Jonny Walker gewinnt die Red Bull Romaniacs 2014

Nach Red Bull Hare Scramble triumphiert Jonny Walker jetzt auch bei den Red Bull Romaniacs.
© Jonty Edmunds/Future 7 Media
Von Robert Lynn

Jonny Walker war mit knappen fünf Minuten Vorsprung vor Titelverteidiger Graham Jarvis in den vierten Tag gegangen. Doch Walker machte gleich zu Beginn richtig Druck und zerstörte schnell Jarvis’ Hoffnungen auf den fünften Sieg.

Walker kam mit den schnellen, flüssigen Trails am Morgen bestens klar und baute seinen Vorsprung vor dem Service-Point zur Halbzeit auf neun Minuten aus. Danach konnte er Jarvis in Schach halten und wurde der neue König der Red Bull Romaniacs.

„Ich freue mich wahnsinnig über diesen Sieg“, strahlte Jonny Walker nach seinem Triumph. „Ich habe drei Jahre gebraucht, um aus diesem Rennen schlau zu werden. Heute morgen war ich nervös, denn ich wusste, Jarvis würde angreifen. Doch ich habe voll dagegengehalten. Ein großartiges Gefühl, hier gewonnen zu haben.“

Nur widerwillig gestand sich Jarvis die Niederlage gegen Walker ein. Er wurde Dritter am vierten Tag und beendete das Rennen als Gesamt-Zweiter.

„Glückwunsch an Jonny, er ist die ganze Woche stark gefahren“, räumte Jarvis ein. „Ich habe heute mein Bestes gegeben, konnte ihn aber nicht einholen. Mit Platz zwei bin ich zufrieden, ich habe alles gegeben.“

Das Duell um den dritten Podiumsplatz fiel noch knapper aus als der Kampf um den Sieg. Wade Young war die ganze Woche stark gefahren und hatte fast 20 Minuten Vorsprung auf Paul Bolton. Doch Bolton gab nicht auf und fuhr das beste Rennen seines Lebens.

Er holte Young ein, überholte ihn und dann Jarvis, bevor er sich kurz vor dem Ziel auch noch Walker schnappte. Nachdem Bolton die Tageswertung klar gewonnen hatte, warteten alle gespannt auf das Endergebnis. Doch am Ende blieb ein glücklicher Young vier Minuten vor Bolton und sicherte sich sein erstes Podium bei den Red Bull Romaniacs.

„Ich kann es kaum in Worte fassen, wie ich mich gerade fühle“, bestätigte Young. „Ich wollte hier unter die ersten Fünf kommen. Platz drei ist einfach nur unglaublich. Die harte Vorbereitung aufs Rennen hat sich ausgezahlt.

Bolton wurde in der Gesamtwertung Vierter vor Andreas Lettenbichler auf Platz fünf.

David McNulty und Mick O’Leary bei den Red Bull Romaniacs
Die stolzen Iren David McNulty und Mick O’Leary © Jonty Edmunds/Future 7 Media

„Boys in green“ begeistert von den Romaniacs

Während die Gold-Klasse im Rampenlicht stand, feierten manche Fahrer schon das Erreichen des Ziels der Red Bull Romaniacs als Sieg. Bei ihrem ersten Start in Rumänien gelang es den „Boys in green“ David McNulty und Mick O’Leary als ersten Iren das Rennen zu beenden.

McNulty war als Silver Single angetreten und erlebte das Rennen als Achterbahnfahrt der Gefühle: „Nachdem ich jahrelang beim Rennen nur zugeschaut hatte, bin ich endlich selber gefahren. Die Silver-Klasse war noch härter, als ich erwartet hatte: Da bin ich Trails fahren, die ich nie für möglich gehalten hätte. Doch es war einfach ein magisches Gefühl, das Ziel zu erreichen. Ich komme wieder!“

O’Leary startete als Einzelfahrer in der Bronze-Klasse und plant jetzt schon seine Rückkehr 2015. „Es war ein einmaliges Abenteuer. Das Rennen bietet noch viel mehr, als ich gedacht hätte. Das reinste Enduro-Paradies! Doch sollte sich niemand entgehen lassen. Aber stellt euch hinten an, ich trage mich als Erster in die Starterliste für 2015 ein!“

Stephan Hoeltz und Ralph Medele bei den Red Bull Romaniacs 2014
Stephan Hoeltz und Ralph Medele © Joe Figl

Der Arzt, der lieber mitfährt...

Name: Dr. Stephan Hoeltz
Beruf: Arzt (Orthopäde)
Alter: 51
Stadt: München
Land: Deutschland

Ich war früher Rennarzt bei den Red Bull Romaniacs, bin aber Riesen-Endurofan und wollte das Rennen auch mal fahren.

Letztes Jahr bin ich in der Hobby-Klasse gefahren, schaffte es aber nicht ins Ziel. Dieses Jahr sind mein Kollege und Freund Ralph Medele und ich in die Iron-Klasse gewechselt.

Ich wusste von den früheren Rennen, dass die Red Bull Romaniacs erstklassig organisiert sind, doch sie sind ein knallharter Wettbewerb. Vier Tage lang auf dem Motorrad, jeden Tag acht Stunden und über 100 Kilometer, das ist kein Picknick.

Die Strecke der Iron-Klasse ist für mich als erfahrenen Enduro-Rider gut zu fahren, stellt aber trotzdem eine Herausforderung dar: Endlose Singletrails, Bergaufpassagen und manchmal richtig steile Abfahrten. Und bei den Flussquerungen wird man pitschnass.

Eine gute körperliche Vorbereitung ist überlebenswichtig. Gutes Training im Vorfeld und die richtige Ernährung sind das Erfolgsrezept.

Die Red Bull Romaniacs 2014 sind jetzt Geschichte. An der Spitze hat es einen Wachwechsel gegeben: Für die nächsten zwölf Monate ist Jonny Walker der neue König Transsilvaniens.

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