David Lama bewegt sich derzeit zwar nur abseits der Wettkampfbühne – dafür aber auf extrem anspruchsvollen Routen. Innerhalb von nur drei Wochen hat der 20jährige Tiroler viermal Höchstleistungen erbracht.
Alles begann mit der Wiederholung der Huber-Route Sansara (10+) an der Loferer Steinplatte. Eine geniale Linie durch drei imposante Dächer in der schönen Kalkwand über Lofer, die seit der Erstbesteigung im Jahr 2008 noch nicht wiederholt wurde. David gelang gleich bei seinem ersten Besuch die Rotpunktbegehung: Er knackt die 10+ Länge im dritten Anlauf, das 10- Dach zum Abschluss gelingt im zweiten Versuch, der Rest onsight.
Dann folgte die Route Super Cirill im Tessin. Ähnlich wie in der Route Sansara gelang es ihm auch Super Cirill gleich ground up eine Rotpunkt Begehung anzubringen. Acht der neun Seillängen, inklusive der Schlüssellänge, gelingen onsight.
Im Anschluss daran kam es zur Erstbegehung einer schwierigen Mehrseillängen-Route am Taufenkopf im Zillertal. 2001 entdeckte der Tiroler eine imposante, abweisende Kante am Ende der 150 Meter Wand am Taufenkopf. 2002 kam der Ausnahmekönner zurück, um die Route einzubohren. Heuer stellt sich Futzi erstmals alleine der Tour und zu seiner eigenen Überraschung glückte die schwierige Länge gleich auf Anhieb.
Nicht genug gab es noch die vierte Begehung von PanAroma an der westlichen Zinne. Obwohl David bereits letztes Jahr mit einer Wiederholung der Bellavista das große Dach der westlichen Zinne durchstiegen hatte, wollte er sich heuer an der Pan Aroma versuchen. Die ersten Meter der Schlüssellänge verlaufen noch ident mit der Bellavista, bevor Pan Aroma dann unglaublich ausgesetzt nach rechts wegzieht. David gelang die erste Schlüssellänge gleich auf Anhieb
David Lama erklärt, warum er so viel geklettert ist: „Es war nicht mein Ziel, all diese schwierigen Routen in möglichst kurzer Zeit zu schaffen. Das hat sich so ergeben. Ich fühle mich zurzeit einfach wohl am Fels und es macht Spaß, meine Leistung auch in psychisch anspruchsvollem Gelände abzurufen. Wenn die Wände in unseren Breitengraden zum Teil auch nicht die höchsten sind, durch diese Begehungen habe ich wieder einmal gesehen, welch geniale Spots und Felsen es in den Alpen gibt."
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