Topi Heikkinen ist nach seinem WRX-Sieg ganz oben

Finnlands heißester Rallycross-Export spricht mit uns über seinen Triumph in Belgien.
Toomas „Topi“ Heikkinen bei der belgischen Station der Rallycross-Weltmeisterschaft auf dem Circuit Jules Tacheny in Mettet.
Siegesfeier auf dem Circuit Jules Tacheny © Tony Welam Bildproduktion/Red Bull Content Pool
Von Greg Stuart

Toomas Heikkinen erlebt 2014 ein hektisches Jahr: Neben seinem Auftritt bei den X Games in Austin absolviert er eine volle Saison der erstmals ausgetragenen FIA Rallycross-Weltmeisterschaft.

Zudem sitzt er nach seinem Wechsel zu Marklund Motorsport in den Volkswagen Polos des Teams, und am letzten Wochenende machte sich der Wechsel bezahlt: Auf dem Circuit Jules Tacheny im belgischen Mettet holte Heikkinen – der von seinen Freunden „Topi“ genannt wird – seinen ersten Gesamtsieg in dieser Saison. Im Anschluss hat er mit RedBull.com gesprochen.

Wie fühlst du dich nach deinem Sieg in Belgien?
Für uns war der Sieg großartig. Marklund Motorsport und Volkswagen haben in diesem Jahr sehr gute Arbeit geleistet. Viele Jungs arbeiten Tag und Nacht, deshalb war es eine tolle Sache für das Team.

Wie war der Wechsel zu Marklund Motorsport? Hast du dich willkommen gefühlt?
Ja, sehr willkommen sogar. Ich arbeite gerne mit diesem Team, weil es ein junges Team ist, das einem großartige Chancen bietet. Die Stimmung im Team ist super – es ist klein, aber auf dem Weg nach oben.

Toomas „Topi“ Heikkinen bei der belgischen Station der Rallycross-Weltmeisterschaft auf dem Circuit Jules Tacheny in Mettet.
Topi in seinem Büro © Tony Welam Bildproduktion/Red Bull Content Pool

Empfindest du die Konkurrenz nach dem Start der Rallycross-Weltmeisterschaft in diesem Jahr als härter?
Ja. Am Start sind ein Rallye-Weltmeister [Petter Solberg], Mattias Ekström von der DTM, Jacques Villeneuve aus der Formel 1, aber auch etwa fünf Youngster. Es ist ein bisschen merkwürdig – all diese 40-jährigen Weltmeister und dann die Youngster. Die Mischung ist gut.

Alle sprechen davon, dass Rallycross das Potenzial dazu hat, ein Riesensport zu werden. Meinst du, die Rallycross-WM entwickelt sich diesbezüglich in die richtige Richtung?
Ich denke schon. Ich habe 2010 mit Rallycross angefangen, und momentan entwickelt sich die Disziplin rasend schnell. Selbst im Vergleich zum Vorjahr scheinen die Events überall größer zu werden. In Belgien waren 20.000 Zuschauer dabei. Als wir im letzten Jahr in Frankreich waren, waren 70.000 Menschen dabei – ich weiß nicht, wie viele es in diesem Jahr sein werden! Man darf sehr gespannt sein, wie es in drei Jahren aussieht.

Toomas „Topi“ Heikkinen und Anton Marklund bei der belgischen Station der Rallycross-Weltmeisterschaft auf dem Circuit Jules Tacheny in Mettet.
Die Marklund Motorsport Polos in Formation

Wie bist du beim Rallycross eingestiegen?
Ich bin 2010 von der Formel Renault zum Rallycross gewechselt. Wir sind Schritt für Schritt vorgegangen und zunächst bei der finnischen Rallycross-Meisterschaft gestartet, anschließend dann bei der europäischen Meisterschaft. Danach bin ich zwei Jahre lang in den USA gefahren, und in diesem Jahr nehmen wir an der Rallycross-WM teil. Es war nicht ganz klar, ob ich beim Rallycross dabei bleibe. Wir haben vielmehr gesagt „Okay, versuchen wir es mal“, und es hat funktioniert. Ich übe die Sportart aus, weil sie mir großen Spaß macht.

Hast du Interesse daran, künftig noch weitere Motorsportarten auszuprobieren?
Ja! Momentan ist Rallycross für mich die Hauptsache, deshalb konzentriere ich mich darauf, die Meisterschaft zu gewinnen. Aber natürlich würde ich gerne noch etwas anderes machen. Das wäre toll. In Finnland besitze ich einige Rallyewagen, und im Winter fahre ich zusammen mit meinen Freunden kreuz und quer durch die Wälder.

Du bist inzwischen gegen Stars wie Travis Pastrana, Petter Solberg und Jacques Villeneuve angetreten. Haben dich solche Gegner jemals eingeschüchtert?
Es ist immer schön, im Fahrerlager die großen Stars zu sehen. Sobald man den Helm aufsetzt, denke ich allerdings nicht mehr an die Namen. Am Start sind alle gleich, deshalb ist es mir egal, wer sie sind. Aber natürlich war es toll, Jungs wie Travis Pastrana kennenzulernen. Wir haben uns super verstanden.

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