Moto-DNA: Everts und Cairoli verändern den MX

Ist Talent angeboren oder kann man es sich erarbeiten?
Stefan Everts Red Bull KTM Motocross
Es liegt in den Genen - Gestern © Fabio Piva/Red Bull Content Pool
Von Paul Keith

Im Motocross hat es schon viele großartige Fahrer gegeben, aber nur einige wenige unter ihnen sind wirkliche Ausnahmetalente. Die MX Weltmeisterschaft jährt sich nun zum 63. Mal und hat bereits unglaubliche Rider hervorgebracht, zu denen Joel Robert, Roger De Coster und Joel Smets zählen. Doch nur zwei von ihnen haben die Spielregeln verändert - zwei Männer, die nicht nur eine unglaubliche Anzahl von Titeln gewonnen haben, sondern dies auch auf eine völlig neue Art und Weise.

Wir werfen einen Blick auf die Karrieren von Stefan Everts und Antonio Cairoli – zwei Männer, die dem Sport viel mehr als nur Titel gegeben haben.

Gestern: Stefan Everts

Als Sohn des viermaligen Weltmeisters Harry Everts ist es klar, dass das Sieger-Gen in der Familie bleibt. Stefans relaxter Fahrstil ließ seinen Ride aussehen, als wäre alles easy und entspannt. Er konnte länger auf seinem Bike stehen als all seine Rivalen und besaß dabei eine unglaubliche Kontrolle. Sein Stil ermöglichte es ihm, in einem höheren Gang zu fahren, ohne den Motor zu sehr zu beanspruchen – ein Trick, der ihm half, seine Linie besser zu halten. Seine Technik war so ausgefeilt, dass er in der Saison 2006 – das Jahr, in dem er sich aus dem Sport zurückzog – 14 von 15 Grand Prix-Events gewann.

10maliger MX Weltmeister
125cc - 1 (1991 Suzuki RM 125)
250cc - 3 (1995 Kawasaki KX 250, 1996 und 1997 Honda CR 250)
500cc - 2 (2001 und 2002 Yamaha YZF 450)
MX - 4 (2003 Motocross GP, 2004, 2005 und 2006 Yamaha YZF 450)

101 GP-Siege und fünfmaliger MXoN-Meister

Tony Cairoli Red Bull KTM Motocross
Es liegt in den Genen - Heute © Fabio Piva/Red Bull Content Pool

Heute: Tony Cairoli

Im Jahr 2009 kam Cairoli in die Königsklasse des Motocross-Sports und hat seitdem nicht einmal zurückgeschaut. Nachdem er mit Yamaha seinen ersten MX1-Titel geholt hatte, wechselte er zu KTM und gewann mit seiner „Orangen-Maschine“ alles, was möglich war. Was ist das Geheimnis seines Erfolges? Seine lange Zusammenarbeit mit Claudio de Carli und dem Red Bull KTM Factory Racing Team, die im Jahr 2004 begann und immer noch stärker wird, war entscheidend. Und dann kommt natürlich sein großes Talent, sein starker Wille und seine große Liebe für den Sport dazu. Ja, Cairoli ist ein Star, der einiges mit Fahrern wie Valentino Rossi gemeinsam hat.

8maliger MX Weltmeister
MX 2 (2005 und 2007, Yamaha YZ 250F)
MX 5 (2009, Yamaha YZ 450F, 2010, 2011, 2012 und 2013 KTM SXF 350)
MXGP 1 (2014, KTM SXF 350)

73 GP-Siege und 10 Einzelrennsiege beim MXoN
 

Morgen: Herlings & Prado

Der Fahrer, der aktuell auf dem Weg ist, Geschichte zu schreiben, ist Jeffrey Herlings. Im Moment kommt in der MX2-Klasse keiner an ihn heran und wir werden den KTM-Fahrer höchstwahrscheinlich im nächsten Jahr in der Königsklasse – beim MXGP – wiedersehen. Er hat bereits zwei Welt-Titel (2012 und 2013) nach Hause geholt und sein unglaublicher Speed auf Sand macht ihn zu einem Must-Have für alle Teams.

Und noch ein ambitionierter Youngster ist auf dem Weg, die Welt zu erobern: sein Name lautet Jorge Prado. Der Spanier gewann die 65 cm3-Weltmeisterschaft im Jahr 2011 und auch 2015 wird für den Red Bull KTM-Fahrer nach seinem Wechsel in die 125 cm3 –Klasse ein wichtiges Jahr werden.

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