Darum sind Kamaz die Helden von Dakar

Check das exklusive Video aus, in dem sich die riesigen KAMAZ Trucks für die Rallye Dakar aufwärmen.
Ayrat Mardeev an der Ziellinie der 12. Etappe der Rallye Dakar 2015.
Der Weg zum Ziel: Team KAMAZ © Flavien Duhamel/Red Bull Content Pool
Von Anthony Peacock

Viele sagen, dass diese Leviathane der Rallye Dakar wie Panzer gebaut sind - und die Russen haben sich definitiv mit militärischem Eifer vorbereitet. Sie trainierten in einem Camp in Kasachstan, in dem die Hindernisse Südamerikas nachgestellt wurden.

Vladimir Chagin ist wieder einmal für die Operation verantwortlich: Der siebenfache Dakar-Gewinner als Fahrer und jetzt Chef des Kamaz-Teams leitet das Factory Team mit drei Trucks, von denen jeder mit 730 PS aus einem 17,2 Liter V8 Dieselmotor protzt.

An der Leistung sollte es also nicht scheitern. Doch was noch beachtlicher ist, ist, dass diese Riesentrucks es irgendwie schaffen, mühelos über Sanddünen zu springen - fast wie Turbo-Bergziegen.

"Traniere hart, kämpfe leicht: Das sagte Alexander Suvorov, der letzte General des Russischen Zarenreichs", erklärt uns Chagin. "Wir versuchen, seine Tipps zu berücksichtigen.

"Wir trainieren also so intensiv wie möglich, suchen uns die längsten und schwierigsten Spezial-Etappen heraus, um herauszufinden, wie die Trucks damit klar kommen. So müssen sowohl Fahrer als auch Navigatoren voll ran."

Suvorov ist bekannt dafür, dass er nie eine Schlacht verloren hat - in 60 Konflikten blieb er unbesiegt. Er hat sogar ein Buch darüber geschrieben: "Die Wissenschaft des Erfolgs". Er ist sicherlich ein erstrebenswertes Vorbild. Doch mit 13 Rallye-Siegen tritt Kamaz, der größte Truckbauer Russlands, bereits in Suvorovs Fußstapfen.

 

Doch lass dich von dem landwirtschaftlich angehauchten Exterieur nicht täuschen: diese Kamaz-Trucks sind Rennmaschinen auf dem neuesten Stand der Technik, die im Laufe der Saison genauso gepflegt und geschliffen wurden wie die Fahrer.

Für 2016 stehen Entwicklungen im Bereich der Steuerung und der Bremsen bevor. Aus dem mächtigen Motor wurde sogar noch mehr Kraft herausgeholt. Außerdem wurde das Getriebe verbessert: Der Torque-Verteiler ganz besonders, der diese ganze Kraft an den Boden bringt.

Wir trainieren also so intensiv wie möglich. So müssen sowohl Fahrer als auch Navigatoren voll ran.

Eduard Mardeev, der Dakar-Sieger von 2013 (seither ist Kamaz ungeschlagen), erklärt: "Das Ergebnis ist ein Truck, der viel einfacher zu fahren ist, was auf dieser Höhe wichtig sein wird. Insgesamt würde ich sagen, dass das Fahrzeug, das wir jetzt haben, zwei Stufen über dem steht, das wir im letzten Jahr hatten."

Jetzt ist es an der Zeit, dass die Konkurrenz zu zittern beginnt. Und ein Blick in dieses Video reicht schon, um zu wissen, warum.

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