Dakar 2015: Terranova holt Tagessieg

Etappe 7 der Rallye Dakar: Terranova gewinnt, de Villiers holt auf Al-Attiyah auf.
Von Joseph Caron Dawe & Toni Börner

Autos: Sieg für Terranova

Orlando Terranova hat die siebte Etappe der Rallye Dakar bei den Autos gewonnen. Der Argentinier klassierte sich um 02:20 Minuten vor dem Saudi-Arabier Yazeed Alrajhi. Auf der Marathon-Etappe vom Samstag sah der Niederländer Bernhard ten Brinke das Ziel als Dritter. Nach den Siegen auf der ersten und dritten Etappe wurde es der diesjährige dritte Tageserfolg von Terranova.

Der Katari Nasser Al-Attiyah vom Qatar Rally Team konnte nur den siebten Tagesrang nach Hause bringen, dabei seine Gesamtführung aber verteidigen. Der Mini-Pilot büßte aber rund drei Minuten auf seinen ärgsten Verfolger, Giniel de Villiers, ein, der als Sechster einen Tagesrang besser ins Ziel kam.

Das Terrain bot dabei einige Schwierigkeiten: Schlammige Abschnitte, große Pfützen - all das machte die heutige Etappe zu einer besonderen Herausforderung.

Ergebnis Autos 7. Etappe:
1. Terranova (Mini), 3h 31m 18s
2. Al-Rajhi (Toyota) +02m20s
3. Ten Brinke (Toyota) +02m28s
4. Holowczyc (Mini) +02m57s
5. Roma (Mini) +04m02s

Gesamtstand Autos nach 7 Etappen:
1. Al-Attiyah (Mini), 23h11’50s
2. De Villiers (Toyota), +08’14”
3. Alrajhi (Toyota), +21’16”
4. Holowczyc (Mini), +54’02”
5. Ten Brinke (Toyota), 57’03”

Trucks: Loprais gewinnt, Nikolaev mit Problemen

Pech für Nikoleav: Der KAMAZ-Pilot hatte am gestrigen Tag die Gesamtwertung noch mit soliden 13:38 Minuten Vorsprung angeführt, hatte heute aber mit einem Problem zu kämpfen: Zwischen den Check-Points vier und fünf verlor er über eine Stunde.

Am Ende ging der Tagessieg an den Tschechen Ales Loprais. Er setzte sich um knappe sechs Minuten gegen den Niederländer Gerard de Rooy durch, der blieb zehn Sekunden vor Andrey Karginov.

Durch Nikolaevs Pech konnte Ayrat Mardeev mit seinem fünften Tagesrang die Führung in der Gesamtwertung übernehmen. Er liegt nun 22 Minuten vor Karginov und 44 Minuten vor Sotnikov. Wie es sich heute aber gezeigt hat: Zur Halbzeit der härtesten Rallye der Welt hat dies noch nichts zu bedeuten.

Ergebnis Trucks 7. Etappe:
1. Loprais (MAN) 4h 02m 54s
2. De Rooy (Iveco) +05m 39s
3. Karginov (KAMAZ) +05m 49s
4. Sotnikov (KAMAZ) +07m 17s
5. Mardeev (KAMAZ), +08m 14s

Gesamtstand Trucks nach 7 Etappen:
1. Mardeev (KAMAZ), 22h 35m 32s
2. Karginov (KAMAZ), +22m 13s
3. Sotnikov (KAMAZ), +44m 06s
4. Loprais (MAN), +01h 11m 20s
5. Stacey (Iveco), +01h 47m 43s

Nasser Al-Attiyah

Die Etappe war nicht das Schwierige, sondern die Höhe. Ich musste drei Mal anhalten und mich übergeben, ich hatte bei jeder Bodenwelle fürchterliche Kopfschmerzen.

Ich habe etwas Zeit verloren, aber das ist nicht schlimm. Wir müssen unser Limit nicht überpushen. Das Auto ist gut in Schuss, wir werden nur die Reifen wechseln, ein paar Dinge checken und dann eine Pause machen.

Orlando Terranova

Es war wirklich schwierig, hart und kompliziert, aber wir haben es geschafft.

Wir werden jetzt versuchen, das Auto nach Chile zurück zu bringen, damit es sich unsere Crew anschauen kann. Wir werden besser, aber wir müssen noch weiter hart arbeiten, um Fehler zu vermeiden. Nächstes Jahr werden wir stärker sein.

Joan Barreda- Dakar 2015 Etappe 7
Joan Barreda - Dakar 2015 Etappe 7 © Red Bull Content Pool

Pause für Motorräder und Quads

Nach knapp 4.500 Kilometern - davon 2.000 gewertet - hatten die Führenden der Motorrad-Wertung - Joan Barreda und Marc Coma - einen Tag Zeit, ihre Akkus so gut es geht wieder aufzuladen. Trotzdem gab es allerhand zu tun und richtig Ruhe kam nicht auf.

Nachdem sie etwas Schlaf nachgeholt hatten, folgten Team Meetings und Presse-Termine, außerdem musste das Roadbook für den nächsten Tag vorbereitet werden. Physiotherapie stand ebenfalls auf dem Programm, um die Schmerzen der Vor-Woche so gut es geht zu therapieren. Morgen geht es dann in die zweite, entscheidende, Hälfte der Rallye Dakar 2015.

Etappe 8: Sonntag, 11. Januar 2015

Iquique-Uyuni
Verbindungsetappe: 396 km, Sonderwertungsprüfung: 321 km

Die nächste Etappe - für Motorräder und Quads die Siebte, für Autos und Trucks die Achte - wird lang und hart und beinhaltet zwei Marathon-Etappen. In der ersten, von Iquique nach Uyuni, dürfen die Piloten keine technische Hilfe in Anspruch nehmen. Außerdem müssen sie auf eine Höhe von 3.500 Metern fahren! Es wird mehr als wichtig sein, die Reifen einzuteilen.

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