Training für MX-Meisterschaft: Zeit auf dem Bike

Es gibt nichts Besseres als Runden zu drehen! Teil 4 unserer Serie über das Training der Profis
Von Aaron Hansel

Wenn du ganz oben an der Spitze des Motocross und Supercross mitfährst, ist das kein Spaß. Die besten Motocross-Athleten müssen heute nicht nur überragendes Talent beweisen, sondern auch extrem fit sein, um die anstrengenden und körperlich anspruchsvollen Rennen zu überstehen. Deshalb müssen die meisten professionellen Rennfahrer auch ein strenges Fitnessprogramm abseits des Tracks einhalten, bei dem eine Durchschnittsperson schnell an ihre Grenzen stoßen und um Gnade flehen würde. Doch so hart das Training weg vom Bike auch ist, macht es nur einen kleinen Teil vom gesamten Training aus. In dieser Ausgabe von Championship Form erklärt Aldon Baker, Trainer der Red Bull KTM Rider Ryan Dungey, Marvin Musquin und vielen mehr, warum es keinen Ersatz für tatsächliche Zeit auf dem Bike gibt.

Der Hauptkurs

“Zeit auf dem Bike ist unverzichtbar, wenn man sein Können aufrechterhalten und ausbauen will. Aber es macht auch einen großen Teil der Trainingsanforderungen aus. Es gibt nichts, das genau so ist, wie das, was die Jungs auf dem Motorrad machen“, sagt Baker. „Das ist das, was sie hauptsächlich machen, und das, woran alles hängt. Alles andere, die ganzen anderen Trainings, ist so geplant, das es das wirkliche Riden ergänzt. Das Ziel ist, dass die Bewegungen durch Wiederholung ganz natürlich werden. Um das zu schaffen, musst du viel Zeit auf dem Bike verbringen.“

Das Arbeitspensum

„Ich würde sagen, dass Ryan und Marvin 80 Prozent ihres Tages mit dem Riden verbringen. Sie müssen viel Zeit auf dem Bike verbringen, um ihre Skills und ihren Fokus aufrecht zu erhalten. Dabei bleiben sie gleichzeitig auch noch fit. Die wirkliche Zeit auf dem Bike hängt davon ab, ob die Rider für Motocross oder Supercross trainieren, aber beim Supercross fahren sie mindestens eine Stunde am Stück und das mindestens vier Tage lang.“

„Wenn du alle Runden zusammenzählst, auch die an Rennwochenenden, kommst du auf knapp 1000 Runden pro Monat. Ja, so viele! Die genaue Zahl hängt natürlich auch vom Athleten ab und wie fit er ist – darauf musst du aufbauen. Natürlich muss ein 250er Rider das nicht alles machen, wenn er für Supercross trainiert [250 Supercross-Rennen haben fünf Runden weniger als die 450er]. Das Training wird daran angepasst, wie viel Zeit sie im Rennen schaffen müssen und worauf sie sich vorbereiten. Ich glaube, dass den meisten Leuten nicht bewusst ist, wie viel Arbeit wirklich dahinter steckt.“

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