WRC-inspirierte Straßenwagen – mal top, mal Flop!

Welche Rallyefahrer wurden mit ihren eigenen Sondermodellen geehrt? Wir sagen’s euch!
© Citroën
Von Greg Stuart

Fahrer: Sébastien Loeb
Modelle: Citroën C4 by Loeb und Citroën DS3 Racing S. Loeb

Er ist so gut, dass er nicht nur eine, sondern zwei Sondereditionen erhielt: Citroën ehrte den erfolgreichsten Fahrer der Rallye-Weltmeisterschaft mit zwei Sébastien-Loeb-Modellen. Zunächst kam der C4 heraus und später der DS3. Der C4 war ein wenig lasch – ohne zusätzliche Power oder ordentlichen Motorensound (oder was sonst noch wichtig wäre), während der DS3 wesentlich vielversprechender war. Er basiert auf dem DS3 Racing – dem heißen Schlitten, in dem Loeb auch im Citroën-Werbespot (oben zu sehen) unterwegs war.

Fahrer: Richard Burns
Modelle: Subaru Impreza RB5 und RB320

Ein weiterer Rallyefahrer, der mit zwei Sondermodellen geehrt wurde, war Richard Burns, der Champion von 2001. Schon 1999 zollte Subaru ihm mit dem RB5 Anerkennung und feierte damit seine Rückkehr ins Team, nachdem er drei Jahre lang für die Konkurrenz von Mitsubishi gefahren war. Das zweite Sondermodell entstand unter eher tragischen Umständen: Es erschien in Gedenken an Burns, nachdem der britische Fahrer 2005 an den Folgen eines Gehirntumor gestorben war.

Fahrer: Tommi Mäkinen
Modell: Mitsubishi Evo VI Tommi Mäkinen Edition

Es war ein Auto, das Motorsport-Fans auf der ganzen Welt liebend gern in ihre Finger bekommen hätten: die Tommi-Mäkinen-Edition des Mitsubishi Evo VI. Offiziell wurde der Wagen zwar nur in Japan verkauft, doch einige Wagen schafften es in die Welt hinaus. Die „T. Mäkinen Edition“, mit der Mitsubishi dem vierfachen WRC-Champion huldigte, war mit Recaro-Sitzen und weißen Enkei-Felgen ausgestattet. Noch dazu verfügte der Wagen über einen Titan-Turbolader. Der Wagen schoss schneller über die Straße als gewöhnliche Autos – und damit erntete sicher so mancher Fahrer vor der eigenen Stammkneipe anerkennende Blicke…

Fahrer: Jari-Matti Latvala und Mikko Hirvonen
Modell: Sondermodelle Ford Focus Latvala und Hirvonen

Diese Sondermodelle, die nach dem finnischen Super-Duo des Ford-Rallye-Teams benannt wurden und 2008 erschienen, zählen zu den bizarrsten Sondereditionen. Sie sind bei Weitem keine feurigen 300 PS starken WRC-Wagen für die Straße: Sowohl das Latvala-Modell als auch die Hirvonen-Version gab es nur mit dem 115-PS-Dieselmotor von Ford – wobei der zumindest mit Turbo ausgestattet war! Und sie wurden nur in Spanien verkauft, nicht in Finnland. Mehr als merkwürdig.

Fahrer: Carlos Sainz
Modell: Toyota Celica GT-Four Carlos Sainz

Der Celica GT-Four Carlos Sainz in limitierter Auflage war endlich mal ein ordentliches Sondermodell mit Straßenzulassung. Er erschien 1991 auf dem europäischen Markt (in Japan war der Wagen unter dem Namen RC bekannt und in Australien hieß er Group A Rallye). Insgesamt schafften es 3000 der El-Matador-Celicas nach Europa – jeder mit einem 2,0-Liter-Turbomotor, Allradantrieb und einer Reihe von Ausstattungsoptionen.

Fahrer: Hannu Mikkola
Modell: Ford Escort Mexico

Der Mexico ist zwar nicht wirklich ein Hannu-Mikkola-Sondermodell, doch er wurde von Ford nach Mikkolas Sieg bei der „London to Mexico World Cup Rally 1970“ produziert. Das Rennen über 25.000 Kilometer fand zur Feier der Fußball-Weltmeisterschaft statt und versinnbildlichte den Wechsel des Austragungsortes von England nach Mexiko. Der finnische Star Mikkola setzte sich gegen 100 Fahrer durch und holte den Sieg. Der „Mexico“-Straßenwagen von Ford war mit dem nun legendären 1,6-Liter-„Kent“-Motor ausgestattet und an der Seite mit schwarzen oder weißen Aufklebern versehen. Noch dazu verfügte er über die Besonderheit, die den Escort überhaupt erst zu einem Hit machte: Hinterradantrieb!

read more about
Zur nächsten Story