Desert Wings: Die Top-Favoriten der Dakar

Der Countdown für das härteste Cross Country-Rennen der Welt läuft: die Rallye Dakar 2016.
Carlos Sainz Peugeot DKR
Carlos Sainz Peugeot DKR © Flavien Duhamel/Red Bull Content Pool
Von Paul Keith

Der Countdown für die Rallye Dakar 2016 läuft. Am 2. Jänner werden die besten Fahrer der Welt in Buenos Aires an den Start gehen, um sich der härtesten Herausforderung zu stellen, die der Cross Country-Motorsport zu bieten hat. Die Gegner: Wüsten, Salzebenen, Sumpfgebiete und vereiste Berg-Pässe. Die Challenge: gnadenlos. Ausgetragen wird die Dakar in vier Kategorien: Autos, Motorräder, Trucks und Quads.

In der Kategorie "Cars" steht sicherlich der neunfache WRC-Weltmeister Sebastién Loeb Im Mittelpunkt des Interesses. Für den Franzosen beginnt in Argentinien ein neuer Karriere-Abschnitt, er gibt sein Rallye-Raid Debüt. Loeb hat aber auch schon außerhalb der WRC beeindruckt und zum Beispiel eine Rally-Cross-Goldmedaille bei den X-Games geholt und den Pikes Peak International Hill Climb gewonnen. „Egal, was ich mache, ich will immer den Sieg. Das ist bei der Dakar nicht anders“, so Loeb. „Vielleicht wird das noch dauern, aber Ich werde hart dafür trainieren und dann werden wir ja sehen...“

Bei den "Bikes" werden die Karten völlig neu gemischt: Cyril Despres und Marc Coma mit ihren jeweils fünf Siegen sind nicht mehr dabei. Ersterer ist zu den Autos gewechselt, letzterer hat seinen Helm an den Nagel gehängt.

Wir haben alle Top-Favoriten genauer unter die Lupe genommen:

© Flavien Duhamel/Red Bull Content Pool

AUTOS

Team Peugeot Total

Sebastién Loeb, Stéphane Peterhansel, Carlos Sainz und Cyril Despres sind die großen Namen beim Team Peugeot Total. Die vier Fahrer teilen sich 17 Dakar-Siege und werden alle mit dem Peugeot 2008DKR unterwegs sein.

Carlos Sainz: „Die Tests sind gut gelaufen und das Auto ist richtig gut gegangen. Das Potenzial dieses Autos ist viel, viel größer als letztes Jahr um die Zeit und die Standhaftigkeit ist auch solide.“

Stephane Peterhansel Dakar 2016
Stephane Peterhansel Dakar 2016 © Flavien Duhamel/Red Bull Content Pool

X-Raid MINI

Der amtierende Champion Nasser Al-Attiyah ist der einzige, der mit den beiden Dakar Auto-Siegen von Peterhansel in Süd-Amerika mithalten kann.

„Es wäre etwas wirklich besonderes, der erste Fahrer zu sein, der in Süd-Amerika drei Dakars gewinnt. Genau das ist mein Ziel für Januar“, so Al-Attiyah.

Der Katari hat gerade die FIA Cross-Country Rally Weltmeisterschaft gewonnen und ist die Speerspitze der MINI-Stars: Zu seinen Teamkollegen gehören der ehemalige Skisprung-Weltmeister Adam Malysz und Kuba Przygonski, der aus der Motorrad-Klasse wechselt.

Kuba Przygonski: „Ich will bei dieser Dakar idas Ziel erreichen und je schneller mir das gelingt, desto besser ist es natürlich. Ich werde all meine Erfahrung nutzen, die ich in diesem Rennen mit den Motorrädern gesammelt habe.“

Giniel de Viliers Dakar 2016
Giniel de Viliers Dakar 2016 © Marcin Kin/Red Bull Content Pool

Toyota

Der Süd-Afrikaner Giniel de Villiers hat sich nach dem zweiten Platz von 2015 zum Ziel gesetzt, einen Platz besser abzuschneiden. 2009 gewann er die Dakar zuletzt, in den letzten fünf Jahren wurde er drei Mal Zweiter. Mit dem Toyota Hilux soll es im Januar auf das oberste Treppchen gehen.

Giniel de Villiers: „Wir haben dieses Jahr viel mit unserem neuen Toyota Hilux getestet und wir sind definitiv für das Rennen in Süd-Amerika mehr als gut in Form.“


BIKES

KTM

Schon bei seinem Dakar-Debüt im Jahr 2015 hatte der Österreicher Matthias Walkner bei der Dakar schwer beeindruckt – und die dritte Etappe sogar gewonnen. Es folgte der WM-Titel in der FIM World Cross-Country Rallies Championship gewonnen. Klar, dass der Salzburger an die Erfolge von Coma und Despres anknüpfen will.

Das Red Bull KTM Factory Team ist derweil mit Walkner, Jordi Viladoms, Toby Price und Antoine Meo gut aufgestellt, auch der mehrfache Enduro-Weltmeister Ivan Cervantes sitzt in einem Sattel der "Orangen".

Matthias Walkner: „So lange ich keinen Fahrer vor mir habe und den ganzen Dreck abbekomme, macht mir die Dakar jede Sekunde lang Spaß. Es gibt in diesen zwei Wochen so viel zu sehen und kennenzulernen, es ist ein unvergleichbares Rennen.“

Toby Price: „Letztes Jahr war das Podest für mich ein Traum-Ergebnis. Wir haben hart gearbeitet und hatten dann das Quäntchen Glück, das du hier brauchst. Jetzt will ich das gern wieder schaffen oder noch besser abschneiden.“

Honda HRC

Honda hat sich für die nächste Ausgabe des Rallye-Klassikers in Südamerika viel vorgenommen, mit dem Spanier Joan „Bang Bang“ Barreda soll der Titel geholt werden. Der Honda-Pilot hat auf jeden Fall das Zeug dazu.

Joan Barreda: „Ich habe mit Dirt Bikes und der Honda CRF450 RALLY trainiert und natürlich auch an der Navigation und mit Roadbooks gearbeitet.“


Yamaha

Der Portugiese Hélder Rodrigues kehrt zu Yamaha zurück und damit in das Team, mit dem er in Südamerika einige seiner größten Erfolge feiern konnte.

Hélder Rodrigues: „Das Motorrad hat sich dieses Jahr gut entwickelt und wir haben damit schon einige Ergebnisse geholt, die uns Mut schöpfen lassen. Das ganze Jahr über haben wir uns auf Südamerika vorbereitet.


TRUCKS


Team Kamaz Master

Die Kamaz Trucks aus Russland sind das Maß der Dinge dieser Klasse und haben 2015 mit den Plätzen eins, zwei und drei groß abgeräumt. Team-Kapitän Vladimir Chagin hält den Rekord von sieben Katar-Siegen und wird vier Crews ins Rennen schicken: Ayrat Mardeev (Sieger 2015), Andrey Karginov (Sieger 2014), Eduard Nikolaev (Sieger 2013) aud Dmitry Sotnikov.

Vladimir Chagin: „Wir haben in Kasachstan eine erfolgreiche Test-Saison absolviert, dort haben wir einiges Terrain gehabt, welches dem von Südamerika sehr ähnlich kommt. Die Trucks stehen bereit für die Abreise zur Dakar und ich denke, dass mein gesamtes Team einen tollen Job machen wird.“


QUADS

Der Argentinier Marcos Patronelli ist der Local Hero der Dakar. Der zweifache Sieger wird entlang der Routen von den Fans sicher am meisten unterstützt, wird aber sicher auch kein leichtes Leben haben. Einige junge Piloten drängen an die Spitze, darunter der Katari Mohamed Abu Issa, der im Januar 2016 den Dakar-Sieg anpeilt.

Marcos Patronelli: „Ich fahre, um Argentinien zu vertreten und eine weitere Dakar zu gewinnen. Das ist das härteste Rennen der Welt und darum ist es natürlich schwierig – aber es ist auch ein großes Abenteuer, an dem ich immer viel Spaß habe.“


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