So gewinnt man die Rallye Finnland

Die VW-Fahrer Latvala & Ogier verraten uns, wie man beim schnellsten Rennen des WRC triumphiert.
© McKlein Image Database
Von George East

Die Rallye-Weltmeisterschaft 2014 wird sehr wahrscheinlich ein Volkswagenfahrer gewinnen, entweder der Champion von 2013 Sébastien Ogier oder sein finnischer Teamkamerad Jari-Matti Latvala.

Die beiden haben in dieser Saison bisher die Siege bei sieben WRC-Runden zwischen sich aufgeteilt – Ogier gewann fünf Mal und führt in der Fahrerwertung mit 166 Punkten, während Latvala bei zwei Events siegte und 116 Punkte erreicht hat.

Vor der Rallye Finnland, die heute startet und bis zum 3. August geht, können beide Fahrer auf einen Sieg bei diesem Rennen zurückblicken: Ogier gewann für Volkswagen 2013 auf dem Weg zu seinem ersten Titel, und Latvala siegte 2010 für Ford.

Sébastien Ogier und Jari-Matti Latvala von Volkswagen bei der Rallye Portugal 2013.
Ogier und Latvala haben alle Runden 2014 gewonnen © Volkswagen Motorsport

Vor dem offiziellen Start der Rallye hat RedBull.com die beiden Fahrer gefragt, wie man das schnellste Event des WRC-Kalenders gewinnt.

Was ist nötig, um in Finnland zu siegen?
Sébastien Ogier: Vor allem viel Selbstvertrauen. Finnland ist eine der schnellsten Rallyes mit vielen Sprüngen. Da muss man definitiv von sich überzeugt sein… und ein perfektes Auto haben!
Jari-Matti Latvala: Zuversicht. Das ist am wichtigsten.

Ist man hier im Vorteil, wenn man Finne ist?
Ogier: Wenn man sich die Gewinner der letzten 60 Jahre anschaut, sieht es ganz so aus! Aber das ist meine siebte Rallye Finnland, und ich fühle mich hier sehr wohl und schon fast wie ein Finne.
Latvala: Es gibt einem zusätzliche Motivation, aber auch mehr Druck. Die Leute in Finnland sind so begeistert vom Rallye-Sport, für sie das so wichtig wie für andere Länder die Fußball-Weltmeisterschaft.

Jari-Matti Latvala von Ford bei der Rallye Finnland 2010.
Latvala siegte bei der Rallye 2010 zu Hause © Francois Buadin/DPPI

Bereitet ihr euch mental und körperlich anders auf diese Rallye vor als sonst?
Ogier: Eigentlich nicht, aber die Rallye ist sicher mental und körperlich sehr herausfordernd. Nach dem Rennen mit all den Jumps spürt man das schon im Nacken und Rücken.
Latvala: Mental muss man sich auf das Tempo vorbereiten. Physisch ist es nicht so hart, aber mental schon.

Hier wird mehr Adrenalin freigesetzt als bei jeder anderen Rallye.
– Sébastien Ogier

Es gab in den letzten Jahren bei der Rallye Finnland einige krasse Unfälle, und es ist das schnellste Rennen auf der WRC. Schüchtert euch das ein?
Ogier: Nein. Als Fahrer hat man natürlich Respekt vor dem Tempo, den Jumps und den Risiken, die man eingehen muss. Aber ehrlich gesagt, sobald man im Auto sitzt, denkt man nicht mehr daran. Hier wird mehr Adrenalin freigesetzt als in jeder anderen Rallye.
Latvala: Nein, man kann es sich nicht leisten, Angst zu haben, wenn man am Steuer sitzt. Aber man muss jede Menge Respekt vor den Bedingungen haben.

Sébastien Ogier von Volkswagen bei der Rallye Finnland 2013.
Die finnischen Jumps verlangen den Fahrern viel ab © Volkswagen Motorsport

Welche Etappe der Rallye gefällt euch am besten?
Ogier: Normalerweise Ouninpohja, aber diesmal? Myhinpää am Sonntag.
Latvala: Eigentlich Ouninpohja, aber da fahren wir dieses Jahr nicht, also Myhinpää. Das ist eine echt schöne Etappe.

Habt ihr Chancen auf den Sieg?
Ogier: Ja.
Latvala: Ich habe das richtige Auto dafür. Ja, ich hoffe, hier zu gewinnen.

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