MX Nation Serie: Roczen startet in die Saison

Ryan Dungey & Ken Roczen – Team Buddies werden die härtesten Konkurrenten um den AMA Pro MX Titel 15
© Garth Milan/Red Bull Content Pool
Von Oliver Schran

In Episode 2 der MX Nation Serie geht es nun endlich zur Sache. Die Saisonvorbereitungen sind abgeschlossen und die ersten Meisterschaftsrennen stehen an. Ken Roczen hat nun die Chance unter Beweis zu stellen, dass die Suzuki ihm besser liegt als die Werk- KTM. Ryan Dungey (USA)  ist nach Kens Abgang und der SX-Meisterschaft nun die unangefochtene Nr. 1 im KTM Werksteam und wird alles daran setzen, das deutsche Ausnahmetalent Roczen bei den Outdoors in die Schranken zu weisen.

Dass sich die beide in der laufenden Saison keinen Millimeter Boden schenken werden, ist klar – und das ist genau das, was die Fans lieben. Endlich gibt es wieder richtige Rivalität zwischen den Top Favoriten und diese wird auch offen ausgetragen. Manch einer fühlt sich an die besten Zeiten von Ricky Carmichael und James Stewart errinnert. Vom Charakter her findet zwischen Roczen und Dungey das gleiche Duell statt - Pures Talent gegen Arbeitspferd.

Dungey war im Gegensatz zu Roczen kein junger Amateur-Star. Er musste sich bis zum ersten großen Sieg durchkämpfen und bekam erst mit 16 – durch einen Sieg bei den Loretty Lynns´s – in der Schuljungen-Klasse die erste Aufmerksamkeit. Bis Roger DeCoster ihm völlig unerwartet einen Werksbike anbot, blieb es relativ ruhig um den Amerikaner. Er erkannte und nutzte seine Chance aber schnell und stand auf einmal im Scheinwerferlicht. Roczen war bereits ein Star bei den Mini-Bikes und die MX-Welt kannte seinen Namen, als er gerade einmal 12 Jahre alt war. Mit 15 Jahren hatte Ken mal eben so ein FIM World MXGP Championship Rennen gewonnen und hält damit bis heute den Rekord des jüngsten Siegers bei der FIM World MXGP.

So unterschiedlich die Lebenswege auch sind, beide waren bei KTM Team Buddies und stehen sich nun als Erzfeinde in der gleichen Arena gegenüber. Als beide noch im gleichen Team waren, hatte Ken die Nase vorn, und er schlug Ryan 2014. Ein Jahr später drehte sich das Blatt und Dungey war in der Lage, die SX Meisterschaft an sich zu reißen, nachdem Ken aus verletzungstechnischen Gründen an vielen Rennen nicht teilnehmen konnte. Zeitweise hat er als Co-Kommentator bei den Rennen verbal klare Kante gezeigt und somit schon vor der Outdoor Saison das Gefecht zwichen seinem alten KTM Team und RCH Suzuki angeheizt.

Bei den ersten Rennen fokussierte sich die Fachwelt genau auf diesen Zweikampf und die Herrschaften mussten – ebenso wie die Kontrahenden selbst – lernen, dass sich zwar alles um sie dreht, aber ein anderer gewinnt. Hondas Eli Tomac schoss wie ein Phoenix aus der Asche durch die ersten Rennen und zeigte, wie man siegt. Rennen für Rennen, Moto für Moto demoralisierte der junge Mann aus Colorado die Konkurrenz, erreichte das Ziel lange vor dem Zweitplatzierten, bis es in bei der 2. Moto im Thunder Valley richtig krachte und Tomac sich für den Rest der Saison auf die Couch schoß.

Der ärgste Konkurent für die beiden Streithähne ist nun erstmal aus dem Rennen und es dürfte jetzt mehr als spannend werden. Schafft Ken es seine #1 zu verteidigen und geht die Strategie von Ricky Carmichael und Carey Hart auf oder wird Dungey der Dominator der er immer sein wollte?

Da es ja in Deutschland mit den Whoops nicht so klappt, wird der folgende Beitrag mit Ryan Dungey nicht ins Themengebiet Fahrtechnik fallen, sondern in die Kategorie: Genießt die Superzeitlupe, welche die geniale Phantom Kamera produziert.

Bleibt dran und checkt die nächsten Folgen des deutschen MX Wunders in den kommenden Wochen hier auf Red Bull Motorsports.
Die nächste Folge von "MX Nation" steht schon auf dem Plan.

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