Brüllende Motoren: Das Erzbergrodeo 2016 ist on!

Die größte Hard Enduro-Party der Welt hat begonnen. Hier kommt das Best-Of-Video von Tag 2.
© Sebastian Marko/Red Bull Content Pool
Von Robert Lynn / Astrid Heinz

Das Gebrüll von 1.500 Maschinen, die sich mühsam einen der größten Erzberge der Welt hochkämpfen, kann nur eines bedeuten: Mit dem Iron Road-Prolog ist der Startschuss für das Erzbergrodeo 2016 gefallen.

Von Hobbyfahrern bis Pros, von Mopeds bis 1.000cc-Maschinen und dem skurrilen Star Wars Stormtooper: Die Begeisterung und der Wahnsinn sind grenzenlos, beim härtesten Hard Enduro-Event der Welt. Und das alles bei strahlendem Sonnenschein.

Unter den schnellsten 500 sein, um sich für das Red Bull Hare Scramble am Sonntag zu qualifizieren, das ist das Ziel für die meisten Fahrer, die hier antreten. Einige wenige aber liefern sich einen erbitterten Kampf um die ersten Plätze.

Einer dieser Männer mit Mission am ersten Tag war Paul Bolton: Er legte den Weg auf den Erzberg in (inoffizieller) Bestzeit zurück.

„Ich habe heute früh in einen richtig guten Groove gefunden, hatte aber nicht das Gefühl, besonders schnell zu sein. Eher das Gegenteil“, so der Brite. „Mein Fokus lag darauf, die Turns zu verbinden und den Schwung mitzunehmen. Ohne aber in Stop-Start-Weise zu fahren. Es hat geklappt und es ist ein gutes Gefühl.“

Mit am Start beim 22. Erzbergrodeo: Ein großes Feld an Fahrern aus den USA, die über dem Atlantik auf das Abenteuer ihres Lebens hoffen. Die Idee dazu stammt von Travis Pastrana und hat mittlerweile schon Tradition. Als ihr „Anführer“ ist in diesem Jahr Erzberg-Neuling und Super-Enduro-Champion Colton Haaker dabei.

„Meiner Meinung nach hat Travis Pastrana den Erzberg berühmt gemacht. Ich wollte immer schon hier her kommen. Jetzt bin ich da und alles ist drei Mal so groß, wie es im Fernsehen oder in Magazinen wirkt. Es ist wirklich riesig“, so Colton Haaker. „Der Prolog ist schnell, an manchen Stellen sogar beängstigend schnell. Der Respekt vor dem eisernen Riesen darf nicht fehlen.“

Einer der Favoriten für das Red Bull Hare Scramble ist Alfredo Gómez: Sieger beim Red Bull Minas Riders, dem Auftakt der Hard Enduro-Saison 2016. Nachdem er den Prolog in einem Stück überstanden hat, setzt er sich große Ziele.

„Die sehr trockenen Bedingungen haben es im Prolog sehr rutschig gemacht. Es war schwierig, die Bremswege einzuschätzen, speziell im Staub. Mein Ziel ist es, am Sonntag in der ersten Reihe mitzufahren. Dann beginnt das Rennen erst so richtig“, so Alfredo Gómez.

„Ich freue mich schon sehr aufs Hare Scramble. Der Sieg beim Minas Riders hat mir Sicherheit gegeben. Das habe ich gebraucht. Seit Brasilien habe ich hart trainiert und ich denke, dass ich am Sonntag noch Kraftreserven mobilisieren kann.“

Und all jenen, die es am Freitag nicht geschafft haben, gibt der Erzberg am Samstag noch eine weitere Chance.

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