Dakar: Walkner gewinnt, Sainz auf der Überholspur

Walkner lässt den Rest hinter sich während die Peugeots eine starke dritte Etappe abliefern.
Von Jonathan Campkin

Die dritte Etappe der Rallye Dakar 2015 von San Juan nach Chilecito war zwar kürzer und weniger anstrengend als die Marathon-Etappe am Montag, ließ den Teilnehmern aber trotzdem keine Zeit, die berauschende argentinische Landschaft zu genießen.

Die Autos und Trucks fuhren eine 284 km lange Sonderwertungsprüfung. Die Motorräder und Quads kämpften sich durch eine 220 km lange Strecke voller Steine...

Motorräder: Walkner gewinnt, Coma macht Boden gut

Dakar-Neuling Matthias Walkner unterstrich sein ohnehin schon steigendes Ansehen mit einem Etappensieg an seinem dritten Tag.

Der Österreicher fuhr 40 Sekunden vor dem amtierenden Champion Marc Coma ins Ziel, der einerseits auf Position vier der Gesamtwertung nach vorne klettern konnte, nachdem er eine Minute auf seinen Rivalen und den aktuell Führenden Joan Barreda gutmachen konnte.

Der Spitzenfahrer aus Spanien kam als Dritter an und stärkte seine Position damit noch mehr. Gleichzeitig konnte er einen größeren Vorsprung auf Paulo Gonçalves herausfahren.
 
Ergebnisse 3. Etappe Motorräder:
1. Matthias Walkner (KTM), 2h 34’28”
2. Marc Coma (KTM), +00’40”
3. Joan Barreda (Honda), +01’53”
4. Toby Price (KTM), +02’45”
5. Paulo Gonçalves (Honda), +02’49”

Gesamtstand Motorräder nach 3. Etappe:
1. Joan Barreda (Honda), 9h 43’05”
2. Paulo Gonçalves (Honda), +05’33”
3. Matthias Walkner (KTM), +10’33”
4. Marc Coma (KTM), +10’50”
5. Ruben Faria (KTM), +12’10”

Carlos Sainz Dakar Rally Etappe 3
Carlos Sainz

Autos: Terranova gewinnt, Peugeot-Fahrer holen auf

Der Argentinier Orlando Terranova bescherte seinen heimischen Zuschauern einen Glückstag und eroberte mit einer starken Leistung bereits den zweiten Etappensieg der diesjährigen Rallye Dakar.

Im Vergleich zur ersten Etappe hatte er dieses Mal aber keine Zeitstrafe seines Gegners nötig, sondern dominierte in seinem Mini deutlich und landete fast zwei Minuten vor Toyota-Fahrer Giniel de Villiers.

Mit Yazeed Al-Rajhi zeigte ein weiterer Neuling eine starke Vorstellung. Er beendete den Tag als Dritter, etwa drei Minuten hinter Terranova.
 
Ergebnis 3. Etappe Autos
1. Orlando Terranova (Mini) 2h 57'28"
2. Giniel de Villiers (Toyota) +01’54”
3. Yazeed Al-Rajhi (Toyota), +02’52”
4. Carlos Sainz (Peugeot), +04’06”
5. Nasser Al-Attiyah (Qatar Rally Team) +04'18"

Gesamtstand Autos nach 3. Etappe:
1. Nasser Al-Attiyah (Qatar Rally Team) 9h 21'26"
2. Giniel de Villiers (Toyota) +05’18”
3. Orlando Terranova (Toyota), +18’05”
4. Carlos Sainz (Peugeot) +19’32”
5. Yazeed Al-Rajhi (Toyota) +20’08”

Das Team Peugeot-Total holt nach und nach auf. Carlos Sainz, der die Rallye Dakar 2010 gewann, wurde Vierter und verlor nur zwei Minuten auf den Etappensieger.

Der fünffache Dakar-Gewinner Stéphane Peterhansel musste ebenso einen langen Weg gehen, um die verlorene Zeit vom Montag wieder gutzumachen. Er fuhr seinen Peugeot 2008 DKR an siebter Position ins Etappenziel. Der ehemalige Red Bull KTM Pilot Cyril Despres kommt auf vier Rädern immer besser zurecht und eroberte einen starken 14. Platz.

Andrey Karginov - Dakar 2015 Stage 3
Andrey Karginov © Marcelo Maragni/Red Bull Content Pool

Trucks: Mardeev kontrolliert das Geschehen

Airat Mardeev zeigte auch am dritten Dakar-Tag eine starke Leistung und sicherte sich damit die Spitze in der Gesamtwertung der Truck-Kategorie.

Der Kamaz-Fahrer kam fast zwei Minuten vor Andrey Karginov und viereinhalb Minuten vor Gerard de Rooy im Ziel an. Damit baute er seinen Vorsprung an der Spitze auf ganze acht Minuten aus.
 
Ergebnis 3.Etappe Trucks:
1. Airat Mardeev (Kamaz) 3h 19’06”
2. Andrey Karginov (Kamaz) +01’51”
3. Gerard de Rooy (Iveco) +04’30”
4. Ales Loprais (Man) +07’00”
5. Dmitry Sotnikov (Kamaz) +07’32”

Gesamtwertung Trucks nach 3. Etappe:
1. Airat Mardeev (Kamaz) 8h26’22”
2. Ales Loprais (Man) +07’55”
3. Andrey Karginov (Kamaz) +07’58”
4. Eduard Nikolaev (Iveco) +08’07”
5. Martin Kolomy (Tatra) +08’22

Stéphane Peterhansel and Carlos Sainz of Team Peugeot-Total at the Dakar Rally
Stéphane Peterhansel und Carlos Sainz © Flavien Duhamel/Red Bull Content Pool

Matthias Walkner:

Ich bin sehr glücklich über das heutige Ergebnis. Ich habe einen kleinen Fehler gemacht, konnte aber trotzdem schneller fahren als Barreda. Das ist sehr positiv!

"Der schwierigste Teil der Rallye liegt noch immer vor uns und die Navigation wird dabei zweifellos der wichtigste Aspekt sein.

Vierte Etappe: Mittwoch, 7. Januar
 

Chilecito-Copiapo
Verbindungsetappe: 594 km, Sonderwertungsprüfung: 315km
Die Teilnehmer werden etwa 4.800 Höhenmeter erklimmen, bevor sie in Paso San Francisco die Grenze nach Chile überqueren. Die letzten 40 km bilden den schwierigsten Abschnitt, denn die berühmten gigantischen Dünen von Copiapo werden zu einer wahren Herausforderung.

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