Red Bull XRow

Red Bull XRow ist ganz anders. Bei diesem Ruder-Rennen liegen Start und Ziel nicht am selben See – die Teams müssen ihre Boote zwischendurch schultern. Am 6. Oktober stellt sich auch eine Mannschaft aus Österreich dieser Challenge. Zum Training tragen Horst Nussbaumer & Co. ihr Boot durch den Wienerwald.

Es ist eines der eigenartigsten Bilder der jüngeren Sportgeschichte: 18 Meter lange Bootsrümpfe wackeln auf 16 Beinen über die grünen Wiesen des Meggenhorns in der Schweiz. Mit Red Bull XRow wurde 2010 eine neue Ruderdisziplin geboren. Was nach Funsport klingt, ist tatsächlich eine beinharte Herausforderung. 17 Kilometer rudern, 8 Kilometer laufen mit dem 100 Kilo schweren Boot auf den Schultern. Start ist in Zug, Ziel im Verkehrshaus in Luzern.

Am 6. Oktober geht’s los und ein Team aus Österreich will dabei zumindest aufs Podest. Die Mannschaft schließt an die erfolgreichen österreichischen Ruderzeiten Mitte der 90er-Jahre an, als Leichtgewichts- bzw. Schwergewichts-Vierer WM-Medaillen und Weltcupgesamtsiege holten. Im Boot sitzen: Steuerfrau Gerda Görig, Schlagmann, Martin Kobau, dahinter Luggi Sigl, Norbert Lambing, Raphael Hartl, Sebastian Korbei, Horst Nussbaumer, Bernd Wakolbinger und Paul Sieber. Wobei letzterer beim Red Bull XRow 2012 durch den kanadischen Joker Henry Hering ersetzt wird.

Der frühere Olympia-Teilnehmer Horst Nussbaumer ist jedenfalls mächtig motiviert: „Zumindest Platz 3 ist unser Ziel. Wir sind zwar alle keine 25 Jahre mehr jung, dafür sehr erfahren. Und seit Frühling trainiert jeder von uns 8 Stunden pro Woche.“ Dass man für ein Ruderrennen das Boot durchs Gelände tragen muss, ist für alle Teilnehmer eine neue Erfahrung: „Das schaut schon sehr kurios aus. Wir haben das im Wienerwald geübt und wurden bestaunt wie Außerirdische.“
 


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