Barreda und Al-Attiyah übernehmen die Kontrolle

HRC-Pilot Joan Barreda und Nasser Al-Attiyah gaben das Tempo auf der 2. Etappe der Dakar vor.
Von Jonathan Campkin

Die zweite Etappe der Rallye Dakar 2015 von Villa Carlos Paz nach San Juan bildete die längste Sonderwertungsprüfung der diesjährigen Auflage. Die Teilnehmer begaben sich dabei auf härtestes argentinisches Terrain.

Die Motorräder, Autos und Quads standen einer harten 518 km langen Sonderwertungsprüfung über sandige Strecken und staubige Abschnitte gegenüber, während die Trucks 331 km zurücklegten.

© Red Bull Content Pool

Motorräder: Barreda liegt vorn

HRC-Pilot Joan Barreda zeigte eine beeindruckende Performance mit der er sich den Sieg der zweiten Etappe in der Motorrad-Kategorie sicherte.

Gleichzeitig konnte er mit dem 11. Etappensieg seiner Dakar-Karriere in der Gesamtwertung einen Vorsprung gegenüber seinen ärgsten Rivalen herausfahren. Sein Honda-Kollege Paulo Gonçalves liegt über vier Minuten hinter dem Führenden.

Der vierfache Dakar-Sieger Marc Coma fuhr nach Problemen mit einem seiner Reifen auf achter Position ins Etappenziel. Damit lag er einen Rang hinter seinem Teamkollegen Matthias Walkner.
Sam Sunderland, der die erste Etappe für sich entscheiden konnte, erlebte hingegen einen frustrierenden Tag. Beim Versuch die Spitze wieder einzuholen fiel er weit zurück.

Ergebnis 2. Etappe Motorräder:
1. Joan Barreda (Honda), 5h46’06”
2. Paulo Gonçalves (Honda), +06’13”
3. Ruben Faria (KTM), +09’16”
4. Jordi Viladoms (KTM), +09’20”
5. Toby Price (KTM), +9’42”

Gesamtstand Motorräder nach 2. Etappe:
1. Joan Barreda (Honda), 7h06’44”
2. Paulo Gonçalves (Honda), +04’37”
3. Ruben Faria (KTM), +10’37”
4. Jordi Viladoms (KTM), +11’24”
5. Toby Price (KTM), +11’32”

Autos: Al-Attiyah kämpft sich zurück

Nachdem er gestern eine 2-Minuten-Strafe aufgebrummt bekam, machte Nasser Al-Attiyah die verlorene Zeit wieder gut. Er fuhr dem Feld schonungslos davon und baute an der Spitze sogar einen starken Vorsprung auf.

Die Toyota-Fahrer Giniel de Villiers und Bernhard ten Brinkejagten an zweiter, beziehungsweise dritter Position hinter ihm her, konnten das Tempo des schnellen Mannes aus Katar aber nicht mitgehen.

Orlando Terranova, der das Feld nach der ersten Etappe noch angeführt hatte, kam auf den letzten Kilometern vom Weg ab, wodurch er über 20 Minuten einbüßte.

Ergebnis 2. Etappe Autos:
1. Nasser Al-Attiyah (Qatar Rally Team) 5h04'50"
2. Giniel de Villiers (Toyota) +08’30”
3. Bernhard ten Brinke (Toyota), +10’04”
4. Krzysztof Holowczyc (Mini), +11’12”
5. Vladimir Vasilyev (Mini) +16'09"

Gesamtstand Autos nach 2. Etappe:
1. Nasser Al-Attiyah (Qatar Rally Team) 6h19'40"
2. Giniel de Villiers (Toyota) +07’42”
3. Bernhard ten Brinke (Toyota), +09’42”
4. Krzysztof Holowczyc (Mini), +10’28”
5. Vladimir Vasilyev (Mini) +17'23"

Der 11-fache Dakar-Sieger Stéphane Peterhansel war als Neunter bester Fahrer des Team Peugeot-Total. Damit landete er direkt vor dem zweifachen WRC-Champion Carlos Sainz, der auf Platz 10 im Etappenziel ankam.

Der Dritte im Bunde des Team Peugeot-Total, Cyril Despres, muss sich noch immer von seinen bisher gewohnten zwei Rädern an vier Räder gewöhnen. Er erlebte einen schwierigen Tag und kam auf Platz 41 an.

Joan Barreda:

Die letzte Strecke war sehr anstrengend und es war entscheidend, konzentriert zu bleiben. Die Etappe war unglaublich anspruchsvoll.

"Wir konnten uns an den Plan halten, den wir vor dem Rennen gemacht hatten und blieben ruhig, obwohl wir das Tempo unbedingt halten wollten, um nicht zurückzufallen."

Nasser Al-Attiyah:

Bei den hohen Temperaturen lief das Auto fantastisch. Wir haben alles gegeben und ich bin extreme glücklich über das heutige Ergebnis!

"Da es die längste Etappe der Rallye war, war es wirklich wichtig, gut abzuschneiden. Wir haben schon vorher viel Zeit damit verbracht, die Details zu lernen und glücklicherweise zahlte sich das aus."

Der Sieger der Dakar 2013, Eduard Nikolaev, ließ einen enttäuschenden siebten Platz bei der ersten Etappe mit einem überragenden Sieg auf Etappe 2 deutlich hinter sich.

Der Russe landete vor Maz-Fahrer Siarhei Viazovich, konnte die Gesamtwertung aber nicht an sich reißen, denn Hans Storey, der Gewinner der 1. Etappe, zeigte eine weitere starke Leistung und sicherte sich Platz vier.

Ergebnis 2. Etappe Trucks:
1. Eduard Nikolaev (Kamaz) 3h34’01”
2. Siarhei Viazovich (Maz) +00’46”
3. Ilgizar Mardeev (Kamaz) +00’49”
4. Hans Stacey (Iveco) +01’27”
5. Martin Kolomy (Tatra) +01’41”

Gesamtwertung Trucks nach 2. Etappe:
1. Hans Stacey (Iveco) 5h06’11”
2. Eduard Nikolaev (Kamaz) +00’20”
3. Martin Kolomy (Tatra) +01’01”
4. Ilgizar Mardeev (Iveco) +01’05”
5. Siarhei Viazovich (Maz) +01’25

Dritte Etappe: Dienstag, 6. Januar

San Juan-Chilecito
Verbindungsetappe: 258 km, Sonderwertungsprüfung: 284km
Am Fuße der Anden fahren die Teilnehmer auf der dritten Etappe über die typische rote Erde, bevor sie Argentinien zunächst verlassen. Felsblöcke und große Steine können auf diesem Abschnitt zu einer Gefahr werden.

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