Die Top-Themen der Rally d’Italia Sardegna 2014

Wir sagen euch, worüber bei der diesjährigen italienischen Rallye heiß diskutiert wurde.
Ogier spricht mit der Presse bei der Rally d'Italia Sardegna 2014
Ogier spricht mit der Presse in Italien © McKlein Image Database
Von Greg Stuart

Es war, wie schon so oft dieses Jahr, erneut Sébastien Ogier, der das Pech seiner Rivalen voll ausnutzte und so bei der Rally d'Italia Sardegna seinen vierten Sieg der Saison verbuchte.

Hier kommen die Stories, die man sich beim Kaffeeküchenklatsch in Italien erzählte.

Ogier ist psychologisch wieder überlegen

Also…du dachtest, Sébastien Ogier hätte sein Selbstvertrauen verloren, nachdem er in Argentinien von seinem Volkswagen-Teamkollegen Jari-Matti Latvala geschlagen worden war. Von wegen! Der Franzose ist psychologisch ein zäher Bursche. Am Samstagnachmittag bedrängte Ogier Latvala auf der SS13 unerbittlich und verursachte wohl so den Fehler des Finnen. Der Polo von Latvala geriet aus der Spur, er fuhr über einen Felsbrocken, erlitt eine Reifenpanne und schenkte Ogier so die Führung.

Starke Leistung von Mads Østberg

Mads Østberg verbuchte auf Sardinien mit Rang zwei sein bisher bestes Ergebnis für Citroën. Er leistete Volkswagen harten Widerstand, um seine zwei dritten Plätze in Schweden und Portugal zu übertreffen. Der Norweger lieferte sich früh in der Rallye einen Zweikampf mit seinem Landsmann Andreas Mikkelsen. Er konnte ihn abwehren und profitierte danach von Latvalas Fehler, um auf Rang zwei vorzurücken.

Mads Østberg in Action in seinem Citroën bei der Rally d'Italia Sardegna 2014
Mads Østberg war der Käse in Italien (siehe unten) © McKlein Image Database

Mikkelsen gewinnt die Power Stage

Volkswagens Andreas Mikkelsen hat zwar den Kampf gegen Mads Østberg in der Rallye verloren, doch zeigte er sein Können in der Power Stage in Cala Flumini, als er mit einem rasanten Tempo triumphierte.

Hirvonens Ford Fiesta verbrutzelt auf Sardinien

Es kam zu einer einstündigen Verspätung auf der SS4, da Mikko Hirvonens Ford Fiesta RS mit einem Mal in Flammen aufging. Zum Glück stiegen sowohl Hirvonen als auch sein Beifahrer Jarmo Lehtinen unversehrt aus dem Auto und bemühten sich, das Feuer zu löschen. Doch es war ein grausames Ende der Rallye für den Finnen. Was noch besorgniserregender ist – Hirvonen und sein M-Sport fragen sich immer noch verärgert, warum das Feuer überhaupt ausgebrochen ist.

Mikko Hirvonens ausgebrannter Ford Fiesta RS bei der Rally d'Italia Sardegna 2014
Die Überreste von Mikko Hirvonens Ford Fiesta © McKlein Image Database

Zitate der Rallye

Gewöhnlich riechen wir übel nach Champagner, doch diesmal hatten wir nur Salzwasser auf unserer Haut und das war nach einem heißen Wochenende genau die richtige Erfrischung

Ogier und sein Volkswagen-Team entschlossen sich zu einer wässrigen Feier und liefen in Alghero ins Meer, nachdem der Franzose die bisher perfekte Saison des Teams in Italien weiter fortsetzen konnte.

Ich habe drei Feuerlöscher leergespritzt, aber die Flammen loderten immer weiter

Mikko Hirvonen verwandelte sich auf Sardinien vom Rallyefahrer zum Feuerwehrmann. Schade, dass das Feuer nicht in Schweden ausgebrochen war – der Schnee hätte ihm vielleicht beim Löschen geholfen!
 

Sébastien Ogier und Jari-Matti Latvala feiern bei der Rally d'Italia Sardegna 2014 schwimmen gehen
Ogier und Latvala erfrischen sich im Mittelmeer © McKlein Image Database

Okay, ich habe einen italienischen Namen, aber Gott sei Dank bin ich kein Italiener. Dann müsste ich nämlich auch mit den Händen sprechen, und bei all diesen Kurven wäre das ganz schön schwierig

Sébastien Ogier Beifahrer Julien Ingrassia erklärt, warum es für seine Karriere gut ist, Franzose zu sein.

Ein Hamburger besteht aus vier Teilen: Fleisch, Käse, und Brot. Bei nur drei Autos muss jemand im Burger drin sein und dieses Mal war ich der Käse! Das nächste Mal will ich die obere Brothälfte oder das Fleisch sein. Ich habe das ganze Wochenende gebraucht, um das zu kapieren!

Mads Østberg versuchte bei der Pressekonferenz nach der Rallye am Sonntag seinen inneren Eric Cantona in Worte zu fassen.

Statistiken der Rallye

59,3km – Zur Rally d'Italia Sardegna gehörte die längste Etappe der Saison 2014, das 59,3 Kilometer lange Monte Lerno-Ungeheuer, mit dem es die Fahrer am Samstagnachmittag zweimal aufnahmen.

Foto der Rallye

Thierry Neuville bei der Rally d'Italia Sardegna 2014
Thierry Neuville reißt die Augen auf © McKlein Image Database

Hyundais Thierry Neuville sieht nach den Eröffnungsetappen vom Freitag auf Sardinien wie versteinert aus.

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