Schiester Dschungel Training (c) Philip Platzer/Red Bull Content Pool

Die Coastal Challenge lockt Christian Schiester nach Costa Rica, wo er sich den extremen Herausforderungen des Dschungels stellt: tropisches Klima, hohe Luftfeuchtigkeit und eine gefährliche Fauna und Flora. Das Abenteuer führt den Extremläufer 220 Kilometer durch die Wildnis Zur Vorbereitung hat er im Bad Radkersburg zehn Stunden lang bei tropischen Bedingungen trainiert.

Im Jahr 2006 musste Christian Schiester den Dschungel im Amazonasgebiet schwer gezeichnet, mit dick einbandagierten Füßen und Rollstuhl verlassen. Hautlose Fußsohlen, ein Hitzeschlag und ein unter großen Qualen erkämpfter dritter Platz ließen den Steirer einen Entschluss fassen: „Nie wieder Dschungel! Das war eine der härtesten Erfahrungen meines Lebens!“. Fast sechs Jahre später kehrt er dennoch zu einer neuen Herausforderung in die tropische Klimazone zurück: Die „Route of Fire“ lockt den Extremläufer zum Dschungel-Ultramarathon nach Costa Rica.

Am 22. Jänner fällt der Startschuss für das sechstägige Rennen, das rund 50 Teilnehmer aus neun Nationen 220 Kilometer durch die wilde Natur Costa Ricas führt. Bei Etappen von bis zu 60 Kilometer am Tag, Temperaturen über 30°C und einer hohen Luftfeuchtigkeit erwarten die Läufer auf dem Weg zur Westküste dichter Regenwald, windgepeitschte Hochebenen, schroffe Gebirgspässe, aktive Vulkane, imposante Wasserfälle, tiefe Flüsse und weite Sandstrände.

Mindestens ebenso exotisch wie die paradiesische Fauna ist auch die Tierwelt. Brüllaffen, Ozelots, Papageien, Pfeilgiftfrösche, Pelikane und Schlangen lassen das Rennen mit hohem Abenteuercharakter zu einer gleichermaßen wundersamen also auch gefährlichen Herausforderung werden. Neben den klimatischen Bedingungen werden 300.000 unterschiedliche Insektenarten für zusätzliches Kribbeln bei den Läufern sorgen.

Vorbereitung à la Schiester. Um diesen extremen Strapazen gewachsen zu sein, hat Christian Schiester sein Laufpensum zuletzt wieder auf weit über 300 Kilometer pro Woche hinaufgeschraubt. Außerdem hat sich der 44-Jährige wieder etwas Originelles einfallen lassen, um Körper und Geist gleichermaßen zu eichen: In der Dampfgrotte der Parktherme Bad Radkersburg hat er zehn Stunden lang bei tropischen Verhältnissen (48°Cund 95% Luftfeuchtigkeit) am Ergometer gestrampelt, abwechselnd mit Läufen durch das dichte Buschwerk der Murauen. „Ich habe ganz bewusst den Wechsel zwischen kalt und warm gesucht, mich anstatt der Laufwege bis tief in die Nacht durch das Gebüsch gekämpft und die tropischen Bedingungen in Costa Rica simuliert. Dadurch kann ich im Jänner bereits abgehärtet an den Start gehen“, erklärt Schiester, während er sich im Thermalbecken von den Strapazen dieser außergewöhnlichen Trainingseinheit erholt.

www.christian-schiester.com
 


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