Stewart-Brothers: Beim Straight Rhythm abgeräumt

James Stewart hat seinen Straight Rhythm Titel verteidigt, Bruder Malcolm gewinnt Lites-Klasse.
James Stewart und Ken Roczen beim Straight Rhythm 2015
James Stewart vs Ken Roczen © Christian Pondella/Red Bull Content Pool
Von Eli Moore

James Stewart hat ein erfolgreiches Comeback im Racing hingelegt und in seinem ersten professionellen MotoCross Rennen des Jahres 2015 das Red Bull Straight Rhythm gewonnen. Er triumphierte in der Open-Klasse. Sein jüngerer Bruder Malcolm Stewart feierte derweil seinen ersten professionellen Titel in der Lites-Klasse.

Best out of 16

Die ersten Läufe waren für die Stars wie Ken Roczen, James Stewart und Ryan Dungey einfaches „Business as Usual“. Alle drei machten kurzen Prozess und zogen in die nächste Runde ein.

Vince Friese lieferte das unfreiwillige Highlight des ersten Durchganges, was ihn sicher nicht happy stimmte: An einem Speed-Check war bei ihm die Hinterradbremse ausgefallen. Er und seine 450er Maschine flogen rund acht Meter hoch in die Luft und er landete auf dem folgenden Hügel. Friese rappelte sich wieder auf und fuhr das nächste Rennen, musste sich dann aber Andrew Short geschlagen geben.

Insgesamt gab es im ersten Durchgang keine Überraschung: Der jeweils schnellere Qualifyer setze sich in allen Duellen durch.

Ken Roczen vs Tevin Tapia
Andrew Short vs Vince Friese
Justin Brayton vs Adam Enticknap
Dean Wilson vs Thomas Ramette
Ryan Dungey vs Deven Raper
Kyle Partridge vs Kyle Chisholm
James Stewart vs Nick Schmidt
Josh Hansen vs Mike Alessi

Viertel-Finale

Ken Roczen musste gegen seinen Trainings-Buddy Andrew Short ran, hatte diesen aber klar im Griff und schob sich ins Halbfinale.

Die KTM-Piloten Dean Wilson und Justin Brayton trafen wie schon im Halbfinale 2014 aufeinander und erneut konnte Brayton den besseren Ausgang für sich verbuchen.

Ryan Dungey bekam in Kyle Partridge eine harte Nuss zu knacken, konnte sich aber selbst anspornen und mit der Bestzeit des Wochenendes – 41,7 Sekunden – in den nächsten Durchgang einziehen.

James Stewart traf im Viertelfinale zum zweiten Jahr in Folge auf Josh Hansen und machte erneut kurzen Prozess.

Ken Roczen vs Andrew Short
Justin Brayton vs Dean Wilson
Ryan Dungey vs Kyle Partridge
James Stewart vs Josh Hansen

Halb-Finale

Im Halbfinale wurde die Gangart rauer. Ken Roczen traf auf den letztjährigen Vizemeister des Red Bull Straight Rhythm Justin Brayton. Brayton gab zwar alles, doch am Ende konnte der Deutsche ins Finale einziehen.

Im zweiten Halbfinale sahen die Fans natürlich einen Klassiker: Erstmals in der Saison 2015 standen sich James Stewart und Ryan Dungey im direkten Zweikampf gegenüber. Im ersten Run schien sich Stewart mit einer unglaublichen Linie einen Vorteil verschafft zu haben, er nahm die Whoops wie kein Zweiter, doch Dungey holte sin den Rollers auf und gewann. Stewart erwischte dann aber zwei perfekte Runs und zog ins Finale ein.

Ken Roczen vs Justin Brayton
Ryan Dungey vs James Stewart

POV von Ryan Dungey

Finale

Mit Ken Roczen vs. James Stewart hätte das Finale kaum hochkarätiger besetzt sein können. Stewart, amtierender Red Bull Straight Rhythm Champ aus dem Jahr 2014, gegen den jungen Überflieger aus Deutschland, Ken Roczen. Letzterer hatte bis zu jenem Clash noch nicht ein einziges Rennen an diesem Tage verloren.

Im ersten Run hatte Stewart Roczen knapp im Griff, vor allem durch seine Skills in den Whoops. Jetzt musste der Deutsche alles geben, um es eine Drei-Run-Entscheidung werden zu lassen. Doch schon im ersten Sektor des zweiten Durchgangs machte Roczen einen kleinen – aber teuren – Fehler. Damit war der Weg zum Laufsieg und Titel für Stewart frei, der nur noch ins Ziel und zu seinem zweiten Red Bull Straight Rhythm Titel in Folge cruisen musste.

Ken Roczen vs. James Stewart

 

LITES

Viertel-Finale

Malcolm Stewart galt in der Lites-Klasse nicht nur wegen seiner Pole Position vom Vortag als Favorit. Im Viertelfinale musste er gegen seinen eigenen GEICO Honda Teamkollegen Matt Bisceglia ran. Er machte kurzen Prozess und gewann beide Läufe.

Als nächstes traten die weiteren GEICO Honda Piloten Jordon Smith und RJ Hampshire gegeneinander an. Hampshire verhakte sich in den Whoops mit dem Vorderrad und flog über den Lenker – sein Straight Rhythm 2015 war vorbei.

Malcolm Stewart vs Matt Bisceglia
Jordon Smith vs RJ Hampshire
Jessy Nelson vs Austin Politelli
Shane McElrath vs Michael Lieb

Halb-Finale

Im Lites Halbfinale trafen die Teamkollegen Malcolm Stewart und Jordon Smith aufeinander, Jessy Nelson musste gegen Shane McElrath ran. Stewart war ein perfektes Wochenende gefahren und hielt seine Serie auch gegen GEICO Honda Teamkollege Smith aufrecht.

McElrath setzte sich gegen Nelson durch und musste im Finale daher gegen Stewart ran.

Malcolm Stewart vs Jordon Smith
Jessy Nelson vs Shane McElrath

POV von Malcolm Stewart

Finale

Shane McElrath hatte einen schweren Berg zu erklimmen, wenn er Malcolm Stewart schlagen wollte. Der hatte sich scheinbar Tipps bei seinem Bruder James geholt, denn der hatte 2014 bei seinem Straight Rhythm Titel schon alle Rennen des Wochenendes gewonnen.

McElrath gab zwar alles, doch gegen Stewart war kein Kraut gewachsen. Auch er gewann alle Rennen des Tages und holte den Red Bull Straight Rhythm Titel 2015, den zweiten des Tages für das Haus Stewart.

Malcolm Stewart vs Shane McElrath

Malcolm Stewart gewinnt das Straight Rhythm
Malcolm Stewart gewinnt das Straight Rhythm © Red Bull Content Pool
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