KTM 450 Rally: Immer am Limit

Die Dakar rückt immer näher und KTM drückt ihre Waffe immer weiter ans Limit: Die 450 Rally.
© KTM
Von Pablo Bueno

Kein anderer Hersteller war bei der Dakar Rallye so erfolgreich wie KTM: Die letzten 13 Siege gingen an den Hersteller aus Österreich. Trotzdem ruht sich KTM nicht auf seinen Lorbeeren aus.

GoPro-Ride mit der KTM 450 Rally gefällig? Video oben anschauen.

In den letzten Jahren hat sich die Dakar drastisch geändert, seitdem die meisten Leute 2010 einen Einschnitt bei der Leistung forderten.

Am Anfang galt diese Regelung nur für die Spitzenpiloten, irgendwann galt das dann für alle Zweirad-Piloten.

Die Regeln waren ziemlich klar: Maximal 450ccm für alle Motorräder. Dies wurde aus Sicherheits- und Ökologie-Gründen durchgesetzt. Außerdem wurden mit dieser Regelung neue Hersteller zur Dakar Rallye gelockt.

Marc Coma gewann die Dakar 2011 mit der KTM 450 Rally
Marc Coma gewann die Dakar mit der KTM 450 Rally © KTM

Die Reduzierung des Hubraums war für alle Marken eine große Herausforderung. Es ist keine leichte Aufgabe, die härteste Rallye der Welt mit einem kleineren Motor zu Ende zu fahren.

„Vor der Dakar haben wir mit dem Motor viele Tests gemacht. Es war lebenswichtig, die maximale Leistung herauszuholen, ohne dabei die Zuverlässigkeit zu gefährden. Es war ein Balanceakt auf Messers Schneide“, so Marc Coma.

Außerdem führte die ASO – die Vermarkter und Verantwortlichen der Dakar – ein neues Handicap ein. Wer den Motor wechselte, bekam eine Strafe: für das erste Aggregat 15 Minuten, für das zweite 45 Minuten und für das dritte und jede weitere jeweils 2 Stunden.

Seit dem Debüt der KTM 450 Rally im Jahre 2011 war sie das Motorrad, welches es zu schlagen galt. Coma fuhr damit in jenem Jahr zu seinem zweiten Dakar-Sieg, in den darauffolgenden Rallyes ging der Sieg an seinen Teamkollegen Cyril Despres.

Der Fahrer war also ein anderer, aber das Motorrad blieb gleich: die KTM 450 Rally.

Die KTM 450 Rally 2014 hat ein kompakteres Chassis
Die KTM 450 Rally 2014 hat ein kompakteres Chassis © KTM

Das österreichische Werk arbeitete unermüdlich weiter und führte eine Einspritzung, sowie ein neues, kompakteres und handlicheres Chassis ein, welches um einiges leichter war.

Die Sport- und Entwicklungsabteilungen brachten sich ein, um ein komplett neues Motorrad zu schaffen. Das Ziel war klar: Ein Sieg-Motorrad bauen, sodass das Red Bull KTM Factory Team die Erfolgsserie bei der Rallye Dakar fortführen konnte.

„Wir haben sehr hart gearbeitet und am Ende haben wir viele Bereiche des Motorrades verbessert. Das neue Modell war kleiner und leichter, aber die wichtigste Entwicklung kam beim Fahrwerk hinten“, erklärte Coma.

„Das Federbein war zu kurz. In manchen Etappen hat das gut funktioniert, aber in anderen war es schwer, die richtige Abstimmung zu finden.“

Die KTM 450 Rally 2014 gab bei der Marokko-Rallye ihr Debüt. Auch dort arbeitete Marc weiter am Motorrad und konnte kleine Probleme beheben – immer mit dem Ziel für die größte Challenge überhaupt bereit zu sein: die Dakar.

Die KTM Rally 2014 hat viel Karbon im Einsatz
Es kam viel Karbon zum Einsatz © KTM

„Wir werden das Motorrad Schritt für Schritt weiter verbessern, ohne radikale Änderungen durchzuführen“, erzählte Marc Coma RedBull.com.

Die KTM-Ingenieure wollen den 450cc Motor ans Limit führen...

„Wir wollen das bestmögliche Leistungs-/Gewichtsverhältnis. Ich weiß nicht, was wir erreichen werden, aber mit KTM ist alles möglich“, sagte der Dakar-Champion.
 

Die KTM Rally 450 hat die beste Leistung
KTM wollte immer die meiste Leistung herausholen © KTM

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