Ken Roczen: Der neue Star im AMA MotoCross

Der Red Bull KTM Pilot schlägt in der Königsklasse des amerikanischen MX ein wie eine Bombe.
Ken Roczen vom Red Bull KTM AMA Motocross Team in Daytona Beach 2014
Ken Roczen © Garth Milan/Red Bull Content Pool
Von Aaron Hansel

Sicher hatte er sich erst mit der Szene anzufreunden. Vielleicht war er eher modern-gemütlich. Vielleicht hat es erst die nächste Evolutionsstufe des Ken Roczen gebraucht. Aber egal, wie man es dreht und wendet: der junge Red Bull KTM Racer drückt der AMA Motocross-Szene langsam aber sicher seinen Stempel auf. Und zwar einen großen.

In seiner ersten Saison in der Klasse bis 450ccm, hat Roczen bereits einige Siege in der Königsklasse des amerikanischen Motocrosses gesammelt. Er wird immer mehr zu dem dominanten Fahrer, von dem die Racing-Industrie schon vor ein paar Jahren, als er nach Amerika kam, gedacht hat, dass er das sofort sein würde. Aber Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut, wie Roczen sagt...

„Es ist schwer, wenn du nach Amerika rüber kommst“, erklärte Roczen Redbull.com, nachdem er in Colorado seinen zweiten AMA Motorcross Sieg in Folge holte. „Es ist einfach alles anders, wie Tag und Nacht.“

Ken Roczen vom Red Bull KTM AMA Motocross Team 2014 in Sacramento.
Roczen musste sich an die Hitze erst gewöhnen © Garth Milan/Red Bull Content Pool

„[In Europa] geht ein GP über zwei Tage, darum haben wir am Samstag viel Training und dann am Sonntag die Rennen. Als ich das erste Mal nach Amerika kam, war alles einfach so hektisch. Du fliegst am Freitag zu den Rennen und meistens kommst du zu spät an, denn von der Westküste zur Ostküste zu reisen ist irgendwie hart. Dann kommt der Renntag, der Samstag, ich kannte die Strecken nicht, das war noch mal schwierig. Ich denke, dass ich mich jetzt angepasst habe und ich habe meinen Wohnsitz nach Florida verlegt, was die Reiszeit halbiert.“

Roczen über die körperliche Fitness

„Es ist [in Amerika] definitiv ein aggressiveres Fahren. In Europa fädelt sich jeder irgendwie ein. Die Rennen waren da drüben um die 40 Minuten und ich glaube, dass sie zurück auf 30 Minuten plus zwei Runden gegangen sind, wie hier in Amerika. Das Andere ist einfach das Wetter, die Hitze. Es ist in Amerika viel heißer. Das hat es mir irgendwie schwer gemacht, in Wallung zu kommen. Aber ich fühle, dass ich mich endlich selbst gefunden habe und ich versuche einfach wieder in Schwung zu kommen, wie ich es gewohnt war.“

Ken Roczen vom Red Bull KTM AMA Motocross Team klatscht sich 2014 mit den Fans in Glen Helen ab.
Roczens Erfolgsgeheimnis: Ruhig angehen © Cudby S./KTM Images

Trotz seines Erfolges und dem Druck der Punktführung in einer der prestigeträchtigsten Motocross-Meisterschaft der Welt, bleibt Roczen auf dem Boden und geht es locker an.

Ich mag es nicht, zu verbissen zu sein und ich will Spaß haben

„Ich fühle mich nicht, als sei ich im Rennen und ich will das so beibehalten, denn ich will es nicht zu verbissen sehen und einfach Spaß haben. Sobald wir ins Rennen starten, weißt du so ziemlich, wo du bist. Du hast ordentlich trainiert und du hast das Selbstvertrauen und bist mit deinem Motorrad eins. Ich denke, wenn das Gatter fällt, dann bin ich einfach im Fokusier-Modus. Ich weiß einfach, welchen Schaden ich anrichten kann. Ich denke, dass das das Selbstvertrauen ist.“

Derzeit scheint es so, dass Roczen das, was er anpackt, auch hinbekommt. Es gibt sicher schlechtere News für die Red Bull KTM Crew – und es lässt für seine Konkurrenz nichts Gutes erahnen.

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