Was treibt Stéphane Peterhansel an?

Wer hat die Dakar-Legende inspiriert? Und warum ist er Jahr für Jahr wieder mit dabei?
Stephane Peterhansel Peugeot Rally Dakar 2015
Peterhansel am Steuer des 2008DKR © Red Bull Content Pool
Von Anthony Peacock

Der 49-jährige Franzose Stephane Peterhansel stand RedBull.com zwischen Dünen, Staub und Sand auf der Rallye Dakar 2015 Rede und Antwort...

Wer ist im Motorsport dein Held?
Für Helden bin ich ein wenig zu alt! Aber als ich jung war, habe ich für gewöhnlich zu zwei Fahrern aufgeschaut, das waren Ayrton Senna und Colin McRae. Ich mochte ihre Leidenschaft und wie entschlossen sie an den Rennsport gegangen sind. Das hat mich inspiriert. Aber wenn du älter wirst, gehst du deinen eigenen Weg.

Was hat dich überhaupt zur Dakar gebracht?
Ich war schon immer der Wettkampf-Typ und mochte die Freiheit der offenen Straße. Die Dakar ist eines dieser legendären Events, daher war ich von Anfang an begeistert. Die hohen Geschwindigkeiten, das Adrenalin und die Landschaft. Mir macht das ganze Rennen wirklich richtig Spaß, nicht nur das Racing an sich, sondern auch die Vorbereitung und die ganze Atmosphäre.

Ari Vatanen schoss an mir vorbei und ließ mich im Staub stehen. Ich habe da zu mir gesagt: ‚Eines Tages will ich das auch können.’

Hattest du bei der Dakar einen Helden?
Nicht wirklich, aber ich habe noch klare Erinnerungen an meine erste Dakar als Motorradfahrer, 1988. Ich war irgendwo in der Ténéré in der Sahara, der Peugeot 205 von Ari Vatanen schoss an mir vorbei und ließ mich im Staub stehen. Ich habe da zu mir gesagt: ‚Eines Tages will ich das auch können.’ Wenn ich heute also sage, dass es schon immer mein Traum war, für Peugeot die Dakar zu fahren, dann ist das mehr als wahr: Ich habe 25 Jahre darüber nachgedacht.

© Philippe Montigny/Red Bull Content Pool

Warum kommst du immer wieder zur Dakar zurück?
Ich habe noch immer Spaß am Fahren. Und, in diesem Falle, auch, weil ich die Chance hatte, ein fantastisches Auto wie den Peugeot 2008 DKR zu fahren. Wenn es nur darum gegangen wäre, ein Standard-Auto zu fahren, wäre ich sicher nicht so enthusiastisch gewesen, aber das war eine ziemlich einmalige Möglichkeit, etwas ganz besonderes zu fahren.

Wie sind deine ersten Tage mit diesem Auto gelaufen?
Ich glaube das Auto kann schneller, als am ersten Tag, aber wir haben auch nicht hart gepusht und das Gelände hat uns nicht so sehr gepasst. Ich habe aber auch gelernt, dass man die Dakar langfristig angehen muss. Es bringt überhaupt nichts, sich bis zum letzten Tag über die Gesamtwertung Gedanken zu machen - aber in diesem ersten Jahr ist es einfach unser Haupt-Ziel, dort hin zu kommen.
 

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