Mit dem Trialbike durch die unterirdische Eishöhle

Dougie Lampkin verschlägt es in unserem großartigen neuen Film „Tundra Trial“ ins eisige Finnland.
Von JJ Dunning

Willkommen im Snow Village. Das ist auf den ersten Blick ein in die tiefen Schneewehen geschlagenes Freizeitareal im Nordwesten Finnlands. Doch als Dougie Lampkin einen Blick hinter die durchgeknallte Touristenattraktion warf, entdeckte er eine Herausforderung, der er nicht widerstehen konnte. In unserem exklusiven Film zerlegt der international bekannte Trial-Rider mit seinem Bike das Snow Village.

Schaut euch jetzt das Video an und erfahrt mehr über das in Schnee gehüllte Wunderland in der Tundra...

© Rutger Pauw / Red Bull Content Pool

350.000 Kilo Eis, ein Restaurant mit 120 Plätzen unter einer 16 Meter hohen Schneekuppel, eine Eiskapelle mit 50 Plätzen für Hochzeiten, das SnowHotel mit 28 Zimmern und eine eiskalte Eisbar für Menschen, die auf wirklich kalte Drinks stehen. Das Snow Village zu bauen, ist keine leichte Aufgabe. Schaut euch an, was für dieses Shooting alles gemacht werden musste...

Pretty in Pink © Rutger Pauw / Red Bull Content Pool

Dieses Foto, aufgenommen im Snow Village Restaurant, veranschaulicht sehr schön, warum Dougie eigentlich überhaupt nicht hier sein dürfte. Klar, er hat Spikes an den Reifen seines Bikes, doch es ist trotzdem extrem rutschig. Der Sims, auf dem er steht, ist gerade mal 13 Zentimeter breit, und die Decke ist so niedrig, dass Dougie nur wenige Zentimeter Kopffreiheit hat, wenn er auf seinem Bike drüberfährt. Damit ist das Eis nicht schmilzt, ist es im Snow Village außerdem noch kälter als draußen.

Balanceakt © Rutger Pauw / Red Bull Content Pool

Ursprünglich sollte „Tundra Trial“ nur drinnen gedreht werden. Doch als Regisseur Stu Thompson und seine Crew in Finnland ankamen, wurde ihnen klar, dass sie auch die Wildnis der Umgebung zeigen wollten. Diesen Baum, der bereits umgestürzt war, baute Dougies Vater Martin Lampkin, der Creative Director am Set war, in ein Trial-Hindernis um. Man sieht ihn im Hintergrund mit seiner Konstruktion kämpfen.

Die Drohne hebt ab © Rutger Pauw / Red Bull Content Pool

Die Anfangsszenen des Films zeigen ein klassisches Bild aus Lappland: Huskies ziehen einen Schlitten. Teile dieser Sequenz wurden mit der innovativen Octocopter-Drohne gefilmt. Zum Zeitpunkt dieses Fotos laufen die Hunde gerade der Crew, die den nächsten Take vorbereitet, weg. Was der Drohnenpilot Lech (mit der Spiegelsonnenbrille) nicht weiß: Huskies, die einen Schlitten ziehen, können nur in geraden Linien laufen. Sie kommen also nicht so schnell zurück.

Dougie ganz cool auf den Eisblöcken © Rutger Pauw / Red Bull Content Pool

Hier balanciert Dougie auf einigen Blöcken, die noch vom Bau des Snow Village übrig waren. Diese Einstellung wurde um zwei Uhr morgens auf dem zugefrorenen Fluss Lainiojoki bei minus zehn Grad gedreht. Es war so kalt, dass die Akkus der Kameras ziemlich schnell schlappmachten. Auch Dougie behauptete, er laufe nur auf „30 Prozent“. Dazu kam, dass die Crew Angst vor den lauten Geräuschen des Eises hatte. Es knarrt ständig und macht Geräusche, da es sich mit dem Wasser des Flusses bewegt. Trotzdem blieben alle die ganze Nacht, um Zeitrafferaufnahmen vom Polarlicht zu machen.

Letzter Feinschliff am Kurs © Rutger Pauw / Red Bull Content Pool

Einer der Skulpteure verpasst einem Eisblock den letzten Schliff. Dieses Bild vermittelt einen guten Eindruck von der harten Arbeit, die die Konstruktion erfordert. Die Blöcke werden aus dem nahegelegenen Fluss Lainiojoki „geerntet“ und als Grundlage für das gesamte Snow Village verwendet. Die Arbeiter sind sehr gewissenhaft: Sie passen auf, dass jeder Block nur aus Eis besteht und keine Vegetation enthält.

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