Jarvis gewinnt beim Sea to Sky in der Türkei

Jarvis holt sich den ersten Sieg in dieser Saison - Jonny Walker verpasst Hard Enduro Grand Slam.
Graham Jarvis in Aktion beim finalen Mountain Race des Red Bull Sea to Sky 2015 in Kemer, Türkei am 4. Oktober 2015
Graham Jarvis gewinnt Red Bull Sea to Sky © Robert Lynn / Future 7 Media
Von Robert Lynn

Mit seinem grandiosen Sieg beim Red Bull Sea to Sky bringt Graham Jarvis eine der härtesten Enduro-Saisons überhaupt zu einem fulminanten Abschluss.

Alle Blicke waren auf Jonny Walker gerichtet, der mit einem Sieg in der Türkei eine perfekte Saison beendet hätte, doch Jarvis machte den Grand Slam für seinen Landsmann unerreichbar.

Nennen wir es mal eine Wendung des Schicksals: so wie Walker in der Saison 2013 Graham Jarvis von einem Grand Slam abhielt, wurde Jarvis in diesem Jahr zum Spielverderber für Walker.

Nach einem gewohnt langsamen Start, holte Jarvis in der Canyon Section auf und konnte nach der Hälfte der Stecke Walker und Wade Young hinter sich lassen.

“Ich habe diesen Sieg wirklich gewollt. Die Saison ohne Gewinn war lang.“

– Graham Jarvis

Das Trio schenkte sich nichts, so dass alles nach einem harten Kampf bis zum Ziel aussah, doch Jarvis spielte seine letzte Karte aus und verzichtete auf den Tankstopp, so dass er vor dem finalen Anstieg die Führung übernehmen konnte und als klarer Sieger die Ziellinie überquerte.

Schaut euch die Highlights des packenden Finales im Video unten an.

„Ich habe diesen Sieg wirklich gewollt. Die Saison ohne Gewinn war lang“, sagte ein überglücklicher Jarvis. „Ich wusste, dass alle früh um ihre Positionen kämpfen würden und habe mich auf mein eigenes Rennen konzentriert.“

“Ich hatte einen Trick auf Lager und ließ den zweiten Tankstopp aus. Ich wusste, dass der Trail nach dem Stopp ein enger Singletrack sein würde und dass ich, wenn ich dort nach vorne käme, eine gute Chance hätte, die Führung auch zu behalten.“

Es ist immer sch…. zu verlieren – besonders, wenn man eine perfekte Saison hinter sich hat – aber ich bin ein gutes Rennen gefahren.

– Jonny Walker

Walker gab sein Bestes, aber er schaffte es nicht, Jarvis auf dem Mount Olymp einzuholen. Obwohl er den Großteil des Rennens in Führung gelegen hatte, musste er seine Hoffnungen auf den Grand Slam begraben und Jarvis den Sieg überlassen.

„Es ist immer sch…. zu verlieren – besonders, wenn man eine perfekte Saison hinter sich hat – aber ich bin ein gutes Rennen gefahren. Graham hatte auf dem Berg einfach eine bessere Pace”, gab Walker zu. „Ich habe von Anfang an mein Bestes gegeben, aber ich wusste, dass Graham mich jagen würde und dass er für heute eine wirkliche Mission hatte. Der Grand Slam wäre cool gewesen, aber insgesamt hatte ich ein großartiges Jahr. Fünf Siege in einem so harten Sport wie diesem sind ein gutes Resultat.“

Der 19-jährige Wade Young, der eine solide Leistung ablieferte, forderte Jarvis und Walker bis zu den letzten Streckenabschnitten immer wieder heraus und landete zum ersten Mal beim Sea to Sky auf einem wohlverdienten dritten Podiumsplatz.

“Ich bin über meinen ersten Sea to Sky-Podiumsplatz sehr glücklich”, freute sich Young. „Ich wollte hier unbedingt ein gutes Resultat einfahren. Der Gewinn des Forest Race hat mir viel Selbstvertrauen für das Mountain Race gegeben und ich habe von Anfang an hart attackiert. In der zweiten Rennhälfte hatte ich ein paar Probleme, aber alles in allem war es ein gutes Rennen.“

Hinter den ersten drei Fahrern kämpften Paul Bolton und Andreas Lettenbichler um den vierten und fünften Platz. Bolton schaffte es, Lettenbichler auf der letzten Bergstrecke zu überholen und kam als Vierter ins Ziel.

Nachdem das letzte Rennen in diesem Jahr nun Geschichte ist, bleibt der Hard Enduro Grand Slam auch für die nächste Saison ein schwer zu erreichendes Ziel.
 

Ergebnisse Red Bull Sea to Sky 2015

1. Graham Jarvis (GBR) 3h8m35s
2. Jonny Walker (GBR) 3h11m10s
3. Wade Young (RSA) 3h19m13s
4. Paul Bolton (GBR) 3h20m19s
5. Andreas Lettenbichler (GER) 3h20m59s
6. Blake Gutzeit (RSA) 3h26m13s
7. Jonathan Richardson (GBR) 3h30m43s
8. Philipp Scholz (GER) 3h37m57s

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