6 Dinge über die DAKAR die du nicht wusstest!

Verbessere dein Wissen über die härteste Rallye der Welt mit diesen kleinen Weisheiten
Von Anthony Peacock / Oliver Schran

Du kennst schon alle Fakten über die Dakar? Schauen wir mal... Hier ein paar eher unbekannte Fakten über die härteste Rallye der Welt, welche wir gern mit euch teilen wollen.

1. Die Dakar ist fast so lang, wie die komplette WRC Rallye Weltmeisterschaft

Die Dakar fällt in die Klasse der sogenannten Rallye Raids = Marathon Rallye. Diese Events gehen immer über mehrere Tage im Fall der Dakar sind es 2 Wochen und mit den 9.300km ist die Dakar definitv der Endgegner für jeden Rallye Fahrer. Weil solche Events extrem hart für Mensch und Machine sind gibt es auch nicht so viele. Normale Rallye Veranstaltungen hingegen findet man viele rund um den Globus.

Sébastien Loeb bei der Arbeit auf der Rally Dakar 2016 in seinem Peugeot 2008 DKR16
Seb Loeb läßt es spritzen... © DPPI/Red Bull Content Pool

2. Die Motoren verlieren auf großen Teilen der Strecke in diesem Jahr bis zu 20 Prozent ihrer Leistung

Die Dakar 2016 wird in großen Teilen in Argentinien ausgetragen, bringt die Teilnehmer aber auch durch die Anden ins Nachbarland Bolivien. Den höchsten Punkt erreichte die Rallye bereits auf Etappe 5 von San Salvador de Jujuy (ARG) – Uyuni (BOL). Die Teilnehmer und Maschinen hatten mit extrem dünner Luft auf 4.600m zu kämpfen. Die Route entsprach ungefährt der Höhe eines Mt. Everest Basecamps. Die Luft ist sehr dünn in solchen Höhen, was bedeutet das sie weniger Sauerstoff angereichert ist. Dies hat bei Menschen Kopfschmerzen und Übelkeit zur Folge, Motoren bekommen Leistungsprobleme, da nicht genug Sauerstoff für eine optimale Verbrennung vorhanden ist. In diesem Fall sind es bei den meisten Teilnehmern bis zu 20%.

Das Team Peugeot hatte für die Etappe gut vorgesorgt, wie der Tweet hier zeigt:

3. Die Support Trucks sind Teilnehmer und Service Flotte

Die Top Teams haben eine LKW Flotte, welche das gesamte Team-Equipment von einer Etappe zur nächsten bringt. Die helfen den Fahrern auch auf der Strecke, falle etwas passiert und Hilfe benötigt wird. Genau wie die Autos, Quads und Motorräder der Teilnehmer können diese massiven Laster durch jedes Gelände fahren, aber sie sind dabei natürlich viel langsamer. Für die Support Trucks gibt es auf der Dakar eine eingene Klasse und auch hier geht es am Ende wie immer auf der Dakar um die schnellste Zeit.

4. Die Rallye wurde geboren weil Jemand verloren ging

Thierry Sabine - ein franzöischer Motorrad-Rennfahrer - nahm im Jahr 1977 an der Abidjan - Nizza Rallye teil und verirrte sich auf dem Weg. Während er versuchte in den weiten der Dünen wieder auf die richtige Strecke zu kommen, erkannte er wie schwierig es ist in diesem Gelände zurechtzukommen und sich nicht zu verfahren. Diese Erkenntnis brachte ihn auf die Idee daraus eine Veranstaltung zu formen. Er verlies Paris im Dezember 1978 und machte sich auf nach Dakar - die Hauptstadt des Senegal - von der die Rallye ihren Namen bekommen hat.

Hier ein animierter Guide, welcher die Geschichte der Dakar zusammenfasst:

5. Die Dakar wird immer mit der Farbe Pink in Verbindung gebracht

Der Ziel der Dakar lag traditionell am Lac Rose (30km nördlich von Dakar), welcher den Namen seiner Farbe verdankt. Das leuchtende Pink wird von einer einzigartigen Alge Namens Dunaliella Salina erzeugt. Der See leuchtet so stark, das die Färbung aus dem All zu erkennen ist. Nach 2-Wochen voller Strapazen, konnten die Teilnehmer im Ziel kaum glauben, das sie es geschafft hatten und der Anblick des Sees rührte viele in diesem Moment der totalen Erschöpfung zu tränen.

6. Die Fahrer haben keine Zeit anzuhalten und .....

Manche Fahrer haben ein Problem damit, den ganzen Tag im Auto sitzen ohne mal kurz anzuhalten. Auf den langen Etappen sind die Teilnehmer teilweise bis zu 12 Stunden auf der Strecke und manchmal drückt es dann halt. Für diesen Fall haben die Fahrer Urinbeutel in ihren Rennanzügen, welchen sie dann auf langsamen Streckenabschnitten oder Flussdurchfahrten leeren. Ein weiterer Leidensbaustein auf dem Weg zu Dakar Sieg, über den Ihr sicher noch nicht nachgedacht habt.

Das die Dakar aber auch für viele oft schon vor dem Ziel beendet werden musste hat der Dakar Rookie Matthias Walkner vom KTM Werkteam erfahren. Was er erlebt hat fasst Matthias in seinem Blog hier spannend und unterhaltsam zusammen.

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