Red Bull Art of Motion Red Bull Photofiles

So kreativ wie möglich, so individuell wie vorstellbar: die oberste Maxime der Freerunner war beim Red Bull Art of Motion am 22. Mai 2009 in der Arena Wien Programm. Hier der Rückblick.

Der Wettergott hatte Einsehen und ließ die Ausnahmekönner der internationalen Freerunning Szene die Wände hochgehen. Das Publikum hielt jedes Mal aufs Neue die Luft an, wenn 27 der weltbesten Protagonisten aus zwölf Nationen das ehemalige Schlachthaus zu ihrer persönlichen Arena umfunktionierten, um nach der jeweils einminütigen Show mit tosendem Applaus seine Anerkennung zu artikulieren. An spektakulärer Akrobatik wie Flips, Schrauben und individuellen Freestyle Moves kaum zu überbieten zeigte der blaue Teufel aus Birmingham, Paul Joseph,  den atemberaubendsten Run des Abends und wurde nicht nur mit dem ersten Platz beim Red Bull Art of Motion 2009 belohnt, sondern auch mit einer Wildcard für die "Barclaycard World Freerun Championships 2009" in London ausgestattet: "Heute Abend hätten alle von uns gewinnen können, hier wurde Freerunning auf höchstem Niveau geboten. Ich konnte zwei gelungene Runs präsentieren und bin super happy über meinen Sieg!" Auf den Plätzen folgten sein Landsmann Tim Shieff (GBR) und, wie bei der Premiere vor zwei Jahren, Marcus Gustafsson (SWE).

Bereits beim Start knapp 15m über dem Boden ließen sich die Freerunner nicht zweimal bitten, stürzten sich gekonnt und oftmals kopfüber in den Hinderniskurs und meisterten die Plateaus in diversen Größen und Höhen, Rails, Auto und Parkbank mit akrobatischem Bravour, den einen oder anderen Ausrutscher inklusive. Vier Judges, angeführt vom Briten Ryan Doyle-Gewinner von 2007 - bewerteten die Darbietungen mit geschulten Expertenaugen nach Kreativität, Style, Flow, Ausführung und technischer Schwierigkeit; dass die ausgelassene Stimmung im prallgefüllten Hof der Arena darauf Einfluss hatte gilt als unbestätigtes Gerücht.

Die heimische Elite war mit dem Tiroler Lukas "Luggi" Steiner und dem 16-jährigen Shootingstar Andrej "N-D" Lisal aus Wien im Finale der besten Acht stark vertreten. Wie ihre sechs Mitstreiter konnten beide im Showdown noch eins drauflegen und sich ex aequo auf den vierten Rang positionieren. "Das Publikum war der absolute Hammer! Ich hab noch nie vor so vielen begeisterten Leuten performt. Unglaubliche Stimmung, die von einem vierten Platz gekrönt wurde", so der 24-Jährige Lukas Steiner aus Wattens.


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