Ein Tag bei der Dakar mit KTM-Fahrer Antoine Méo

Ein Blick hinter die Kulissen der härtesten Rallye der Welt.
Von Tim Sturtridge / Oliver Schran

Der Dakar-Debütant Antoine Meo ist in der Motorrad-Offroad-Szene kein unbeschriebenes Blatt und sowohl Fans auch als Experten erwarteten einen starken Einstieg bei der härtesten Rallye der Welt. Der spanische Enduro-Weltmeister zeigte konstante Leistungen auf den ersten Etappen und der Tagessieg schien in greifbarer Nähe, bis es auf der vorletzten Etappe heftig knallte.

Wir haben uns mit Meo nach einem für ihn sehr unglücklichen Tag nach Etappe 12 getroffen um zu erfahren, wie es ihm geht.

© Flavien Duhamel/Red Bull Content Pool

"Es ging eigentlich los wie immer. Vielleicht an dem Tag ein wenig früher, weil ich schon gegen 3 Uhr aufgestanden bin. Normalerweise reicht 4 Uhr und wenn´s kürzer ist reicht es auch um 5 aufzustehen.

Das Bike und meine Ausrüstung haben wir natürlich schon am Abend vorbereitet, damit es nach dem Aufstehen sofort und ohne Stress losgehen kann. Das ist auch der größte Vorteil, den man als Fahrer hat, wenn man für ein Team wie KTM Red Bull startet. Alles ist minutiös organisiert und die Sachen sind immer an dem Platz, wo du sie gerade brauchst. Verzögerung oder Kopfschmerzen bei Organistionssachen gibt es nie."

"Die Verbindungsetappe gibt einem auf der Rallye immer wieder die einzigartige Chance, auch die Landschaft zu genießen. Am Anfang des Tages sieht man eigentlich fast nix. Es geht ja schon recht früh los mit der Wertungsprüfung und meistens ist es auch noch dunkel. Auf dem Teil ist man dann natürlich voll konzentriert, eine gute Pace zu machen und kann nicht rumschauen."

Es ist wirklich eine verdammte Scheiße. Das war echt ein heftiger Crash. Mir tut einfach alles weh: Meine Hand, mein Nacken und so weiter... Nur mein Hinterteil schmerzt nicht!

 

"Es ist circa 10km vor dem Ende der Etappe passiert. Ich hatte einen Platten und bin bei vollem Tempo richtig abgeflogen. Deswegen habe ich natürlich eine Menge Zeit verloren und auch meinen dritten Platz in der Gesamtwertung. Der Tagessieg lag ja auch in greifbarer Nähe, aber ich kann eigentlich ganze froh sein, dass es trotzdem ziemlich gut gelaufen ist auf meiner ersten Dakar.

So ich muss mich nun auch verabschieden. Der Zahnarzt wartet, damit ich beim Zieleinlauf nicht so schlimm aussehe. So ist das halt mit dem Racing. Ich bin froh, während dieser Dakar alles gegeben zu haben und werde stärker wieder kommen."

KTM rider Antoine Méo feiert mit dem Team von KTM Red Bull seine erste Zieldurchfahrt auf der Rally Dakar 2016.
Die Siegerehrung mit dem Team KTM Red Bull © Marcelo Maragni/Red Bull Content Pool
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