5 Dinge, die uns die Rallye Portugal gezeigt hat

Jari-Matti Latvala holt sich seinen ersten Sieg 2015 - mehr Infos zur Rallye gibt's hier.
Rallye Portugal 2015: Jari-Matti Latvala.
Latvala gewinnt die Rallye Portugal © Volkswagen Motorsport
Von Greg Stuart

Jari-Matti Latvala holte sich bei der Rallye Portugal seinen ersten Sieg in der Rallye-Weltmeisterschaftssaison 2015, wobei er seinen VW Polo R WRC gekonnt über die engen und kurvigen Schotterstraßen der Region um Porto in Nordportugal navigierte, wo die Rallye zum ersten Mal seit 14 Jahren wieder stattfand.

Latvala, der seine Teamkollegen Sébastien Ogier und Andreas Mikkelsen, die dem VW-Team seinen zweiten Podiumsplatz in der modernen Ära eingefahren haben, gut in Schach halten konnte, zeigte allen, dass sein Talisman nach einer bisher schwierigen Saison wieder voll funktionstüchtig war. Kris Meeke holte sich Platz 4 und Ott Tänak von M-Sport Platz 5.

Das haben wir aus der Rallye Portugal gelernt…

1) Latvala ist wieder in Form

Jari-Matti Latvala ist ein ‚Gefühlsfahrer‘ und wenn er mal drin ist, kann man ihn fast nicht schlagen. Latvala konnte seine Nerven bewahren und sich seinen ersten 25-Punkter in diesem Jahr sichern, als er einem überraschenden Gegenangriff von Sébastien Ogier, der den Franzosen von Platz 6 am Freitagabend auf den zweiten Platz in der Gesamtwertung brachte, standhalten konnte. Außerdem schnappte er sich zwei Extrapunkte für die zweitschnellste Poweretappenzeit.

„Nach der Zeit, die ich in den letzten drei Rallies hatte, glaube ich, dass einige daran zweifelten, dass ich jemals zurück kommen würde”, sagte ein erleichterter Latvala, nachdem er gerade mit der Faust auf dem Dach seines Autos am Ende der letzten Etappe gejubelt hat. „Das war eine der schwierigsten Zeiten in meiner Karriere… Und wenn man es dann schafft, zu gewinnen, ist das etwas ganz Besonderes.“

Rallye Portugal 2015: Jari-Matti Latvala.
Latvala schaut in Portugal glücklicher aus © Volkswagen Motorsport

2) Der neue Fiesta von M-Sport hört sich toll an – aber das Glück ließ auf sich warten…

M-Sport kam mit einem Ford Fiesta RS WRC in Nordportugal an, bei dem 80 Prozent der Teile neu waren. Es dauerte nicht lange, bis die Fans twitterten, wie gut sich der Fiesta anhörte, doch war es nicht der passende Fiesta für Elfyn Evans, als die elektronische Geschwindigkeitsregelung – ironischer Weise ein Teil, der vom alten Auto übernommen wurde – kaputtging. Die Dinge wurden nur noch schlimmer für Evans, als er dann auch noch seine vordere Feder an einem Felsen zerstörte, als er zurück ins Rennen ging und sein Auto kurzzeitig brannte.

Rallye Portugal 2015: Elfyn Evans.
Elfyn Evans hatte eine harte Rallye © McKlein/M-Sport

3) Kris Meekes Geschwindigkeit ist kein glücklicher Zufall

Citroën protzte mit einem neuen Lack für den DS 3 in Portugal. Und nach seinem Sieg bei der Rallye Argentinien bewies Kris Meeke, dass seine Geschwindigkeit in Südamerika nichts mit Glück zu tun hatte und führte sogar kurz in Portugal. Während der kompletten Rallye war er nie schlechter als auf Platz 4. Wenn man bedenkt, dass der DS 3 bereits zweimal die Meisterschaft gewonnen hat - in den Händen von Sébastien Loeb – wird Citroën erleichtert sein, dass sie endlich wieder zu den Besten in Sachen Geschwindigkeit gehören.

Rallye Portugal 2015: Kris Meeke.
Kris Meeke im DS 3 WRC in den neuen Farben © Citroën Racing Media

4) Der Umzug nach Nordportugal war eine gute Entscheidung!

Die Rallye Portugal ist von der Algarve hoch in den Norden des Landes gezogen und hat dort zum ersten Mal seit 14 Jahren stattgefunden – anstandshalber inklusive dem berühmten Fafe Sprint! Während die Fahrer die Fafe Etappe mit ihrem legendären Sprung gerne bezwangen, bedeutete der Umzug in den Norden auch, dass sich die Crews 315 Kilometer auskundschaften mussten und komplett neue Pace Notes aufstellen mussten – kein Kinderspiel!

Und wie wir letztes Jahr herausgefunden haben, sind gute Pace Notes in Portugal unverzichtbar – hier kannst du sehen, was wir meinen.

Rallye Portugal 2015.
Die Landschaft von Nordportugal ist wunderschön © Citroën Racing Media

5) Škoda’s neuer R5 funktioniert in der WRC2

Obwohl Nasser Al-Attivah, der stets gute Leistungen erzielt, in der WRC2 Spitzenplätze belegte, war es ein erfolgreiches Debüt für den neuen Škoda Fabia R5, der in den Händen von Esapekka Lappi und Pontus Tidemand die übrigen Podiumsplätze aufsaugte. Schaut auch gut aus, oder?

An einer anderen Stelle in der WRC2 hatte Jari Ketomaa Glück im Unglück bei einem schweren Crash beim legendären Fafe Sprung, als er seinen Ford Fiesta umdrehte und nach einer unglücklichen Landung einen Reifen abriss. Check den Tweet unten aus, wenn du sehen willst, was passiert ist…

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