Jonny Walker gewinnt Red Bull 111 Megawatt

Der britische Hard Enduro Star führt seinen Siegeszug fort und gewinnt das Event in Polen.
Von Robert Lynn

Er ist nicht zu stoppen! Jonny Walker dominiert weiterhin in der Hard Enduro Saison und hebt sich nach einer unglaublichen Leistung im Belchatow Kohlebergwerk in Polen deutlich von seinen Gegnern ab.

Um genau 1.11 Uhr schossen die 500 qualifizierten Rider von der Startlinie davon. Walkers größter Rivale, Joakim Ljunggren, legte dabei den besten Start hin und sicherte sich den Holeshot. Doch Walker holte in der ersten Kurve auf und folgte Ljunggren dicht auf den Fersen.

Bei der Opening Lap kam es zu einer spannenden Battle zwischen den beiden. Ljunggren führte, doch Walker schaffte es kurzzeitig den Schweden hinter sich zu lassen. Doch nach einem kleinen Crash wurde Walker von Ljunggren, Giacomo Redondi und Lukasz Kurowski überholt. Der Brite kämpfte sich bis an die Spitze vor und schaffte es nach der ersten Runde wieder ganz nach vorne.

Nach einem kurzen Tankstopp schoss der KTM Rider aus dem Boxenstopp und sicherte sich die Führung, um dann als erster Rider über die Ziellinie zu fahren.

Es war ein tolles Rennen. Es ist Wahnsinn, dass meine Erfolgssträhne weiterhin anhält.

– Jonny Walker

“Ich wusste, dass Joakim sehr stark sein würde. Aber ich wusste auch, dass es ein sehr langes, körperlich anspruchsvolles Rennen werden würde. Als ich wieder die Führung übernahm, versuchte ich den Vorsprung z vergrößern.”

Ljunggren blieb Walker dicht auf den Fersen und fuhr während der gesamten Zeit auf Platz zwei. Es sah so aus, als hätte der Schwede die Silbermedaille bereits in der Tasche, doch beim letzten Anstieg wurden die Karten komplett neu gemischt.

Nach einem schlechten Start kämpfte sich Graham Jarvis klammheimlich Stück für Stück nach vorne, bis er kurz vorm Ende des Rennens auf Position drei lag. Aber beim letzten Anstieg, 50 Meter von der karierten Flagge entfernt, schaffte es Jarvis an Ljunggren vorbeizuschießen und sich den zweiten Platz zu sichern.

“Ich kann mein Glück kaum fassen,” sagte Jarvis. “An manchen tagen laufen die Dinge einfach so, wie man es sich wünscht. Und heute war so ein Tag. Ich hatte einen sehr schlechten Start, aber kämpfte mich nach vorne. Als ich auf Position drei landete, dachte ich, das war´s. Aber dann sah ich, wie Joakim stecken blieb, also gab ich Vollgas.”

Ljunggren hat nun gelernt, dass Hard Enduro nicht vorbei ist, bevor es wirklich vorbei ist…

"Ich ärgere mich über diesen großen Fehler. Mein Rennen war großartig, bis auf die letzten 50 Meter. Ich suchte mir den falschen Weg aus und musste dafür teuer bezahlen."

Jonny Walker beim Red Bull 111 Megawatt
Winner Walker bei der Feier auf dem Podium © Robert Lynn/Future 7 Media

Hinter dem Spitzen-Trio, schaffte es Alfredo Gómez vor Manuel Lettenbichler bei der letzten Runde auf Platz vier zu landen. Lettenbichler sicherte sich einen wohlverdienten fünften Platz.

Die weltbesten Hard Enduro Riders sind in dieser Saison ein letztes mal beim Red Bull Sea to Sky zurück, wo Walker einen Grand Slam feiern möchte.

Ergebnisse – Red Bull 111 Megawatt

1. Jonny Walker (KTM) 1h 41m 21.85
s
2. Graham Jarvis (Husqvarna) 1h 44m 10.22
s
3. Joakim Ljunggren (KTM) 1h 44m 15.85
s
4. Alfred Gómez (Husqvarna) 1h 44m 56.39
s
5. Manuel Lettenbichler (KTM) 1h 45m 50.06
s
6. Lukasz Kurowski (Yamaha) 1h 47m 24.47
s
7. Andy Noakley (KTM) 1h 51m 38.72
s
8. David Leonov (Husqvarna) 1h 56m 05.04
s
9. Dimitri Parshin (Sherco) 1h 56m 23.41
s
10. Emil Juszczak (KTM) 2h 00m 25.47s

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