Die Töffli-Rundfahrt führte erstmals ins Ausland

1200 Teilnehmer stellten am Red Bull Alpenbrevet im Tessin ihre kunterbunten Zweitakter zur Schau.
Weltmeister Dani Pedrosa ist heiss auf den Start © David Robinson / Red Bull Content Pool
Von Ninaladina Kurz

Darauf haben die Töffli-Heldinnen und -Helden monatelang gewartet: Am Samstagmittag starteten 1200 junge und junggebliebene Mofa-Liebhaber beim Stadio di Cornaredo in Lugano zur 120 Kilometer langen Rundfahrt – und das meistens mit Tempo 30.
 


Die Route führte über Tesserete nach Gambarogno. Beim Fluss Torrente Ri überquerte die Strecke die Grenze zu Italien und führte 26 Kilometer weiter nach Luino. Von Astano über Novaggio ging es zurück nach Lugano. Vor allem der Pass Alpe di Neggia stellte mit 1122 Höhenmetern eine grosse Herausforderung dar und zwang die Teilnehmer, tüchtig in die Pedale zu treten.

«Wer sich vor Regen fürchtet, soll zu Hause bleiben!»

Während in den letzten Jahren die Töffli-Heldinnen und Helden auf den Pässen im Berner Oberland auch mal dem Schnee ausweichen mussten, erwartete sie in diesem Jahr Palmen und ein atemberaubender Blick über die Tessiner Hügellandschaft. Auch das Wetter spielte grösstenteils mit — nur auf den Pässen waren einige Teilnehmer Regengüssen ausgesetzt. Dennoch: «Echte Fahrer scheren sich nicht ums Wetter. Wer sich vor Regen fürchtet, soll zu Hause bleiben», lautete das Fazit vieler Teilnehmer. Doch nicht nur das Wetter sorgte für Herausforderungen: Immer wieder traf man Teilnehmer am Strassenrand an, wie sie an ihren Töfflis herumschraubten.

Eröffnet wurde das Red Bull Alpenbrevet von Luganos Bürgermeister Marco Borradori. «Ich bin überwältigt, mit wie viel Fantasie die Fahrer und Fahrerinnen ihre Töfflis gestaltet haben», sagte dieser nach dem Start.

1200 Teilnehmer stellten ihr Töffli zur Schau © David Robinson / Red Bull Content Pool
Atemberaubender Blick über die Landschaft © Lorenz Richard / Red Bull Content Pool


Auch ein Weltmeister fuhr mit

Weltmeister Dani Pedrosa sass ebenfalls im Töffli-Sattel und war begeistert: «Ich war erstaunt, wie leidenschaftlich die Töffli-Szene in der Schweiz ist. Die Fahrer gehen miteinander um, als wären sie eine grosse Familie und in jedem Dorf jubelten uns Kinder und Erwachsene zu.»

Der grosse Preis von zwei speziellen Red Bull Alpenbrevet Töfflis ging in der Kategorie «automatischer Zweitakter» an Hans-Peter Gfeller und an Stefan Fuchs in der Kategorie «geschalteter Zweitakter». Ihre Fahrtzeit kam der Durchschnittszeit aller Teilnehmer am nächsten.

Bei Hans-Peter Gfeller lag es laut eigener Aussage an den Skischuhen, mit der er die Rundfahrt gefahren ist: «Mit Skischuhen kann man einfach besser in die Kurve liegen und bremsen», so der Berner. Stefan Fuchs weiss bereits ganz genau, was er mit seinem neuen Töffli machen will: «Ich habe drei Mädels zu Hause. Die werden sich tierisch freuen.»
 
 

read more about
Zur nächsten Story