Die Symphonie der WRC

Die fünf besten Sounds der WRC-Autos.
Von Greg Stuart

In der Rallye Weltmeisterschaft ist der Sound eines Autos fast genauso wichtig, wie das Aussehen. Auf den Etappen selbst hört man sie manchmal minutenlang ankommen, die Motoren dröhnen durch die Natur, die Autos sind noch nicht zu sehen. Dann, plötzlich, donnern sie an den Fans vorbei und schwupp-die-wupp sind sie auch schon wieder Weg. Diese Motorengeräusche sind es, die einem die Nackenhaare aufsteigen lassen, der Sound dringt durch das Knochenmark.

Wir haben uns zusammengehockt und die besten Motor-Sounds der WRC aus den letzten 40 Jahren zusammengetragen. Unten kommen die Top Fünf der RedBull.com Redaktion. Nicht einverstanden? Fehlt etwas? Sag uns deinen Lieblingssound auf Twitter oder Facebook.

Audi Quattro S1
Motor: 2.1-Liter Turbolader, Fünf-Zylinder

Der legendäre Sound des Audi-Auspuffs ist nicht nur einer der besten in der WRC, sondern gehört mit Sicherheit zu den besten aller Rennautos aller Zeiten. Der Sound ist fast butterweich, der turbogeladene Fünfzylinder klingt nie gestresst oder überlastet, wenn die Gänge durchgehauen und die 600 PS auf die Straße gedrückt werden.

Die Lautstärke und der Speed des Autos lassen es am Rande einer Rallye-Etappe schier einschüchternd wirken. Der Sound des Quattro-Motos ist schön und rund, kein Schreihals.

Der Audi Quattro S1 auf einer Piste in Tasmania im Video unten.

© Audi

Subaru Impreza
Motor: 2.5-Liter Vierzylinder-Boxer

Autosport Rallye-Redakteur David Evans schrieb einst über den Sound des Subaru Impreza und am Steuer Colin McRea: „Trennt man sie, ist das wie Gin ohne Tonic, Butter ohne Brot. Das ungleichmäßige Trällern des Impreza Boxer-Motor im Vollgasmodus war der Soundtrack der Karriere von Colin.“

Es war auch der Soundtrack der Rallye WM Mitte der 90er, als McRae zum jüngsten WRC Champion aller Zeiten wurde. Es war kein schöner Lärm, aber das tiefe Grummeln des Subarus war sofort wiederzuerkennen.

Ein Meister-Werk im Video unten: Colin McRae kämpft in der Saison 1996 mit dem Impreza.

Lancia Stratos HF
Motor: 2.4-Liter V6

Als Enzo Ferrari einst gefragt wurde, welche Philosophie bei ihm dahinter stünde, wenn er Autos baut, war seine Antwort: „Ich mache Motoren und bringe Räder daran an.“ Als es also daran ging den Motor für das Auto zu bauen, welches den verstorbenen Sohn, Dino, ehren sollte, ging der große Enzo Ferrari noch einmal extra auf Nummer sicher, dass seine Ingenieure mit etwas besonderem daherkamen.

Und was er abgeliefert hat! Der 2,4 Liter V6 für den Dino war der Gipfel, eine Symphonie wie in einem Hornissennest. Und als Lancia diesen Motor in den Stratos steckte und auf die Rallyes schickte, wurde Geschichte geschrieben. Was für ein Klang!

RedBull.com-Approved: Die Legende Björn Waldegård testet den Lancia Stratos.

Ford Escort Mk II
Motor: 2.0-Liter Vierzylinder

Ein Ford Escort Mk II RS1800 ist so ziemlich Rallye Auto 101. Man kann den Sound des Zweiliter-Motors kaum beschreiben, er ist monströs, dreht immer höher und höher, die Hinterräder übersteuern in den Kurven. Es ist irgendwie DER Rallye-Sound schlecht hin.

Volkswagen WRC Pilot Jari-Matti Latvala nimmt uns in seinem Ford Escort RS1800 mit auf eine gemütliche Runde.

Porsche 911 SC RS
Motor: 3.0-Liter Sechser

Manche mögen es nie verzeihen, dass der 911 den Motor hinten hin bekam, andere wiederum loben, dass Porsche diesen Motor über 35 Jahre lang luftkühlen ließ.

Wie dem auch sei, der Sound des 911 SC RS war immer beeindruckend, besonders auf einer Rallye-Etappe, wenn er in den Drehzahlbegrenzer gejagt wird.

It's Colin McRae Time - noch einmal! Unten zeigt der Schotte, wie man den Porsche 911 SC RS ran nimmt und vergleicht ihn mit dem moderneren Subaru Impreza.

Welche sind eure liebsten WRC Motor-Sounds? Sagt es uns unten in den Kommentaren oder mit dem Hashtag #WRCFeelTheNoise auf Facebook und Twitter.

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