Peugeots Dakar-Biest ist bereit für den Sieg

Sechs Gründe, warum der PEUGEOT 2008DKR die härteste Rallye der Welt 2016 gewinnen kann.
Von Anthony Peacock

Wie heißt es so schön - Übung macht den Meister. Nach einem relativ schwachen Dakar-Debüt in diesem Jahr, das in einem 11. und einem 34. Rang resultierte, haben die Ingenieure des Teams Peugeot Total den 2008DKR weiterentwickelt, um die härteste Rallye der Welt im kommenden Januar siegreich beenden zu können. Was genau macht also den Unterschied beim brandneuen PEUGEOT 2008 DKR16, gefahren von den Dakar-Experten Stéphane Peterhansel (11maliger Dakar-Sieger), Carlos Sainz (zweimaliger Rallye-Weltmeister und ebenfalls Gewinner der Rallye Dakar) und Cyril Despres (fünfmaliger Rallye Dakar Motorrad-Sieger)?

1. Mehr Leistung

Carlos Sainz beim Peugeot-Test in Erfoud, Marokko, am 14. September 2015.
PEUGEOT 2008 DKR16: Leistung © Flavien Duhamel/Red Bull Content Pool

Der 3.0-Liter-V6-Twinturbo-Dieselmotor hat in diesem Jahr ungefähr 10 PS mehr Leistung, aber das ist noch nicht alles. Entscheidend ist, dass der Wagen einen besseren Drehmomentverlauf hat, was bedeutet, dass der Fahrer die Leistung in jedem Drehzahlbereich konstant abrufen kann. Wie der elfmalige Gewinner der Rallye Dakar, Stéphane Peterhansel, es ausdrückt: „Wir haben fast schon zu viel Leistung, was ja ein Luxusproblem ist. Wir müssen die Leistung jetzt möglichst effektiv für uns nutzen, was vorher nicht der Fall war.“

2. Neue Abmessungen

Der PEUGEOT 2008 DKR16 und das Vorjahresmodell, das bei der Rallye Dakar 2015 gefahren wurde.
PEUGEOT 2008 DKR16: Abmessungen © Flavien Duhamel/Red Bull Content Pool

Der Peugeot sieht in diesem Jahr nicht nur niedriger und tiefer aus – er ist es auch. Das Chassis ist länger und breiter, aber entscheidend ist, dass er kürzere Überhänge hat, was sich auf dem schwierigen Terrain der Rallye Dakar auszahlen wird. Die niedrigere Höhe verbessert außerdem die Aerodynamik bei hohen Geschwindigkeiten. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass der Peugeot im Mad-Max-Stil natürlich umso cooler aussieht.

3. Tieferer Schwerpunkt

Carlos Sainz beim Peugeot-Test in Erfoud, Marokko, am 14. September 2015.
PEUGEOT 2008 DKR16: Gewichstverteilung © Flavien Duhamel/Red Bull Content Pool

Ein weiterer Vorteil der geringeren Höhe: der Schwerpunkt sitzt jetzt tiefer. Die Peugeot-Ingenieure haben an der Gewichtsverteilung des Wagens gearbeitet, um eine größere Stabilität zu erreichen. Hierzu sagt Stéphane Peterhansel:“ Mit dem Vorgänger-Modell sind wir oft nur noch auf zwei Rädern gefahren. Jetzt ist die Bodenhaftung besser, was den Fahrern mehr Vertrauen und Sicherheit gibt.“

4. Weiterentwicklung der Radaufhängung

Carlos Sainz beim Peugeot-Test in Erfoud, Marokko, am 14. September 2015.
PEUGEOT 2008 DKR16: Radaufhängung © Flavien Duhamel/Red Bull Content Pool

Egal, mit welchem Dakar-Fahrer man spricht – die Radaufhängung ist das wichtigste Element für eine erfolgreiche Rallye. Verständlich, wenn man sich vorstellt, dass die Federn zwölf Stunden am Tag wie Springstäbe hoch und runter hüpfen. Die Peugeot-Ingenieure haben die Radaufhängung weiterentwickelt, um eine bessere Fahrbarkeit zu erreichen und für das vielseitige und harte Gelände optimal vorbereitet zu sein.

5. Mehr Tests

Für Peugeot machen die vielen Testläufe den größten Unterschied aus. „Im letzten Jahr waren wir nicht so gut vorbereitet, wie wir es hätten sein wollen“, sagt Teamchef Bruno Famin. „Dieses Mal sind wir viele Tests gefahren und fühlen uns viel besser vorbereitet.“ Letztes Jahr hat ein Großteil des Peugeot-Teams es nicht einmal für möglich gehalten, dass es der Wagen bis ins Ziel schafft. Die Erwartungen für das nächste Jahr sind viel höher. „Ich bin optimistisch“, sagt Carlos Sainz, der im nächsten Monat an der Rallye Marokko teilnehmen wird. Und bei Carlos‘ zur Untertreibung neigender Ausdrucksweise kann man davon ausgehen, dass dieser Wagen wirklich außergewöhnlich ist.

6. Leichtere Reifen

Carlos Sainz beim Peugeot-Test in Erfoud, Marokko, am 14. September 2015.
PEUGEOT 2008 DKR16: Reifen © Flavien Duhamel/Red Bull Content Pool

Es ist nicht unbedingt wünschenswert, während der Rallye-Dakar einen Reifen wechseln zu müssen, da Reifen und Felge zusammen um die 50 Kilogramm auf die Waage bringen (was mehr oder weniger dem Gesamtgewicht eines Co-Piloten entspricht). Die neuen, leichteren Michelin-Reifen und Magnesiumräder (als Ersatz für die Aluminiumfelgen) sparen Gewicht ein, ohne dabei die Leistung zu beeinflussen.

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