So dominiert Ken Roczen 450 AMA Motocross

Die erste Hälfte der AMA-Motocross-Saison ist vorbei – und Ken Roczen hat den Titel fest im Visier.
Von Aaron Hansel

Dritter Platz. Das ist die bisher schlechteste Platzierung, die Ken Roczen von Red Bull KTM in diesem Sommer belegt hat. Lies es ruhig noch einmal. Da steht „schlechteste“, nicht beste, und nein, es ist kein Fehler. In zwölf Motos war Ken Roczens schlechtestes Ergebnis ein dritter Platz – und auch das ist nur einmal passiert. In den anderen Motos – gegen einige der besten Rennfahrer der USA – hat er bisher fünf zweite Plätze und sechs Siege geholt. Was ist da los? Wie kann Ken Roczen in seinem ersten Jahr auf einer 450er-Maschine die Spitzenklasse der USA dermaßen dominieren?

Man könnte sein unglaubliches Fahrkönnen dafür verantwortlich machen oder die Tatsache, dass er eines der besten Bikes fährt und von einer der erfahrensten Crews (mit Roger De Coster) unterstützt wird, doch all das traf auch auf die letzte Saison zu, als Roczen im AMA Motorcross von Eli Tomac haushoch geschlagen wurde. Könnte es vielleicht an den etwas kühleren Sommertemperaturen liegen?

„Das Wetter war sehr gnädig mit uns“, sagt Roczen. „Es war bisher überhaupt nicht heiß, und das macht es etwas einfacher, wenn man aus Florida kommt [wo Roczen derzeit wohnt]. Dort ist es wirklich warm und schwül. Es fühlt sich gut an, die Hitze los zu sein.“

Gutes Wetter ist nett, aber es ist für alle Fahrer gleich und erklärt somit nicht Roczens sommerlichen Blitzangriff. Schlicht und einfach: Er schuftet bis zum Umfallen, ist glücklich und strotzt vor Selbstbewusstsein.

„Man glaubt es kaum, wie gut es sich anfühlt, wenn man einfach da raus geht und gute Leistung bringt. Es macht süchtig: Umso öfter man ein gutes Ergebnis holt, desto öfter will man das erleben“, sagte Roczen nach der sechsten Runde der AMA Motocross beim Red Bull RedBud National in Michigan. „Im Moment kann ich es kaum abwarten, mit den Mechanikern zum Abendessen zu gehen und herumzualbern. Das fühlt sich gut an. Ich arbeite nicht so hart, um nicht zu gewinnen. Ich bin einfach zufrieden, dass ich meine Leistung zeige und fühle mich momentan unglaublich stark. Ich habe das Gefühl, dass ich immer etwas in der Hinterhand habe. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Wochenende. Es ist einfach toll, wenn man an die Strecke kommt und sich nahezu unschlagbar fühlt.“

Ich bin einfach zufrieden, dass ich meine Leistung zeige und fühle mich momentan unglaublich stark.

Und Roczen zeigt auch keine Anzeichen dafür, dass seine Leistung bald nachlassen könnte. Noch dazu klingt es so, als wolle er einer unglaublichen ersten Saisonhälfte eine noch viel stärkere zweite Hälfte folgen lassen.

„Ich mag alle Strecken, die jetzt noch kommen, und ich freue mich auf alle Rennen“, sagt er. „Ich hoffe, dass alles so bleibt und ich so weitermachen kann wie bisher, dann wird alles gutgehen.“

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