Zusammen mit Peter Ortner hat sich David Lama nach Chamonix begeben. Kletternd und auf Skiern bezwangen die zwei u.a. den Mont Blanc du Tacul. Den ersten Teil des Blogs von David gibt es hier zu lesen.
Am 4. April starteten wir von Innsbruck. Nach sechs Stunden Autofahrt kamen wir endlich in „Cham“ an und bezogen unser kleines Apartment. Mit dem Fernglas versuchten wir gleich die Verhältnisse einzuschätzen, beschlossen dann aber am nächsten Tag mit den Skiern das Gebiet zu erkunden.
Für den zweiten Tag nahmen wir uns das Supercouloir auf den Mont Blanc du Tacul vor. Da wir den direkten Start wählten erwiesen sich die ersten zwei Seillängen als ziemlich anspruchsvoll, doch danach wurde die Kletterei relativ einfach und so beschlossen Peter und ich – wie die meisten Seilschaften – uns nach 400 Metern abzuseilen und ein sonst zwingendes Biwak zu vermeiden.
Der dritte Tag hatte es dafür aber in sich. Peter und ich wollten von der Bergstation der Grandes Montes Bahn über den Westgrat auf die Aig Verte, dann das Whymper Couloir mit den Skiern abfahren und noch am selben Tag nach Chamonix runter. Die Kletterei am Grat erwies sich entgegen unseren Erwartungen als äußerst anspruchsvoll und wir benötigten sehr viel länger als erwartet. Das Whymper Couloir war am späten Nachmittag nicht mehr befahrbar also mussten wir abseilen. Kurz nach Mitternacht waren wir dann aber endlich auf der Couvercle Hütte und beschlossen dort zu übernachten. Am Tag darauf ging es nach Chamonix.
Der nächste Tag sollte eigentlich ein Rasttag werden, denn auf unserer To-Do-List stand noch die 1000 Meter hohe Droites Nordwand, doch das Wetter war zu perfekt, also kletterten Peter und ich über ein Eiscouloir auf den Petit Capucin.
Zu guter Letzt fiel dann auch noch die Droites Nordwand. Die Verhältnisse waren perfekt und Peter und ich kletterten in nur sechs Stunden – mehr oder weniger – auf der Messner Route zum Gipfel – ein gelungener Abschluss!
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