Jarvis überkommt an Tag zwei Walker

Das Katz und Maus Spiel bei den Red Bull Romaniacs ging am zweiten Tag an Graham Jarvis.
Von Robert Lynn

Das Katz und Maus Spiel bei den Red Bull Romaniacs ging am zweiten Tag an Graham Jarvis.

Jarvis jagte den Sieger von Tag 1, Jonny Walker, sofort. Dieses Mal ging es in die Karpaten. Schon von vornherein sollte es für die Piloten der Gold-Class ein viel härterer Tag werden. Und so hatte auch Walker als einer der ersten Probleme, als er bei einer Flußüberfahrt sein Bike weg warf.

Als er wieder Startbereit war, hatte Jarvis den fünfminütigen Vorsprung von Walker bereits pulverisiert und das Duo kämpfte nun Seite an Seite. Die meiste Zeit des restlichen Tages fuhren sie zusammen. Am Ende holte sich Jarvis den Sieg und damit auch die Gesamtführung im Rennen.

Hinter den beiden Führenden überraschte Wade Young mit dem dritten Tagesrang. Konstant fuhr auch Andreas Lettenbichler, der nach einem weiteren Check seiner Nackenverletzung den vierten Tagesrang nach Hause brachte.

Nach einem starken Tag 1 hatte Paul Bolton am zweiten Tag eher ein hartes Unterfangen. Bei einem schweren Sturz zerstörte er lange vor einem Service-Point sein Navigationsgerät. Lars Enockl stellte Bolton sein Ersatzgerät zur Verfügung und damit konnte er sich noch den fünften Tagesrang sichern – wenngleich mit fast einer Stunde Rückstand auf Jarvis.

Mit seiner ersten Top-3-Platzierung bei den Red Bull Romaniacs war der 18-jährige Wade Young am zweiten Tag die große Überraschung. Es wurde sein erster, wichtiger Erfolg im Hard Enduro, seit er 2012 das Roof of Afrika gewonnen hatte.

„Es war ein perfekter Tag“, sagte Wade. „Ich bin eigentlich sogar überrascht, wie gut es gelaufen ist. Als ich hier her kam, wäre ich mit den Top 10 zufrieden gewesen, ich habe gar nicht mehr erwartet. Aber irgendwas hat heute ‚klick’ gemacht und alles kam zusammen.“

„Als ich startete, wollte ich an Chris Birch einholen und als ich das geschafft hatte, schloss ich zu Paul Bolton und Andreas Lettenbichler auf. Ich fuhr eine Weile mit ihnen und setzte mich dann ab. Zu der Zeit hatte ich einfach einen groove und habe bis zum Ziel weiter gemacht. Es ist ein geiles Gefühl, sich unter die Spitzenjungs dieses Feldes zu mischen – ich bin überwältigt.“

Red Bull Romaniacs: Kirsten Landman
Red Bull Romaniacs: Kirsten Landman © Jo Wolframm

Name: Kirsten Landmann
Alter: 23
Beruf:
Personal Trainer
Wohnort: Johannesburg, Süd Afrika

"Ich starte in diesem Jahr zum ersten Mal bei der Red Bull Romaniacs. Die Bronze Klasse ist eine gute Wahl für mich, um mich an dieses Rennen mit seinen vier sehr langen und anspruchsvollen Offroad-Tagen heranzutasten.

Ich arbeite als Personal Trainer und ich liebe alles, das mich physisch, geistig und emotional herausfordert. Aus diesem Grund fahre ich Enduro-Rennen, hier werde ich in allen Bereichen belohnt.

Heute hatte ich einen tollen Tag auf der Strecke: der Track war voll mit heftigen Downhills.

Kurz vor dem Ziel ist meine KTM Freeride leider bei einer Flussdurchfahrt weggerutscht und ins Wasser gefallen. Mir blieb nichts übrig als mein Bike zum Red Bull Bogen zu schieben.

Als Südafrikanerin gilt meine Leidenschaft der Roof of Africa, mein größtes Ziel ist es, hier Gold zu finishen."

Was passiert morgen?

Tag 3 – die vorletzte Etappe des Rennens – bringt eine wahre Achterbahn in unterschiedlichen Terrains. Im gewohnten Red Bull Romaniacs Style wird ein Berg an Spaß für alle zu erwarten sein. Die erste Sektion am Morgen heißt „Expert Killer“ und wird die Schwachen aussondieren.

Für alle, die es dort durch schaffen, geht die Action pausenlos bis ins Ziel in Petrosani weiter. Dort endet der Tag auf den Höhen der Kohle-Raffinerie.

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