Mathe-Ass Nitiss rechnet in Hell richtig

Reinis Nitiss gewinnt die dritte Runde der Rallycross-Weltmeisterschaft in Norwegen.
The start of the World Rallycross Championship third round final gets off the line in Hell, Norway
Solberg auf der Jagd © McKlein
Von Richard Rodgers

Reinis Nitiss ist vielleicht ein genialer Mathematiker, er ist aber auch superschnell in Rallycross. Zumindest, wenn man sich seinen glänzenden Sieg in der dritten Runde der World RX Championchip in Norwegen anschaut.

Der 18-jährige Mathestudent aus Lettland sicherte sich seinen ersten World-RX-Sieg auf dem Hell-Track in der Nähe Trondheims im Norden des Landes. Dabei schlug er den Lokalhelden und vorherigen WRC-Champion Petter Solberg.
 

Lavian drive Reinis Nitiss took the win at the 2014 World RX Championship third round in Hell, Norway in his Ford Fiesta.
Reinis Nitiss war in Hell nicht zu stoppen © World RX

„Es ist unwirklich und unglaublich, in Hell der Beste zu sein“, sagte der Ford-Fiesta-Supercar-Pilot nach dem regnerischen 6-Runden-Finale. „Die lettischen Zuschauer haben mir sehr geholfen. Ich bin so glücklich, dass ich weinen könnte“.

Ich bin so glücklich, dass ich weinen könnte.

Als er gefragt wurde, was ihm in Hell den Biss gegeben habe, antwortete Nitiss, der Schlüssel sei gewesen, sich auf dem hügeligen Track von Ärger fernzuhalten. „Ich bin in jeder Runde in die Vollen gegangen, doch jede Runde war fehlerfrei. Das war mein erstes Rennen ohne Fehler“.
 

Während Nitiss doppelt Grund zum Feiern hatte – er führt nach drei Runden auch die World-RX-Fahrerwertung an – musste sein Ford-Olsbergs-MSE-Team-Kollege Andreas Bakkerud ein trauriges Wochenende auf Heimatboden verbringen. Er hatte es erst gar nicht ins Finale geschafft.

Und auch für die Red-Bull-Fahrer wurde Hell zur Enttäuschung. Obwohl Timmy Hansen und Timur Timerzyanov vom Team Peugeot-Hansen unter den sechs Finalisten waren, hatten sie am Ende kein Glück.
 

The EKS Audi team of Mattias Ekstrom debuted at 2014 Word RX Championship round three in Hell, Norway
Die EKS Audis beeindruckten bei ihrem Debüt © World RX

Der Schwede Hansen wurde an der ersten Kurve nach einem harten Stoß von Henning Solbergs Saab weit ins Absiets gedrängt und beendete das Rennen abgeschlagen als Sechster. Der Russe Timerzyanov wurde im Finale Vierter, doch Volkswagen-Polo-Pilot Toomas „Topi“ Heikkinen kam nicht mal so weit, da er im Halbfinale nach einem Kontakt mit Bakkerud ausscheiden musste.

Der ehemalige Formel-1-Weltmeister Jacques Villeneuve gewann den Heat am Samstag, doch eine Reifenpanne beendete seine Finalhoffnungen. Der Rennstall des zweifachen DTM-Siegers Mattias Ekström enthüllte die beiden Audi S1 Supercars für den genialen Schweden und seinen aufstrebenden Landsmann Pontus Tidemand. Allerdings schaffte es keiner von Beiden ins Halbfinale. Der Amerikaner Ken Block, hatte solche Probleme nicht. Er schaffte es bei seinem World-RX-Debüt aufs Podium.
 

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