Die spektakulärsten Hindernisse im AMA-Motocross

Diese Abschnitte in der amerikanischen Premium-Motocross-Serie garantieren ein Track-Feuerwerk.
Horsepower Hill in Washougal ist eines der spektakulären Hindernisse im AMA Motocross.
Horsepower Hill in Washougal © Garth Milan/Red Bull Content Pool
Von Aaron Hansel

Jeder Motocross-Track hat seine eigenen einzigartigen und verrückten Abschnitte, aber die Hindernisse im AMA Pro Motocross befinden sich auf einem völlig anderen Level. Hier kommen die fünf irrsinnigsten Streckenabschnitte.

The Fly 160

Ryan Dungey in Runde 1 der AMA Pro Motocross Meisterschaft auf der Prairie City SVRA in Prairie City, Kalifornien, USA am 16. Mai 2015.
"The Fly 160" in Hangtown © Garth Milan/Red Bull Content Pool

Ein neues Obstacle in Hangtown war in dieser Saison „The Fly 160”, benannt nach dem Sponsor der Serie und nach der Länge des Sprungs. Nicht nur die extreme Distanz machte das Hindernis so gefährlich, sondern auch seine Lage in der Nähe einer Kurve, was den Triple Jump zu einer haarigen Angelegenheit werden ließ. Tatsächlich schaffte es nur ein einziger 250er-Fahrer, Adam Cianciarulo, dieses Hindernis zu meistern – und das auch nur ein einziges Mal. In der 450er-Klasse konnte nur weniger als die Hälfte der Fahrer dieses Biest bezwingen.

LaRocco’s Leap

James Stewart bei der AMA Pro Motocross Meisterschaft auf dem Red Bud Track and Trail in Buchanan, Michigan, USA am 5. Juli 2014.
LaRocco’s Leap in Michigan © Garth Milan/Red Bull Content Pool

Benannt nach dem legendären, früheren Champion und jetzigem GEICO Honda Team-Manager „Iron“ Mike LaRocco, war LaRocco’s Leap der höchste und längste Jump der gesamten AMA Motocross-Tour, bis schließlich „The Fly 160“ das Licht der Motocross-Welt erblickte. Aber nur, weil er jetzt nicht mehr der längste Sprung ist, ist er deshalb nicht weniger einschüchternd. Die Fahrer kommen direkt aus einer rauen und zerfurchten Haarnadelkurve auf „The Leap“ zu, dessen Auffahrt so hoch und steil ist, dass sie wie ein Turm wirkt. „Alles was du siehst, ist die gewaltige Rampe und du weiß nicht, wo du landen wirst“, sagt Ken Roczen. „Du bist fast vier Sekunden in der Luft und wenn du zu kurz springst, hast du eine Menge Zeit nachzudenken, was wohl passieren wird!“

Horsepower Hill

Jessy Nelson führt vor Marvin Musquin in Runde2 der AMA Pro Motocross Meisterschaft auf dem Glen Helen Raceway in San Bernardino, Kalifornien, USA am 23.5.2015.
Horsepower Hill in Washougal © Garth Milan/Red Bull Content Pool

Auch wenn die steile und lange Steigung beim Washougal National an sich nicht besonders einschüchternd ist, birgt dieser Hügel aber Gefahren der ganz anderen Art. Der harte Teil dieses Hindernisses besteht darin, den Hang mit Vollgas hinauf zu rasen und den Dreckklumpen auszuweichen, welche die laut aufheulenden Bikes vor einem in die Luft wirbeln. „Es ist ein absolutes Drag Race“, sagt Jessy Nelson. „Wenn du hinter einer Meute Bikes feststeckst, ist dieser Hügel die Hölle. Es fühlt sich an, als würde man von Paintballs getroffen werden!“

Unadilla’s Rocks

Unadilla’s rocks gehört zu den spektakulären Hindernissen des AMA Motocross.
Unadilla’s Rocks in New York © Garth Milan/Red Bull Content Pool

Dieses berüchtigte und unausweichliche Hindernis auf New Yorks Track befindet sich nicht nur auf einer Geraden, in einer Kurve oder auf einem Sprung, sondern auf der gesamten Strecke. Der Boden in Unadilla ist voll von Steinen, die nicht nur den Antrieb extrem erschweren, sondern auch zu gefährlichen Projektilen werden, wenn sie durch frische Profilreifen in die Luft geschleudert werden. Dean Wilson hätte es nicht besser sagen können, als er den Unadilla-Track als „tödlich und nicht gerade angenehm“ beschrieb. In diesem Video seht ihr, wie James Stewart die Steine um die Helmkamera fliegen.

Die Sand-Whoops

Marvin Musquin fährt in Runde 1 der AMA Pro Motocross Meisterschaft auf dem Prairie City SVRA in Prairie City, Kalifornien, USA am 16. Mai 2015.
Die Sand Whoops in Spring Creek © Garth Milan/Red Bull Content Pool

Viele Strecken haben sandige Abschnitte, aber wenn ein AMA Motocross-Fahrer die Worte „Sand Whoops“ hört, weiß dieser augenblicklich, dass von den berüchtigten, energieraubenden Sand Whoops in Spring Creek die Rede ist. In diesen Abschnitt muss man mit Highspeed hineinfahren, da man die sandige Strecke dann besser bewältigen kann. Genau das kann aber heimtückisch sein – man kann an den weichen Stellen schnell ausrutschen und stürzen und es lauern eine Menge scharfkantiger Steine unter der Oberfläche. Der Streckenabschnitt hat sogar seinen eigenen Spitznamen bekommen: das Whoop-Monster.

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