Warum Seb Loeb bei der Rallye Monte Carlo fährt

Sébastien Loeb wird bei der Rallye Monte-Carlo sein WRC-Comeback geben. Wir haben die Gründe.
Von Greg Stuart

Wenn du neun Mal Rallye Weltmeister warst - so wie Sébastien Loeb - dann muss es schon außergewöhnliche Gründe geben, um bei der legendären Monte-Carlo Rallye ein Comeback zu geben.

When you've won nine World Rally Championship titles like Sébastien Loeb has, the lure of returning to the series for the legendary Monte-Carlo Rally must be strong.

© Flavien Duhamel/Red Bull Content Pool

Scheinbar ist der Verlockung für Loeb aber zu groß gewesen: Am 22. Januar 2015 wird der erfolgreichste WRC-Pilot aller Zeiten wieder am Lenkrad eines Citroën DS3 WRC sitzen und die berühmte Monte Carlo fahren.

Natürlich darf man auf das Comeback Loebs gespannt sein, wenngleich dies nur für ein Rennen sein wird („Es gibt keine Pläne an weiteren WRC-Läufen teilzunehmen“, hat er uns verraten). Seine Rückkehr wird mit einem Comic-Video gefeiert (siehe oben), wir haben uns mit ihm unterhalten.

Loeb erklärte RedBull.com seine Gründe für das Comeback...

Grund 1: Er wurde einfach gefragt…

Wohl der einfachste Grund! „Citroën hat mich gefragt, ob ich an der Rallye Monte-Carlo teilnehmen wolle und ich habe mir so gedacht: ‚Warum nicht?’. Ich habe tolles bei der Rallye Monte-Carlo erlebt“, sagt er. Gesagt, getan! Loeb stand 2002 bei der Rallye Monte-Carlo erstmals auf dem obersten Treppchen, wenngleich ihm später der zweite Platz nach einem nicht regelkonformen Reifenwechsel zugesprochen wurde. Wird er am Sonntag, dem 25. Januar 2015, dann seinen achten Monte-Sieg feiern?

Sébastien Loeb bei der Rallye Monte-Carlo 2004 in seinem Citroën Xsara WRC.
Loeb hat die Monte bislang sieben Mal gewonnen © Citroën Racing Media

Grund 2: Heim-Rennen des Co-Piloten

„Man darf nicht vergessen - Daniel Elena ist in Monaco geboren“, sagt Loeb. Die Entscheidung noch mal ins Cockpit zu stiegen, ist daher teilweise auch zu Ehren des langjährigen und treuen Co-Piloten Daniel Elena gefallen. Seit der Rallye Frankreich von 2013 sind die beiden nicht mehr zusammen gefahren, aber dennoch verbindet die Beiden eine ganze Menge. „Es war ziemlich überraschend, wie schnell wir wieder einen gemeinsamen Rhythmus gefunden haben“, so Loeb. „Es hilft sicher auch, dass ich Daniel hier und da treffe, denn wir leben in der Schweiz nicht weit von einander weg.“

Grund 3: Er will wieder gewinnen

78 WRC-Siege holt man nicht einfach so im Vorbeigehen, da braucht es in gewisser Weise Ellbogen. Loeb plant bei der Rallye Monte-Carlo in diesem Jahr sicher keine Sonntags-Spazierfahrt. „Zu allererst will ich Spaß haben“, gesteht er. „Aber am Ende bin ich Sportler und ich will immer Gewinnen - auch wenn das dieses Mal echt eine ziemliche Herausforderung werden wird! Ich bin über ein Jahr nicht mehr regelmäßig zusammen mit Daniel in einem Auto gesessen. Nichtsdestotrotz werde ich bei der Monte Carlo alles geben.

Grund 4: Er hat seine Rallye-Skills genau für einen solchen Fall scharf gehalten

Loeb ist letztes Jahr auf die Rennstrecke gewechselt und hat in der World Touring Car Championship (WTCC) mit Citroën bereits Rennsiege gefeiert. Das bedeutet aber nicht, dass seine Fähigkeiten in einem Rallye-Wagen wie davon gepustet sind. Im November gewann er mit seiner Frau Severine auf dem Beifahrer-Sitz die Rallye du Var. „Sicher, die Teilnahme und der Sieg bei der Rallye du Var im letzten Jahr war ein wichtiger Schritt in der Vorbereitung der Monte Carlo“, bringt er es auf den Punkt.“

Grund 5: Es ist die Monte!

Unter den WRC-Events zählen die Rallye Finnland, die Wales Rallye und die Rallye Monte-Carlo zu denjenigen, die einem Ritterschlag gleich kommen. Um die Straßen in Frankreich und Monaco reihen sich eine Menge Mythen, die die Rallye Monte Carlo ausmachen und die Fans und Fahrer gleichermaßen in ihren Bann ziehen. Bei Loeb ist das nicht anders. „Die Stimmung bei der Monte Carlos ist atemberaubend“, bestätigt er. „Einfach wunderbar.“

read more about
Zur nächsten Story