Neuer Held auf der Pole für Red Bull 111 Megawatt

Lukasz Kurowski feierte zur Freude seiner Fans einen Heimsieg an Tag 1 beim Red Bull 111 Megawatt.
Von Robert Lynn

Der Titelverteidiger Taddy Blazusiak muss zwar vielleicht beim diesjährigen Red Bull 111 Megawatt zuschauen, aber Polen hat schon einen neuen Helden. Lukasz Kurowski lieferte beim Prolog am Samstag Spitzenleistungen ab.

Die Kohlengrube von Belchatow erwachte zum Leben, als 700 Rider zum Qualifying am Samstag antraten. Dunkelbrauner Sand und eine Sammlung von strategisch platzierten, künstlichen Hindernissen trennten die Spreu schnell vom Weizen.

© Robert Lynn / Future 7 Media

Pünktlich zum Mittagsläuten führte Jonny Walker von KTM die anderen Rider im 15-Sekunden-Abstand durch den Testrun im Red Bull Straight Rhythm Stil aus dem Enduro durch den Sand. Einige entschieden sich, auf Nummer Sicher zu gehen und sich einen Startplatz in den vorderen Reihen zu sichern, andere gingen aufs Ganze.

Die besten Zeiten fuhr Kurowski. Er wurde zum neuen Helden der polnischen Fans und erreichte die beste kombinierte Zeit. Mit einem Abstand von zwei Sekunden jagte ihn der Schwede Joakim Ljunggren und landete auf Platz 2. Ljunggren ist kein Neuling im Sand und ist ein ernst zu nehmender Anwärter für das Podium am Sonntagabend.

Auch Giacamo Redondi - der Drittschnellste - will seine Beta auf eine Stufe auf dem Siegertreppchen bringen. Am liebsten natürlich auf die in der Mitte.

Jonny Walker, der zugegebenermaßen auf Nummer Sicher ging, landete auf Platz 4 vor Alfredo Gomez. Obwohl er den weichen Sand nicht sonderlich gerne mag, konnte sich Graham Jarvis mit seiner Husqvarna Platz 9 sichern.

Taddy Blazusiak muss zuschauen und wird seine Red Bull 111 Megawatt Krone nicht verteidigen können. Auf wen setzt er wohl sein Geld, wenn der Titel sicherlich in andere Hände fallen wird?

Jonny Walker: "Jonny fährt eine großartige Saison und will sich den Red Bull Hard Enduro Gesamtsieg holen. Er muss also der Favorit sein. Im letzten Jahr lieferten wir uns einen coolen Kampf und er pushte mich sehr. Er weiß, was zu erwarten ist, und wird sich mit nichts außer dem Sieg zufrieden geben."

Joakim Ljunggren: "Joakim könnte alle überraschen und das Ding gewinnen. Er ist ein super Rider - sowohl körperlich als auch mental stark. Er fährt gerne im Sand und ist sehr erfahren in dieser Art von Rennen. Außerdem sitzt er auf einer Viertaktmaschine, die im weichen Untergrund von Vorteil sein könnte."

Giacamo Redondi: "Giacamo ist jung und schnell - er scheut sich nicht davor, alles zu geben. Das ist sein erstes Hard Enduro Rennen, weshalb er schwer einzuschätzen ist. Aber ein Podiumsplatz ist sicherlich nicht ausgeschlossen. Eine unbekannte Größe, das steht fest."

Alfredo Gomez: "Ich weiß nicht, wie Alfredo im Sand fährt, aber du solltest ihn nie unterschätzen. Er wird vorne mit dabei sein - seine Fitness könnte ihn an die Spitze bringen, wenn andere schon müde werden."

Graham Jarvis: "Graham ist kein Sand-Rider, sodass dieses Rennen nicht das Richtige für ihn ist. Aber das weiß er. Er kommt ohne große Erwartungen und Druck hierher."

Lukasz Kurowski: "Es war fantastisch, einen Landsmann siegen zu sehen - es wäre noch genialer, ihn morgen auf dem Podium zu sehen. Allerdings tritt er gegen die besten Rider der Welt an. Ich hoffe, das setzt ihn nicht unter zu viel Druck, so dass er eine gute Show abliefern kann."

Prolog (Vorläufige Ergebnisse)
1. Lukasz Kurowski (Yamaha)
2. Joakim Ljunggren (KTM)
3. Giacomo Redondi (Beta)
4. Jonny Walker (KTM)
5. Alfredo Gomez (Husqvarna)
6. David Leonov (Husqvarna)
7. Dmirty Parshin (Sherco)
8. Manuel Lettenbichler (KTM)
9. Graham Jarvis (Husqvarna)
10. Andy Noakley (KTM)

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