Dakar 2015: Sunderland glänzt auf erster Etappe

Sunderland und Al-Attiyah gewinnen, Roma mit Problemen. Die erste Etappe der Dakar 2015.
Von Joseph Caron Dawe & Toni Börner

Die Rallye Dakar 2015 ist am Sonntag in Buenos Aires, Argentinien, gestartet. Insgesamt 665 Piloten standen am Start der 37. Ausgabe dieses weltberühmten Rennens.

Durch die Landschaften Argentiniens ging es am ersten Tag für die Motorräder, Autos, Trucks und Quads nach Villa Carlos Paz. Für alle stand eine erste Sonderwertungsprüfung von 175 Kilometern auf dem Programm, lediglich bei den Autos waren es fünf Kilometer weniger...

Sam Sunderland - Dakar 2015 Etappe 1
Sam Sunderland - Dakar 2015 Etappe 1 © Flavien Duhamel/Red Bull Content Pool

Motorräder: Sunderland gibt gleich Gas

Der Brite Sam Sunderland hat zum Auftakt der Rallye Dakar keine Zeit verschwendet und die erste Etappe der Motorräder gewonnen. Damit übernahm er auch die Gesamtführung.

Sunderland sah mit seiner Red Bull KTM das Ziel knapp vor Honda-Pilot Paulo Gonçalves. Auf den 175 Kilometern der ersten Etappe durch Argentinien, konnte er auch den amtierenden Dakar-Champion Marc Coma hinter sich halten.

Coma, vierfacher Sieger der Dakar, sah das Ziel eine Minute hinter Sunderland und legte damit beim Projekt „Titelverteidigung“ einen soliden Stand hin.

Ergebnis 1. Etappe Motorräder:
1. Sam Sunderland (KTM), 1h18’57”
2. Paulo Gonçalves (Honda) +00’05”
3. Marc Coma (KTM), +01’12”
4. Joan Barreda (Honda), +01’41”
5. Alain Duclos (Sherco), +02’08”

Gesamtstand Motorräder nach 1 Etappe:
1. Sam Sunderland (KTM), 1h18’57”
2. Paulo Gonçalves (Honda), +00’05”
3. Marc Coma (KTM), +01’12”
4. Joan Barreda (Honda), +01’41”
5. Alain Duclos (Sherco), +02’08”

Autos: Al-Attiyah mit starkem Start

Wie Sunderland auf zwei Rädern, machte bei den Autos Nasser Al-Attiyah gleich Druck und gewann die erste Etappe.

Der Katari führte in seinem Mini an jedem Checkpoint und dominierte die erste Etappe, allerdings blieb ihm der Argentinier Orlando Terranova hart auf den Fersen - sehr zum Entzücken der heimischen Fans. Er holte sich Rang zwei.

Der derzeit amtierende Dakar-Champion Nani Roma hatte schon kurz nach Rennstart ein technisches Problem und arbeitet noch an seinem Mini, um diese zu beheben. Ziel für ihn ist derzeit, nicht allzu viel Zeit zu verlieren.

Ergebnis 1. Etappe Autos:
1. Al-Attiyah (Mini), 1h12’50”
2. Terranova (Mini), +00’22”
3. Gordon (Hummer), +01’04”
4. De Villiers (Toyota), +01’12”
5. Holowczyc (Mini), +01’16”

Gesamtstand Autos nach 1 Etappe:
1. Al-Attiyah (Mini), 1h12’50”
2. Terranova (Mini), +00’22”
3. Gordon (Hummer), +01’04”
4. De Villiers (Toyota), +01’12”
5. Holowczyc (Mini), +01’16”

Trucks: Stacey gewinnt ersten Tag knapp

Hans Stacey hat sich auf der ersten Etappe bei den Trucks einen harten Fight mit seinem niederländischen Landsmann Marcel van Vliet geliefert. Am Ende gewann Stacey im Iveco die erste Etappe.

Er sah das Ziel 35 Sekunden vor Van Vliet. Der Tscheche Ales Loprais holte sich Tagesrang Drei - zeitgleich mit Martin Kolomy. Die Top Fünf waren gerade einmal durch eine knappe Minute getrennt. Ayrat Mardeev wurde als Sechster bester Kamaz-Pilot.

Ergebnis 1. Etappe Trucks:
1. Stacey (Iveco), 1h30'43”
2. Van Vliet (MAN), +00'35”
3. Loprais (MAN), 00'47”
4. Kolomy (Tatra), 00'47”
5. Van Den Brink (Renault), +00'58”

Gesamtstand Trucks nach 1 Etappe:
1. Stacey (Iveco), 1h30'43”
2. Van Vliet (Man), +00'35”
3. Loprais (Man), 00'47”
4. Kolomy (Tatra), 00'47”
5. Van Den Brink (Renault), +00'58”.

Ayrat Mardeev - Dakar 2015 Etappe 1
Ayrat Mardeev auf der ersten Etappe © Marcelo Maragni/Red Bull Content Pool

Sam Sunderland:

Ich habe, glaube ich, eine sehr gute Auftakt-Etappe erwischt, auch wenn der Sieg auf der ersten Etappe einer Rallye nicht einen so hohen Stellenwert hat.

„Zu so einem frühen Zeitpunkt im Rennen ist es schwer, überhaupt irgend eine Strategie zu entwickeln. Das Motorrad war perfekt und, auch wenn noch ein weiter Weg vor uns liegt, ich fühle mich wirklich gut.“

Nasser Al-Attiyah:

Auch wenn das eine kurze Etappe war, hatten wir doch einige sehr schwierige Abschnitte dabei und wollten daher nicht allzu viele Risiken eingehen.

„Ich hatte auch das Gefühl, dass die Etappe etwas zu schnell war und das war natürlich auch eine Gefahr. Das Beste ist, dass das Auto so funktioniert hat, wie wir das wollten. Wir haben sehr gut angefangen.“

Hans Stacey:

Ich bin komplett überwältigt, ich habe diese Etappe eingesackt. Ich war im Windschatten von Loprais, aber wir haben einen guten Job gemacht.

„Ich hatte zwei Jahre in Folge Probleme, aber dieses Mal ist alles auf der richtigen Spur und ich fühle mich stark. Auch im Kopf. Das bedeutet noch gar nichts, aber wir sind sehr gut aufgestellt.“

Sam Sunderland - Dakar 2015 Etappe 1
Früher Teamkollegen: Sunderland und Rodrigues © Flavien Duhamel/Red Bull Content Pool

Zweite Etappe: Montag, 5. Januar

Villa Carlos Paz - San Juan
Verbindungsetappe: 107 km, Sonderwertungsprüfung: 518 km

Die längste Sonderwertungsprüfung der Rallye. Die Teilnehmer erwartet ein sehr abwechslungsreicher Marathon-Tag: harter Boden, sandige Abschnitte und die ersten Dünen der diesjährigen Ausgabe.

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