Wie die Dakar ihren Tribut zollt

    Ein Tribut an diejenigen, die die Dakar geschafft haben - die Gesichter vorher und nachher!
Von Paul Keith

Wir leben in einer virtuellen Welt, das Internet ist ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens geworden. Das Web ermöglicht und Dinge zu „erleben“, die vor Jahrzehnten noch undenkbar waren. Aber die Realität schlägt nichts, nicht, wenn es etwas gibt, was durch jede Pore unserer Haut dringt.

Hunderte bereiten sich ein ganzes Jahr lang vor, um die härtesten zwei Wochen ihres Lebens auf einem Motorrad zu überstehen. Das Ziel ist für die meisten relativ einfach: Bis ans Limit und knapp darüber gehen. Sie wollen einfach das unmögliche schaffen - und nach 13 Etappen durch die Hölle in Buenos Aires ankommen.

Heute geht es aber nicht um die Comas oder Al-Attiyahs, sondern um Yvan oder Mikael. Gewöhnliche Männer, gleichzeitig aber auch ganz besondere Helden, denn sie haben die Rallye Dakar geschafft. Ihre Gesichter schreiben Bände - vor und nach dem Abenteuer ihres Lebens. Keine Erklärung notwendig.

Hans Vogels Rallye Dakar 2015
Hans Vogels: Vorher-Nachher © Red Bull Content Pool

Hans Vogels: Vom Enduro zu den Rallye Raids

Er war schon einer der besten niederländischen Enduro-Piloten: Hans Vogels. Einen Monat vor seiner ersten Dakar im letzten Jahr hatte er sich noch das Schlüsselbein gebrochen, nahm aber trotzdem an der Rallye teil und wurde 22. Bester Rookie. Dieses Jahr wurde er Elfter! „Das ist so hart, die Dakar kann man mit nichts vergleichen!“ Hans Vogels wird auch 2016 wieder dabei sein.

Hans Vogels (Niederlande)
2015 Dakar: 11.
2014 Dakar: 22.
8-facher Niederländischer Enduro Champion
2012 Niederländischer Enduro Champion, E2-Klasse
2012 Gold Medialle, Six Days of Germany
2012 10. World Enduro Champioship, E2-Klasse

Yvan Reynaud Rallye Dakar 2015
Yvan Reynaud: Vorher/Nachher © Red Bull Content Pool

Yvan Reynaud: Mission Accomplished

Letztes Jahr, auf seiner ersten Dakar, schaffte Yvan die dritte Etappe nicht, aber davon ließ er sich nicht aufhalten. „Das war ziemlich frustrierend, aber ich fordere mich immer wieder selbst heraus. Mein Ziel war, das Rennen zu beenden, auch wenn das manchmal einfach zu schwer ist. Du kommst 5 Uhr Morgens an und eine Stunde später musst du schon wieder losfahren!“ Dieses Mal schaffte es Reynaud nach Buenos Aires und schaffte damit seine Mission - als Letzter der Gesamtwertung, aber geschafft!

Yvan Reynaud (Fankreich)
2015 Dakar: 79.
2014 Dakar: Aufgabe auf der dritten Etappe

Thomas Berglund Rally Dakar 2015
Thomas Berglund: Vorher/Nachher © Red Bull Content Pool

Thomas Berglund: Zweiter beim Marathon 450

Er ist Offizier der Schwedischen Armee und bereits ein Dakar-Veteran. Er ist sowohl in Afrika, als auch in Südamerika gefahren. Berglund fuhr zwei Mal in die Top 20 und holte dieses Jahr in der Marathon 450-Klasse Rang zwei. „2013 ging mir der Motor meiner Husaberg zwei Tage vor dem Ziel kaputt. Danach brauchte ich eine Paise. Dieses Jahr wollte ich die Marathon-Klasse gewinnen und zum dritten Mal in die top 20.“ Thomas war an seinem Ziel recht nah dran.

Thomas Berglund (Schweden)
2015 Dakar: 23., 2. Marathon-Klasse
2014 Dakar: Keine Teilnahme
2013 Dakar: Aufgabe auf 12. Etappe
2012 Dakar: 37.
2011 Dakar: Aufgabe auf 4. Etappe
2010 Dakar: 12.
2009 Dakar: Aufgabe auf 10. Etappe
2007 Dakar: 17.

Mikael Berglund Rallye Dakar 2015
Mikael Berglund: Vorher/Nachher © Red Bull Content Pool

Mikael Berglund: Familien-Angelegenheit

Zu allererst: Mikael und Thomas Berglund sind nicht verwandt. Mikael hat aber einen jüngeren Bruder, Anders, der auch die Rallye Dakar fährt. Die beiden großgewachsenen 50-jährigen Schweden kamen nackt zum Event, um Sponsoren zu finden, bedeckten ihre „Privat-Zonen“ mit ihren Händen und hielten ein Schild hoch: „Dress us up“, also „Gebt uns etwas zum Anziehen“. Mikael holte Platz 67, Anders erreichte Buenos Aires als 74.

Mikael Berglund (Schweden)
2015 Dakar: 67.
2013 Mongolei Rallye
2010 Tuareg Rallye
2008 Australien Safari Rallye

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