Die Wahrheit über RedBud mit Ken Roczen

AMA National Champion Ken Roczen verrät uns, wie man eines der wildesten Motocross-Rennen zügelt.
Von Aaron Hansel

Es gibt keine zwei Motocross-Tracks, die identisch sind, vor allem im AMA Motocross, wo die Gegebenheiten von Runde zu Runde völlig anders sind. Deshalb muss man auch an jede Strecke anders herangehen, wenn man erfolgreich sein will. Denn das, was auf den extrem unebenen Hügeln von Hangtown funktioniert, wird einen bei den High Point Wölbungen vermutlich nicht weiterbringen.

Um mehr über RedBud in Buchanan, Michigan zu erfahren, hat Red Bull den führenden AMA 450 Champion Ken Roczen gefragt, wie er das größte Rennen des Jahres meistern wird.

Die Stimmung

"RedBud ist einer meiner Lieblingstracks. Er hat etwas Historisches an sich, schließlich findet das Rennen immer am Wochenende vom 4. Juli statt. Und dort ist LaRocco's Leap, einer der größten Jumps in der Serie. Die Fans sind auch fantastisch. Sie sind viel verrückter als normalerweise und die Stimmung ist der Wahnsinn, weil du sie sogar hörst, wenn du auf dem Track unterwegs bist. Alle sind dabei, um Amerika zu feiern, und die Energie ist beeindruckend."

Der Untergrund

"RedBud ist eher sandig und der Untergrund ist relativ locker. Es gibt eigentlich keine harte Basis und der Track gehört definitiv zu den weichsten in der Serie. In der Nähe von LaRocco's Leap ist die Strecke sogar noch sandiger. Teilweise ist der Sand so tief, dass mein Motor aggressiver eingestellt ist, um durchzukommen."

Die Hindernisse

"Es gibt zwar ein paar Spurrinnen beim RedBud, aber andere Tracks haben noch viel mehr. Doch ab und zu wird es schon ziemlich ruckig und uneben und ich bleibe bei meiner normalen steifen Federung. Es gibt auch ein paar Sand Rollers, die ich gut finde, und ein paar Schräghangkurven, die ziemlich schwierig sind.

Dann gibt es da natürlich auch noch LaRocco's Leap. Sie ist nicht sonderlich schwierig oder technisch, aber groß und knorrig. Alles, was du sehen kannst, ist dieser unvorstellbar riesige Sprung, und du weißt nicht, wo du landen wirst. Das macht es gerade beim ersten Mal echt schwierig, weil du nicht weißt, wie du kalkulieren musst. Du bist für fast vier Sekunden in der Luft. Das bedeutet, dass du viel Zeit hast, darüber nachzudenken, was wohl passieren wird."

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