Rally Team USA den 20-jährigen Finnen auf.

„Bucky kam zu mir und sagte, ‚Hake deinen Fehler schnell ab, denn du hast heute gerockt’“, erinnert sich Wiman. „Er ist ein toller Typ und sehr nett im Umgang mit allen. Dafür war ich ihm echt dankbar.“

Nelson Piquet Jr. und Sverre Isachsen springen im ersten Rennen der Red Bull Global Rallycross-Saison am 18. Mai 2014 auf Bushy Park Circuit in Barbados.
Überflieger: Nelson Piquet Jr. und Sverre Isachsen © Alison Padron/Red Bull Content Pool

Apropos Anfängerfehler

Tanner Foust, der zweifache Red Bull GRC-Champion erlebte einen ereignisreichen Tag. Foust war als Mitfavorit nach Barbados gereist und führte in seinem Lauf, bis er zu weit über den Sprung flog und die Beifahrertür verlor. Das führte zu seiner Disqualifikation und er musste in den Last Chance Qualifier.

Auch dort lag Tanner zunächst in Führung, doch dann nahm auch er die Joker Lap zwei Mal und bekam zehn Sekunden Strafe aufgebrummt. So verpasste er das Finale. Schade, denn Tanner zeigte in seinem zweiten Lauf den Überholvorgang des Tages, als er Block über die Joker Lap perfekt überholte.

Ken Block überschlägt sich im Finale des ersten Rennens der Red Bull Global Rallycross-Saison am 18. Mai 2014 auf Bushy Park Circuit in Barbados.
Ken Block überschlägt sich © Alison Padron/Red Bull Content Pool

Blocks Tag verlief nicht nach Plan

Ken Block gehörte in Barbados mit zu den besten Fahrern. Sein Auto und er machten einen starken Eindruck und zunächst lief alles nach Plan. Doch dann wollte er Wiman in der ersten Runde des Finales innen überholen. Dabei fuhr Block über den Randstein und überschlug sich mit dem Auto in die Mauer.

Scott Speed fasste den Unfall am besten zusammen: „Ken hat es etwas übertrieben. Er fährt wie ein Wilder. Manchmal kann er sich in solchen Situationen noch retten, aber diesmal ist er zu weit gegangen und über den Randstein abgeflogen.“

Steve Arpin (Platz zwei), Scott Speed (Platz eins) und Brian Deegan auf dem Podium nach dem ersten Rennen der Red Bull Global Rallycross-Saison am 18. Mai 2014.
Das Podium: Steve Arpin, Scott Speed, Brian Deegan © Alison Padron/Red Bull Content Pool

Rennleitung

Die Rennleitung musste einige harte Entscheidungen treffen. Die strittigste Entscheidung war, Foust in den LCQ zu schicken. Der zweifache Red Bull GRC-Champion hatte nach der roten Flagge in der letzten Runde des Halbfinales erst einen Platz im Finale zugesprochen bekommen. Aber nach weiterer Überprüfung entschied die Rennleitung korrekterweise, dass er mit seinem Fehler beim Sprung für die rote Flagge verantwortlich war und daher nicht davon profitieren durfte.

Emma Gilmour schreibt Geschichte

Die neue GRC-Fahrerin hat sicher keine Probleme zuzugeben, dass sie auf ein besseres Ergebnis gehofft hatte, doch Gilmour wusste schon vor Barbados, dass es für sie nicht allein um das Rennergebnis ging. „Die erste Frau beim GRC zu sein, war mir vorher nicht so wichtig. Was es bedeutet, wurde mir erst nach dem Rennen klar“, so Gilmour. „Da kamen so viele Frauen auf mich zu, die sich freuten, dass eine Frau im Fahrerfeld dabei ist – das öffnet den Sport in Zukunft hoffentlich für unser Geschlecht.“

Fahrerfeld beim Red Bull Global Rallycross
Fahrerfeld beim Red Bull Global Rallycross © Alison Padron/Red Bull Content Pool

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