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Post aus Holland: Marc Janko bloggt über das Duell gegen Prödl & Arnautovic, tausend Tode vor dem Fernseher und kuriose Dreharbeiten mit dem ORF.

Ich wollte wieder einmal ein kleines Update aus Enschede liefern. Heute ist natürlich ein großer Tag, weil wir wieder in der Champions League spielen. Werder Bremen ist bei uns zu Gast und ich freue mich schon extrem auf diese Partie.

Ich bin in der vergangenen Woche sehr oft gefragt worden, ob es ein besonderes Match ist, weil ich gegen zwei meinen Nationalteam-Kollegen spielen werde. Aber das ist nicht so wichtig, für mich ist es eine Champions-League-Partie wie jede andere - mit dem kleinen Unterschied, dass ich mit Sebastian und Marco nach dem Spiel tratschen kann. Sonst ist es mir egal, ob ich gegen Prödl oder Lucio spiele.

Für uns ist es ein sehr wichtiges Spiel, weil wir uns vorgenommen haben, aus den nächsten beiden Matches mindestes vier Punkte zu holen.

Werder ist eine starke Mannschaft, aber seit Özil zu Real gewechselt ist, haben sie sicher an individueller Qualität verloren. Dennoch sind sie sehr schwer auszurechnen und in Kontern und bei Standards immer gefährlich.

In der Liga konnten wir am Wochenende gegen Feyenoord Rotterdam 1:0 gewinnen. Ich hatte einige gute Chancen, per Kopf auch die Latte getroffen, aber leider ist mir kein Tor gelungen. Wichtig war freilich, dass ich nach meiner Verletzung 90 Minuten durchgespielt habe. Dies war sogar eine kleine Überraschung für mich, aber Coach Michel Preud'homme wollte, dass ich unbedingt spiele, weil er heute gegen Werder auf mich setzt und mir Spielpraxis geben wollte.

Spannend war auch die letzte Woche für das Nationalteam. Für mich war es extrem bitter, weil du als Kapitän natürlich bei jeder Partie dabei sein willst. Aber es war leider nicht möglich. So habe ich mir das Spiel gegen Belgien im TV ansehen müssen und bin dabei 1000 Tode gestorben. Mit ein bisschen Glück hätten wir das Spiel vielleicht sogar gewinnen können, aber als Gruppenzweiter zu überwintern ist ja auch ganz fein.

Letzte Woche hatte ich auch Besuch von einem ORF-Team, das eine Reportage für Sport am Sonntag mit mir produzierte. Der Regisseur wollte mich unbedingt auf einem Fahrrad filmen. Wir borgten uns von einem 1,60 Meter großen Inder ein Bike aus. Ich sah auf den TV-Aufnahmen aus wie der berühmte Affe auf dem Schleifstein und möchte hier nur mal sagen, dass es am viel zu kleinen Rad lag und nicht an meinen Fahrkünsten.

Ein Bike ist übrigens fast ein Muss hier in Holland. Im Stadtverkehr sind die Radler viel schneller als die Autofahrer, außerdem hast du mit dem Rad in Holland immer Vorrang. Ich bin schon auf der Suche nach einem ordentlichen Drahtesel und werde in Zukunft auch öfter damit zum Training fahren. Natürlich werde ich eines nehmen, dass mit Muskelkraft betrieben wird. Elektroräder sind hier zwar auch groß in Mode, aber für mich als Sportler nur wenig förderlich.

Drückt mir heute Abend die Daumen und geht raus auf die Wiesen und in die Käfige kicken. Noch liegt ja noch kein Schnee und die Skier und Snowboards müssen noch in den Garagen warten.

Euer Marc

 

 

www.marcjanko.com
 


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