Taylor Robert im Gespräch

Vor dem Red Bull Sea to Sky sprechen wir mit dem Endurocross-Rider und Hard Enduro-Spitzenreiter.
Von Robert Lynn

Taylor Robert war 2014 bisher gut beschäftigt: Er jagt nicht nur bei der AMA EnduroCross-Meisterschaft den Pokalen hinterher, sondern wagt sich auch ans Hard Enduro.

Nach seinem beeindruckenden Platz unter den Top Ten beim Red Bull Hare Scramble 2014 begann sich der Amerikaner aus Arizona für Hard Enduro zu interessieren. Für das Red Bull Sea to Sky, das dieses Wochenende in der Türkei beginnt, kehrt er nach Europa zurück.

RedBull.com hat mit Taylor vor dem Event über seine bisherige Karriere gesprochen.

Welcher Sieg war bisher am härtesten erkämpft?
Da steht Gold bei den X Games in München letztes Jahr ganz oben auf der Liste. Die Strecke war sehr schwierig! Sie lag im Freien, und es hatte vorher tagelang geregnet. Überall waren tiefe Spurrillen. Ich komme aus Arizona, und ich bin echt keinen Schlamm gewohnt – ich bin eher ein Typ für die Wüste. Aber ich habe alles versucht, um einen guten Start hinzulegen und klug zu fahren. Mit dem Ergebnis habe ich viele Leute überrascht – das war eins der Highlights meiner Karriere!

Taylor Robert vor der Ziellinie beim Red Bull Hare Scramble 2014, das Teil des Erzbergrodeos ist.
Taylor schaffte es in Erzberg unter die Top 10 © Jonty Edmunds/Future 7

Was ist wichtiger: Geld oder Ruhm?
Ruhm. Ich gewinne lieber und habe Spaß dabei als dass ich ein Rennen wegen des Geldes fahre. Natürlich bekommt man auch Geld, wenn man siegt, also geht beides oft Hand in Hand – aber das Gefühl, ein Rennen zu gewinnen, ist unbezahlbar. Wenn das Geld ausgegeben ist, hat man immer noch den Pokal.

Wie hat sich dein Leben verändert, seit du unter die Profisportler gegangen bist?
Die größte Veränderung war, dass ich bei meinen Eltern ausgezogen bin! Durch ein wenig Ruhm hatte ich ein wenig Geld, und davon konnte ich mir ein eigenes Haus kaufen. Ansonsten bin ich immer noch der Typ, der ich vorher war.

Wenn du jemandem danken könntest, wer wäre das und warum?
Mein Vater war immer für mich da, um mich zu unterstützen und mich zu den Rennen zu fahren. Selbst als ich schon Profi war, sind er und meine Mutter zu all meinen Rennen gekommen, sogar zum ISDE [International Six-Day Enduro]. Sie sind so rennsportbegeistert wie ich selbst.

Wen siehst du als deinen Hauptrivalen an?
Kurt Caselli war immer mein Hauptkonkurrent. Aber Kurt ist einzigartig. Obwohl wir in den Rennen hart um den Sieg gekämpft haben, ist er danach zu mir gekommen und hat mir Tipps gegeben, wie ich mich verbessern könnte. Er war bisher mein größter Konkurrent, aber hat meine Karriere auch am meisten beeinflusst.

Wie bleibst du bodenständig?
Meine Familie und meine Freunde sorgen dafür, dass ich am Boden bleibe. Auch wenn ich um die Welt reise, um Motorrad zu fahren, liebe ich es, zuhause mit meinen Freunden abzuhängen.

Taylor Robert in der KTM-Ggarage beim Erzbergrodeo 2014
Taylor in der KTM-Ggarage © Jonty Edmunds/Future 7

An welchem Ort bist du bisher am liebsten Motorrad gefahren?
Arizona ist ein toller Ort zum fahren, deshalb habe ich Glück gehabt, dass ich dort lebe. Es gibt dort so viele verschiedene Arten von Gelände – unglaublich! Und toll fand ich es auch in Argentinien. Es gibt dort ein Strandrennen, das Enduro Del Verano heißt, und das ist anders als alles, was ich vorher erlebt habe. Etwas ganz Besonderes.

Welche drei Gegenstände dürfen auf keiner Reise fehlen?
Mein Handy, meine Sonnenbrille – ich habe empfindliche Augen – und meine Red Bull-Basecap!

Und was ist der beste Rat, den dir jemand bisher gegeben hat?
Kurt Caselli hat mir immer die besten Ratschläge gegeben. Er wusste viel über das ISDE und wie man das Rennen als Team angeht. Er ging immer sehr überlegt an Dinge heran. Er sagte, man müsse so schnell fahren wie möglich, dabei aber immer auf der sicheren Seite bleiben. Das Rennen ist lang, und man muss schließlich auch die Ziellinie erreichen. Er war ein kluger Mann!

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