StockSmolla (c) Red Bull Photofiles

Beim fünftägigen Snowboard-Workshop Red Bull Upsprings schlüpften die beiden Pros Marco Smolla und Werni Stock in die Rolle des „Erziehers“. Im Interview verraten die beiden, was sie den Kids beigebracht haben.

Wie sieht euer Fazit nach fünf Tagen Red Bull Upsprings aus?
Werni Stock: Es war echt ein Wahnsinn: Wir hatten jetzt jeden Tag schönes Wetter und die Kids waren schwer motiviert. Ich finde es echt cool, was die Nico (Nicola Thost, Initiatorin von Red Bull Upsprings, Anm.) aus dem Red Bull Upsprings gemacht hat. Und die Jungs gaben Gas, um für gute Fotos und Videomaterial zu sorgen. Das taugt mir.

Eure Aufgabe war es, die Kids zu betreuen. Welche Tipps hattet ihr parat?
Werni Stock: Bei den Kids war das Interesse an Sponsoren klarerweise sehr groß. Was wir ihnen mitgeben konnten ist, dass solche Dinge in diesem Alter noch nicht viel zählen. Sie sollen lieber schauen, dass sie Spaß am Fahren haben und die Schule nicht vernachlässigen. Wir gaben ihnen aber trotzdem Tipps für den Umgang mit den Medien und Fotografen - damit sie eine gute Basis haben.

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Marco Smolla: Wir wollten auch zum Thema Gesundheit einiges an die Kids weitergeben. Der Werni und ich hatten ja schon öfter mit Verletzungen zu kämpfen und wissen wie mühsam es ist, sich danach wieder zu motivieren. Wenn man selbst nicht erlebt hat, wie schlimm man sich weh tun kann, dann achtet man nicht wirklich auf den Körper. Sich aufzuwärmen und regelmäßig zu trainieren zählt aber zu den Dingen, die ein Snowboarder tun muss, um Erfolg zu haben.

Was ist eure wichtigste Message?
Marco Smolla: Man muss wissen, wann Schluss ist. Vor allem Kinder fahren trotz Müdigkeit immer weiter und machen kaum Pause. Genau das ist gefährlich. Wenn man Stürze vermeiden oder einschränken will, dann sollte man aufhören, wenn es am Schönsten ist.

Hättet ihr in eurer Kindheit oder Jugend selber gerne an einen solchen Workshop teilgenommen?
Marco Smolla: Das wäre schon toll gewesen. Zu unserer Zeit musste man sich das meiste noch selber erarbeiten. Dadurch hat es länger gedauert, bis die ersten Sponsoren kamen.

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Werni Stock: Ich hatte meinen ersten Sponsor mit circa 15 oder 16. In meiner Anfangszeit bekam ich von anderen Boardern meistens genau einen Tipp: Nimm viel Schwung mit und dreh dich nach dem Absprung so oft wie möglich. Na ja, das ist nicht sehr hilfreich. Mann muss nämlich den Bewegungsablauf genau im Kopf haben, bevor man losfährt. Wenn man den Sprung nicht vorausdenkt, dann wir der 1. nicht sauber oder endet 2. oft mit einem Sturz. Die Kids wissen nun, dass neue Jumps zu erlernen viel Vorbereitung und Kopfarbeit bedeutet. Wenn man das einhält, dann kann man viel erreichen.

 

Danke für das Gespräch!

 

 


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