Motocross: Das Problem mit den „harten Armen“

Arm Pump ist eines der nervigsten MX-Probleme. Was helfen kann, erfahrt ihr hier.
Jordi Tixier @ FIM Motocross World © Ray Archer / KTM / Red Bull Content Pool
Von Tobias Take

Anatomischer Hintergrund: Die Unterarm-Muskulatur ist im Motocross sehr stark beansprucht. Mit den Händen wird der Lenker gehalten, werden Stösse absorbiert, Gas und Kupplung bedient etc. – „harte Arme also das Verfestigen btw. Das Verkrampfen der Unterarm-Muskulatur, können dementsprechend schlimme Folgen haben.

Um Arm Pump zu verstehen, muss man sich kurz die Anatomie des Körpers und hier speziell die Versorgung der Muskulatur anschauen. Die Muskulatur wird mit Blut, das Sauerstoff enthalt, versorgt. Hier gibt es einmal das arterielle Blut, welches vom Herzen kommt und sauerstoffreich ist, und zum anderen das venöse Blut, welches zum Herzen zurückfliesst und sauerstoffarm ist. Je mehr Sauerstoff die Muskulatur erhält, desto besser ist sie durchblutet.

Um die Muskulatur herum befindet sich eine sogenannte Muskelfaszie, die wie eine Wurstpelle den Muskel umschliesst. Diese ist zwar sehr stabil, aber leider nicht so elastisch. Wird der Muskel stark beansprucht, entsteht ein Druck, der, wenn er zu hoch wird, zu Arm Pump führen kann. Bei diesem Druck staut sich sozusagen das venöse Blut im Muskel und es kann weniger arterielles Blut in den Muskel gelangen. Der Muskel verfestigt sich!
 

Was kann ich gegen Arm Pump machen? Viele Fahrer haben sich schlimme Operationen angetan, um Arm Pump zu bekämpfen, leider ohne Erfolgsgarantie. Es gibt kein Allheilmittel gegen Arm Pump, aber drei Dinge, die sehr gut dagegen helfen.

  • 1. Biketraining: Trainiert viel auf dem Bike und gewöhnt die Muskulatur an die Belastung. Achtet hierbei darauf, viel mit den Beinen zu machen und euch einen armschonenden Fahrstil anzugewöhnen.
     
  • 2. Körperliche Fitness: Je höher eure kardiovaskuläre Fitness (Ausdauerfähigkeit), desto besser funktioniert euer Blutkreislauf und desto besser kann die Muskulatur mit sauerstoffreichem Blut versorgt werden. Hier solltet ihr euren ganzen Körper trainieren und nicht nur eure Unterarme.
     
  • 3. Aufwärmen und Trinken: Ausserdem solltet ihr euch vor jedem Rennen ausreichend aufwärmen und wie immer gilt: trinken, trinken, trinken.
     
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