Return of The King: Jarvis gewinnt Sea to Sky 2014

Graham Jarvis hat seinen Status als "King of Hard Enduro" erneuert und in der Türkei gewonnen.
© Future7Media
Von Robert Lynn

Der Brite Graham Jarvis hat einen Sieglosen Hard Enduro Sommer beendet und am Mount Olympus in der Türkei seine Klasse demonstriert: er wurde erster und gewann das Red Bull Sea to Sky 2014.

Am Start Neunter konnte Jarvis sich sofort seinen Weg an die Spitze bahnen. Er wusste, dass sein härtester Konkurrent, Jonny Walker, versuchen würde, sich abzusetzen. Am Ende des ersten Flussbetts hatte er Rang drei übernommen und Rennleader Walker in Sichtweite. Er schloss den Rückstand immer weiter und beim ersten Tankstopp hatte Jarvis die Nase vorn.

Vor ihm lag jetzt klare Sicht auf der Strecke und Jarvis gab alles. Walker musste reagieren und die Jagd eröffnen, aber der Erzbergrodeo- und Romaniacs-Sieger musste sich schließlich geschlagen geben und verlor den Anschluss.

Husqvarna Pilot Graham Jarvis in einem Flussbett zum Red Bull Sea to Sky 2014 in Kemer, Türkei. Er gewann das Rennen zum dritten Mal.
Graham Jarvis hat seinen Ruf wiederhergestellt © Future7Media

Mit seinem Triumph in der Türkei zog Jarvis in der Siegerliste des Hard Enduros 2014 gleich: Beide haben jeweils zwei Mal gewonnen. Jarvis schnappte sich außerdem einen Hattrick an Red Bull Sea to Sky Siegen.

Hinter dem Top-Duo ging der Fight um den letzten Podestplatz in die heiße Phase und dauerte zwischen Wade Young und Andreas Lettenbichler bis ins Ziel. Im Kampf Jugend gegen Erfahrung siegte der „alte Mann“ Lettenbichler, der die Ziellinie schon sehen konnte, als er Rang drei übernahm.

Weniger als 24 Stunden nachdem sich Paul Bolton im Forest Race die Zehe ausgerenkt hatte, fuhr er eisern zum fünften Rang im heutigen Rennen.

Der 16-jährige Deutsche Manni Lettenbichler war beim Red Bull Sea to Sky der jüngste Teilnehmer und schaffte es in die Top 15.
Manni Lettenbichler fuhr mit Vater Andreas mit © Future7Media

Die fünfte Ausgabe des Red Bull Sea to Sky hat einmal mehr gezeigt, dass es vor allem eines braucht: Absolute Entschlossenheit. Im Ziel waren sowohl einige der jüngsten, als auch der ältesten Teilnehmer dabei.

Der jüngste Finisher dieses Rennens aller Zeiten war Manni Lettenbichler mit nur 16 Jahren. Er tritt in die Fußstapfen seines Vaters Andreas und schaffte es sogar in die Top 15.

„Mein Ziel war es, das Ziel zu sehen und darüber bin ich mehr als glücklich. Es dabei noch in die Top 15 zu schaffen ist ein Bonus und dass ich der jüngste Fahrer aller Zeiten bin, der dieses Rennen zu Ende fährt, ist nur das Sahnehäubchen. Am Ende war das ein hartes Stück Arbeit, aber ich habe mit einigen Fahrern gekämpft und die haben mich ins Ziel gezogen. Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr mehr Hard Enduro Rennen fahren kann.“

Der britische Amateur Andrew Reeves feiert seine Zielankunft beim Red Bull Sea to Sky 2014 auf dem Mount Olympus, Türkei.
Reeves sah das Ziel beim Hare Scrambler drei Mal © Future7Media

Andrew Reeves – ein dreifacher Finisher beim Red Bull Hare Scramble – ist zwar 27 Jahre älter als Manni, kämpfte sich aber bei seinem ersten Versuch beim Red Bull Sea to Sky in die Top 25.

„Wow, was für ein Hammer-Rennen – ich bin echt am Ende, aber auch gleichzeitig echt begeistert. Das Erzberg zu Ende zu fahren war eine der härtesten Dinge, die ich auf einem Motorrad gemacht habe, aber das hier war fast genau so schwierig und das auf eine komplett andere Art. Du fährst die ganze Zeit bergauf und es gibt verdammt noch mal keine Zeit, dich auszuruhen. Meine Arme fühlen sich einen Meter länger an. Ich hatte dennoch Spaß und oben auf dem Berg ins Ziel zu kommen ist atemberaubend. Es war eine tolle Erfahrung und ich habe mir jetzt definitiv ein Bier verdient – oder drei.“

Das Rennen zur Spitze des Mount Olympus, Türkei, beim Red Bull Sea to Sky 2014 in Kemer.
Start zum Main-Event beim Red Bull Sea to Sky © Future7Media
Das Red Bull Sea to Sky Podium mit Sieger Graham Jarvis, Jonny Walker und Andreas Lettenbichler auf Platz drei.
Podium beim Red Bull Sea to Sky © Future7Media

Video: Ein Tag mit den Hard Enduro Helden

Schlamm, Schweiß, Blut, Schmerzen... darum geht es beim Hard Enduro normalerweise. Aber wenn es ums Red Bull Sea to Sky, dem Urlaubsrennen in der Türkei, geht, dann ist alles etwas anders.

Hier seht ihr die besten Enduro-Fahrer der Welt und wie sie sich auf dieses harte Rennen vorbereiten – mit ein wenig Spaß.

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