Die 5 Lieblingstiefschneespots der Profis

Wohin fahren die Profis, wenn sie Tiefschnee wollen? Wir fragen mal nach...
Schwarz-Weiß-Foto von Sebi Geiger im Wald von Silvretta.
Sebi Geiger: Verloren im Wald von Silvretta © Christoph Schöch
Von Jason Horton

Während sich die Erde immer weiter erwärmt, suchen die Tiefschneejäger der Welt unerlässlich weiter nach dem kältesten und tiefsten Schnee auf dem Planeten. Und wenn es darum geht, herauszufinden, was deine nächste Mission ist, wer ist da ein besserer Ansprechpartner als ein wahrer Profi?

Also haben wir fünf der begnadetsten Rider der Welt gefragt/ angefleht, uns ausführlich über ihre Lieblingstiefschneespots zu informieren…

Eero Ettala: Asahidake, Japan

“Mein Favorit unter den Tiefschneegebieten ist Asahidake im japanischen Hokkaido. Es gibt nur eine Gondel nach oben, mehrere Pisten mit Neuschnee durch den Wald und nicht zu viele Rider auf dem Berg. Wir finden immer eine Unterkunft direkt neben dem Gebiet, so dass wir jeden Morgen zum Lift gehen können und keinen Stress haben, uns noch einen Mietwagen zu organisieren. Die letzten drei Male, an denen ich in Asahidake war, lag den ganzen Februar über Schnee und jeden Tag fiel Neuschnee. Das ist meine Top-Empfehlung!“

Asahidake liegt auf dem höchsten Berg von Hokkaido und ist kein wirkliches Skigebiet, sondern ein Nationalpark, der mit einer Gondel ausgestattet ist – keine Einrichtungen und kein Nachtleben, aber gibt es was Besseres für Tiefschneefans? Wohl kaum!

Sebastien Toutant Zürich
Seb Toots @ Freestyle.ch © Danny Burrows

Seb Toots: Whistler, BC, Kanada

“Mein Lieblingstiefschneespot ist wahrscheinlich Whistler, weil alles so groß ist und es dort ein paar kranke Alleen gibt. Wie in allen anderen Gebieten, ist es auch hier besser, wenn du nach oben wanderst, wo mehr unbefahrene Tracks auf dich warten. Auf dem Berg gibt es das beste Essen und die Leute sind einfach fantastisch.“

Whistler wird regelmäßig als bestes Skigebiet der Welt ausgezeichnet, weil es alles hat – Tonnen an Schnee, ein riesiges Areal mit viel natürlichem Terrain, einen der besten Snowparks auf dem Planeten und die ganzen schnellen Lifts und das schnelle Leben, das man von einem der größten Resorts der Welt erwartet.

John Jackson - Portrait
John Jackson © Tim Zimmerman/Red Bull Content Pool

John Jackson: Happo One, Japan

“Viele der unglaublichsten Skigebiete findest du in Japan. Es hört nicht auf zu schneien, die Gebiete sind nie überfüllt, und aus welchem Grund auch immer bleiben die Rider auf den Pisten, so dass du garantiert Tiefschnee findest, wenn du dich ein bisschen von der Piste wegbewegst – und meistens liegt er gleich vor dir. Ein neuer Liebling von mir ist Happo One auf der Südinsel. Das Terrain ist atemberaubend, es gibt viele Vertikale und du kannst von dort aus zu den unglaublichsten Bergen von Japans Hinterland gelangen. Ich wusste gar nicht, dass Alaska in Japan ist, bis ich hier hergekommen bin!“

Happo One (das wie Happo On-Ay ausgesprochen wird) liegt nur vier Stunden von Tokio auf Japans Hauptinsel entfernt und ist das größte und westlichste Resort in den ‚Japanischen Alpen‘. Von dort aus kommt man gut in das hügelige Terrain (oberhalb der Baumgrenze) im Hinterland.

Markus Keller bei der Art of Flight-Premiere © Lorenz Richard/Red Bull Content Pool

Markus Keller: Davos

“Mein Lieblingsspot für Tiefschneetage ist Davos/ Klosters. Nachdem ich dort sieben Jahre lang gelebt habe, ist es für mich immer noch mein Heimatgebiet und sicherlich das, das ich am besten kenne. Es besteht aus mehreren verschiedenen Bergen und Tälern und hat deshalb viele Seiten zu bieten, wenn nötig auch mit Bäumen und Schutzmöglichkeiten. Es gibt die volle Bandbreite an Terrain, von großen Lines über Kickerspots bis hin zu Strecken durch Wälder. Durch das große Angebot an Bergen und Lifts ist es auch einfacher, den Menschenmengen zu entkommen. Das ist und bleibt sicherlich mein Favorit schlechthin!“

Laut dem World Snowboard Guide ist Davos das ‚beste Gebiet in der Schweiz‘ mit jeder denkbaren Art von natürlichem und künstlichen Terrain, das sich über fünf Berge erstreckt. Davos ist aber nicht nur ein Paradies für den Tiefschnee, sondern auch das beliebteste Winterreiseziel für die Reichen und Berühmten Europas – also unbedingt Pelzmantel und Chanel-Skibrille mitbringen!

Pat Moore, fotografiert am 9. September 2011 in Santa Monica, Kalifornien, USA.
Pat Moore © Marv Watson/Red Bull Content Pool

Pat Moore: Squaw Valley, USA

“Für mich ist Squaw das beste Skigebiet, einfach wegen seinem Terrain. Granite Chief ist wie ein Skatepark mit unzähligen Hits und Kliffs, die es unübertrefflich machen, und du kannst den Leuten vom Lift aus zurufen!“

Squaw Valley in Kalifornien ist eines der größeren Gebiete im Bereich von Lake Tahoe und hat mehr unterschiedliches Terrain zu bieten als die meisten seiner Nachbarn. Das Gute daran, dass Squaw im Golden State liegt, ist, dass viel Schnee fällt (bis zu 11 Meter im Jahr) und die Sonne scheint (an 300 Tagen im Jahr) – wenn du also jemand bist, der blauen Himmel und Pulverschnee liebt, ist das der Ort für dich.

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