Mattias Ekström: Heiß auf Rallycross

Der ehemalige DTM-Champion macht sich bei der Rallycross-WM gerne die Stiefel schmutzig.
Das EKS-Audi-Team von Mattias Ekström gab 2014 bei der dritten Runde der RX-Weltmeisterschaft im norwegischen Hell sein Debüt.
Mattias Ekstrom führt die EKS Audis © EKSRX
Von Richard Rodgers

Ex-DTM-Champion Mattias Ekström freut sich auf seine neueste Motorsport-Herausforderung, nachdem er im letzten Monat im norwegischen Hell seine Premiere bei der Rallycross-Weltmeisterschaft gefeiert hat.

Auf Ekström warten beim Rallycross gleich zwei Aufgaben: Der Schwede geht nicht nur als Fahrer an den Start, er ist zugleich der Chef seines neuen Teams EKS RX, das in diesem Jahr mit zwei Audi S1 EKS RX Supercars an ausgewählten RX-Rennen teilnimmt. Mit redbull.com hat er über sein neues Projekt gesprochen.

Warum versuchst du als DTM-Megastar, auch bei der Rallycross-WM Fuß zu fassen?
Ich bin in der Garage meines Vaters aufgewachsen, und der ist früher Rallycross gefahren. Das erste, was ich in meinem Leben gesehen habe, war mein Vater beim Bau von Rallycross-Wagen. Die Sportart wird mittlerweile zu gut, um nur zuzuschauen. Ich möchte ein Teil davon sein.

Die Schraubenzieher überlasse ich den Mechanikern.

Du bist jetzt Fahrer und Teamchef zugleich. Wie sehr wirst du am Betrieb des Teams beteiligt sein?
Es gibt ein paar Dinge, von denen ich mich fernhalte. Die Schraubenzieher überlasse ich zum Beispiel den Mechanikern. Aber um das eine oder andere werde ich mich schon kümmern, beispielsweise um die Beziehung zu unseren Partnern und den Medien.

Das EKS-Audi-Team von Mattias Ekström gab 2014 bei der dritten Runde der RX-Weltmeisterschaft im norwegischen Hell sein Debüt.
Den EKS-Audis gelang ein beeindruckendes Debüt © EKSRX

Was hast du dem Team zu bieten?
Ich habe auf der ganzen Welt Erfahrungen gesammelt und kenne jede Menge Leute, die aus diesen Erfahrungen das meiste herausholen können.

Wie viele Rennen wirst du bestreiten?
Mein Hauptaugenmerk liegt auf Audi und der DTM, wo ich versuchen werde, den Titel zu gewinnen. Darüber hinaus werde ich aber auch einige Rallycross-Rennen bestreiten. Zudem wartet zuhause eine tolle Familie auf mich, und ab und zu möchte ich mich auch um meine Hunde kümmern. Ich weiß, welche Rennen sich mit der DTM überschneiden und möchte mich meiner Familie widmen, trotzdem werde ich bei einigen Rallycross-Rennen mit einer Wildcard starten.

Ich gebe jeden Tag mein Bestes und versuche, möglichst viele Rennen zu gewinnen.

Du hast als ehemaliger Renn- und Rallyefahrer die perfekten Voraussetzungen, um im Rallycross erfolgreich zu sein. Macht dich das zum ultimativen Rallycross-Fahrer?
Siege waren für mich noch nie die Hauptsache. Trotzdem gebe ich natürlich jeden Tag mein Bestes und versuche, möglichst viele Rennen zu gewinnen. Das ist im Rallycross nicht anders. Ich werde versuchen, das beste Auto zu bauen und auf der Strecke am schnellsten zu sein – genau wie in der DTM.

Rallycross-Fahrer Mattias Ekström unterhält sich in Hell mit Timur Timerzyanov
Ekström im Gespräch mit Timur Timerzyanov © McKlein/Red Bull Content Pool

Könntest du dir auch vorstellen, ausschließlich Rallycross zu fahren?
Derzeit glaube ich, dass die Sportart eine große Zukunft hat, aber ich kann mir nicht vorstellen, bei der DTM aufzuhören – es macht einfach immer noch zu viel Spaß. Sollte es irgendwann einen Zeitplan geben, der die Teilnahme an beiden Meisterschaften ermöglicht, würde ich die Chance nutzen. Allerdings bin ich nicht bereit, die DTM vollständig durch Rallycross zu ersetzen!

Verrückte Sachen sind nicht mein Fall.

Was plant Mattias Ekström als nächstes? Einen NASCAR-Abstecher hast du ja auch schon gemacht…
Generell mag ich alles. Es gibt immer noch Dinge, die infrage kämen, aber es muss eine Kombination aus Sicherheit und Konkurrenzfähigkeit gewährleistet sein. Verrückte Sachen sind nicht mein Fall. Ich mag Spannung und eine Herausforderung, aber am längsten Sprung der Welt bin ich nicht besonders interessiert. Es gibt einige Arten von Rennen, bei denen das Risiko höher ist als der Profit. Es werden sich bestimmt noch weitere Dinge ergeben, aber momentan hat Rallycross das größte Potential.

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