Desert Wings 2016

Was ist neu bei der Rallye Dakar 2016

Wer bereitet sich auf sein Debüt vor und was hat El Niño für die Rallye geplant?
Iván Cervantes testet mit dem HIMOINSA Racing Team vor der 2016 Dakar Rallye.
Iván Cervantes ist das neue Gesicht im Biwak © HIMOINSA Racing Team
Von Anthony Peacock

Es gibt Faktoren bei der Rallye Dakardie für immer ein fester Bestandteil des Rennens sein werden. Zum Beispiel weiß man, dass die Organisatoren grundsätzlich eine Route erstellen, die alle Teilnehmer und ihre Fahrzeuge an die Grenzen ihrer Belastbarkeit bringen wird. Außerdem ist klar, dass die Rallye über und durch alle vorstellbaren Terrains verläuft. Das bedeutet rund 9.000 Kilometer durch das Wildeste, was Südamerika an Straßen, Wüsten und Pfaden zu bieten hat.

Aber gibt es bei der Rallye Dakar 2016 auch etwas Neues? Wir haben sechs Innovationen rausgesucht, auf die du dich ab dem Start am 2. Jänner freuen kannst:

1. Iván Cervantes ist auf dem Motorrad mit dabei

Vier Ausdauer-Siegertitel in der Motorradklasse ist eigentlich alles, was du über den Spanier Ivan Cervantes wissen musst. Er kann fahren, er kann das Gelände lesen und er ist ein wahrer Meister, wenn es darum geht, mentale Balance zu halten. Cervantes tritt schon seit Jahren bei Motorrad-Rennen an, aber das hier wird seine erste Rallye Dakar sein. Es ist der Event, an dem er schon als Kind teilnehmen wollte! Er fährt für das Himoinsa KTM Racing Team und er sieht seine Chancen äußerst realistisch: Hier geht es nur darum irgendwie durchs Ziel zu kommen. Zum Siegen kommt er ein andermal wieder.

Marc Coma feiert seinen Sieg auf der Ziellinie der Rally Dakar 2015 in Baradero, Argentinien am 17. Januar 2015
Marc Coma ist Dakar’s Sporting Director © Marcelo Maragni/Red Bull Content Pool


2. Der fünffache Gewinner Marc Coma sitzt am Schreibtisch

Der Spanier Marc Coma hat die Rallye Dakar fünf Mal gewonnen, fünf Mal auf einer KTM. Nach seinen Siegen 2014 und 2015, jagd er bei der Rallye Dakar 2016 jaber icht dem Hattrick hinterher, sonder agiert als Sporting Director. Seine Erfahrung hilft an dieser Position immens und er hat Monate in Argentinien und Bolivien verbracht, um echt harte Herausforderungen für seine Ex-Gegner zu bauen. Rache ist süß, sagt man!

3. Lesotho ist zum ersten Mal am Start

In Lesotho wohnen zwei Millionen Menschen, aber nur ein Rallye Dakar Teilnehmer: Wessel Bosman. Er ist ursprünglich ein 100 Meter-Hürdenläufer, der sich viermal für Olympische Spiele qualifizierte, aber wegen der Apartheid an keinen teilnehmen durfte. Er baute dann ein Skiresort in Lesotho und nannte es Afriski. Um es zu promoten fuhren er und sein Sohn auf dem Motorrad von Kapstadt bis Kairo – und so wurde die Idee für die Dakar geboren. Im letzten Jahr war er für Südafrika am Start, musste aber wegen Erschöpfung nach sechs Tagen aufgeben. Mit seiner Heimatstadt im Rücken ist er jetzt besser vorbereitet und bereit, die Rallye durchzuziehen!


4. Der größte Rallye Fahrer der Welt macht sein Debüt

Sébastien Loeb hat jeden Rekord, den es in der Welt des Rallye Fahren gibt, schon mindestens einmal aufgestellt. Der Franzose kann 9 Weltmeistertitel, 78 Rallye-Siege und 905 Etappen-Siege vorweisen – mit Zeiten, die noch lange ungeschlagen bleiben dürften. 905 ist Loebs Glückszahl, mit dem Peugeot 905 gewann er zum ersten Mal das 24 Stunden Rennen in Le Mans 1992, und mit diesem Peugeot wird Loeb auch im neuen Jahr bei der Dakar antreten.


5. … und ein weiterer World Rallye Champion ist sein Gegner!

Er war einer der Schnellsten in der WRC, aber nun zeigt Mikko Hirvonen, was er bei der Dakar Rallye drauf hat. Hirvonen und Loebs Karriere-Statistiken können sich nicht wirklich messen, Hirvonen gewann bisher 15 WRC Titel und verbrachte einen Großteil seiner Karriere in der Staubwolke von Loebs Citroens. Beide haben nun eine neue Herausforderung und stehen sich ebenbürtig gegenüber. Hirvonen will endlich Mal Loeb in seiner Abgaswolke sehen – und nicht immer umgekehrt!

Giniel de Villiers auf der 12. Etappe der Rally Dakar 2015 zwischen Termas de Rio Hondo und Rosario, Argentinien am 16. Januar 2015
Das Wetter kann sich sehr schnell ändern © Marcelo Maragni/Red Bull Content Pool


6. El Niño hat Peru aus der Rallye geblasen.

Genau wie die Olympischen Spiele oder die FußballWeltmeisterschaft, kommt auch El Niño in regelmäßigen Abständen. Während der Pazifik sich aufwärmt, bauen sich Winde und Regenstürme auf. Derzeit ist El Niño so stark wie seit Jahren nicht mehr, und daher wurde beschlossen, dass man die Rallye nicht durch Peru verlaufen lässt, weil man einfach nicht genug Sicherheit garantieren kann. Die Strecke verläuft also nur durch Argentinien und Bolivien. 2017 wird die Rallye dann hoffentlich wieder nach Peru zurückkehren.


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